Family Office as a Service! Mit Daniel Schex | SCHEX Wealth Management (#16)

Shownotes

Herzlich willkommen zur 16. Ausgabe von Finance | Data | People!

In dieser Folge spreche ich mit Daniel Schex, Geschäftsführer bei SCHEX Wealth Management. Daniel ist seit über zehn Jahren in der Finanzbranche tätig und bringt einen besonderen Fokus auf mittelständische Unternehmerfamilien mit, für die er den Ansatz “Family Office as a Service” entwickelt hat. Wir tauchen tief in Themen wie Vermögensstrukturierung und Unternehmensnachfolge ein und geben Einblicke, wie Unternehmerfamilien mit diesen Herausforderungen umgehen.

Gemeinsam mit Daniel diskutiere ich außerdem, warum **Nachfolge oft das bessere Gründen **ist, welche Fehlerquellen bei der Vermögensübertragung bestehen und warum gerade mittelständische Unternehmerfamilien einen Most Trusted Advisor brauchen. Hört rein!

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Media: Sebastian Pleyer

Transkript anzeigen

00:00:00: Ganz herzlich willkommen zu Finance Data People, dem Podcast für Private Equity, Deals und Corporate Finance.

00:00:07: Ja, und heute zu Gast ist Daniel Schex, Geschäftsführer der gleichnamigen World Management Firma.

00:00:13: Daniel ist bereits seit über zehn Jahren in der Finanzbranche tätig, unter anderem mit Stationen bei HQ Trust und Finvia und bringt einen ganz besonderen Fokus auf mittelständische Unternehmerfamilien mit.

00:00:25: Heute mit Schex World Management hat er quasi ein Family Office as a Service Produkt aus dem Boden gestampft und was das genau ist und was das genau bedeutet.

00:00:35: Darüber sprechen wir jetzt.

00:00:36: ganz herzlich willkommen Daniel.

00:00:38: Danke Sascha, schön, dass ich hier sein darf.

00:00:40: Jetzt heißt euer World Management Unternehmen genauso wie du.

00:00:43: Das ist

00:00:45: spannend, weil über mehrere Generationen gegründet.

00:00:48: Ich glaube, dein Vater hat es gegründet.

00:00:49: Ganz klar.

00:00:50: Das heißt, ein Thema Unternehmerfamilie auch bei euch in der Familie.

00:00:54: der Fall.

00:00:54: Das heißt, ihr bereht ja Unternehmerfamilien als Familie, die das selbe quasi erlebt hat, was eure Mandanten erleben.

00:00:59: Ultra spannend, hol uns mal kurz ab, wie hat dich das Ganze geprägt?

00:01:03: Ja, gerne.

00:01:04: Also im Grunde genommen, mein Vater ist seit meiner Kindheit an Unternehmer, war früher eher im BtoB, Financial Services Bereich unterwegs, hat dann vor über zehn Jahren diese Firma, diese Hauptfirma, veräußert.

00:01:19: und Ich hab das als Kind schon immer sehr geprägt, weil wie das halt so ist in Familienunternehmen oder Unternehmerfamilien, man sitzt am Abendtisch und das Thema wird mitgenommen.

00:01:28: und das Unternehmen ist eigentlich, ich hab ein Bruder und das ist wie so ein drittes Kind eigentlich, so ein drittes Griff ist eigentlich immer das Problemkind, braucht besonders viel Aufmerksamkeit und Mühe.

00:01:39: Aber ich würde sagen, das hat mich schon geprägt.

00:01:43: und ja, als mein Vater dann vor über zehn Jahren diese Firma veräußert hat.

00:01:46: hat er von früher auch noch einige private Mandate und hat dann gesagt, okay, das was wir für die machen und das was wir für uns selbst als Familie machen, das können wir auch für andere Familien tun mit der Expertise und so ist das dann quasi entstanden, dass wir das heute für einige Familien machen.

00:02:03: Super spannend, jetzt hast du aber quasi erstmal selbst Erfahrung.

00:02:07: ... gesammelt, bevor du ins Familienunternehmen eingetreten bist, ... ... beziehungsweise ja die Geschäftsführung übernommen hast.

00:02:13: HQ Trust habe ich gerade erwähnt, ... ... FinV habe ich gerade erwähnt, ... ... vielleicht holst du uns da noch mal ab.

00:02:18: Ja, machen die genau, was hast du damit nehmen können?

00:02:20: Ja.

00:02:21: Also ich wollte nach meinem Masterstudium einfach nochmal sehen, wie machen es denn andere Familie oder Multi-Family-Offices, vor allem die Großen.

00:02:32: Und Harco Trust, das Family-Office der Familie Haralquant, ist da einfach das größte deutsche bankenunabhängige Multi-Family-Office.

00:02:40: Ich war dort im Investment-Team, bin später dann zu Fenvilla.

00:02:45: was ein Hybrid ist aus, sag ich mal, einem dreizonellen Multifamily-Office und einem recht digitalen.

00:02:52: Er war dort auch wieder ein Investment-Team und das hat mich ja über ein paar Jahre dadurch ausgeprägt, um als Investment-Professional einfach die Erfahrung zu sammeln und heute dann eben als Berater von anderen Familien neben der ... dem beraterischen Know-How, auch das Investment Know-How mitzunehmen.

00:03:10: Und als ich da dreißig wurde, das war Jahr zwanzig, ... ... hat sich das dann einfach richtig angefühlt ... ... in die Fußstapfen zu Hause sozusagen zu treten ... ... und habe das dann gemacht und bin ins ... ... Familienunternehmen eingestiegen ... ... und führt heute den Betrieb zusammen mit meinem Vater, ... ... der auch noch cozy hier ist.

00:03:27: Jetzt hatte ich einleitend schon den Begriff ... ... Family Office as a Service genannt, ... ... weil ich den Cool Fund aus unserem Vorgespräch, ... ... das heißt eure Kunden sind ja klasse.

00:03:36: ... klassische Unternehmerfamilien verliert er auch gerne ... ... mit zwei, drei Worte drüber, was ihr den ganzen Tag macht.

00:03:42: Ja.

00:03:42: Also ich sage mal so für ein ... ... klassisches Single-Family-Office, ... ... das ist häufig ja ab Vermögen von ... ... dreihundert Millionen aufwärts.

00:03:49: Es gibt auch ... ... natürlich Stimmen, die sagen, ... ... das geht schon ab hundert Millionen aufwärts.

00:03:54: Das mag du auch sein, ... ... das ist halt dann vielleicht extremst schlank.

00:03:58: Aber ... ... häufig ist es eben so, dass ... Familie-Office-Dienstleistungen, auch beim Multi-Family-Offices, halt den höchstvermögenen irgendwie vorbehalten ist.

00:04:07: Und wir kommen selbst eben aus dem Mittelstand historisch, unternehmerisch und möchten dem auch mittelständischen Unternehmerfamilien Zugang zu diesen Familie-Office-Dienstleistungen bieten.

00:04:17: Und das ist das, was wir tun.

00:04:20: Wir specken da ab, indem wir sagen, wir sind jetzt zwar nicht der Konziersch.

00:04:24: Wir sind nicht die, die den Tennisplatz am Samstag für die Kunden buchen und wir machen auch nicht den Schriftverkehr und wir spielen auch nicht die Hausverwaltung, aber wir können eben Vermögensbetreuung auf einem sehr hohen Niveau liefern.

00:04:35: Und das ist das, was wir tun.

00:04:36: Das bedeutet, unser Mandant ist der mittelständische Unternehmer, die mittelständische Unternehmerfamilie, die sehr häufig auch noch dem Betrieb leitet und vielleicht auch in die nächste Generation führt, teilweise vielleicht auch schon veräußert hat.

00:04:49: Aber das ist, sage ich mal, unsere Kundschaft in erster Linie.

00:04:53: Und jetzt hast du mir im Vorgespräch auch erzählt, dass eine Unternehmerfamilie einen sogenannten Most Trusted Advisor braucht, also nicht nur einen Trusted Advisor, sondern den Most Trusted Advisor.

00:05:05: Was zeichnet diesen Most Trusted Advisor aus deiner Sicht aus?

00:05:08: Ja, also wir sprechen immer gerne von diesem Most Trusted Advisor auf Englisch.

00:05:13: Klingt das immer so viel cooler, deswegen benutzen wir das auch mal auf Englisch, aber im Grunde genommen ist halt einfach der vertrauteste Ansprechpartner in sämtlichen finanziellen Angelegenheiten.

00:05:24: Und was den auszeichnet ist, aus unserer Sicht einfach natürlich zum einen das Thema Vertrauen, zum anderen das Thema Interessensgleichheit und eine gewisse Unabhängigkeit.

00:05:34: Also er sollte vielleicht nicht für eine dritte Institution arbeiten, er sollte sich nicht durch irgendwelche Provisionen bezahlen lassen bei Kapitänlagen oder so vielleicht, das sind auf einer Rhein-Honorabasis, um halt Interessensgleichheit zu schaffen und dann halt ganz bestimmt auch eine Beständigkeit.

00:05:52: Also das, was man ja häufig sieht, leider, aber das ist halt nicht wegzureden, ist halt bei vielen größeren Häusern, seien es jetzt vielleicht Banken oder Privatbanken, dass auch alle paar Jahre mal die Beraterin leider wechselt, weil er oder sie aufsteigt oder von einer anderen Firma angehört wird für eine bessere Bezahlung.

00:06:13: Und das ist natürlich sehr schade, denn diesen Mosttrusted Advice, der soll einen eigentlich über Dekaden begleiten, wenn es geht und auch in die nächste Generation.

00:06:22: Und diese Beständigkeit ist da, glaube ich, sehr wichtig, dass man diesen engen Vertrauten auch langfristig hat.

00:06:29: Verstanden.

00:06:29: Jetzt sind ja die Tätigkeiten, die er macht oder auch die Gespräche, die er wahrscheinlich führt mit diesen hochrangigen Leuten auch wahnsinnig sensibel, nehme ich jetzt mal an.

00:06:41: Das heißt, ihr folgt mit Sicherheit auch bestimmten Prinzipien in eurer... täglichen Arbeit, welche sind da so einschlägig?

00:06:51: Ja, die Prinzipien, also es geht oftmals eigentlich auch um eine Wertegleichheit, das bildet es eigentlich relativ gut ab, was ein Unternehmer in der Regel lebt und demnach auch von anderen erwartet und durch unseren eigenen Hintergrund als Unternehmerfamilie will ich mir auch leben, ist halt das Thema Ehrlichkeit, Fairness, fairer, ehrlicher Kaufmann oder Kauffrau zu sein.

00:07:15: Es ist Integrität, es ist das Vertrauen, und da gibt es einfach viele Punkte.

00:07:23: die man als Unternehmerfamilie hat, vielleicht auch eine gewisse Bodenständigkeit, selbst wenn man sich das als Außenstehender dann oft schwer vorstellen kann, weil man irgendwie sieht, dass die einen sehr guten Lebensstandard haben, aber nicht so trotz dieser Unternehmerfamilien wissen häufig, woher kommt denn das Vermögen?

00:07:38: Es wurde harte Arbeitetage geschaffen und demnach ist es auch schützenswert und bewahrenswert und diese Werte dann auch selbst zu leben, das spürt dann der Gegenüber der Unternehmer oder die Unternehmerin.

00:07:51: Und ich glaube, das sind so Eigenschaften, die, wenn man mitbringt, spürt jemand ganz anders, wie wenn er vielleicht einem angestellten Bankberater gegenüber setzt, der selbst noch nie diese unternehmerische Reise durchlebt hat.

00:08:08: Im Mittelstand ist es ja auch so, dass das Thema Nachfolge immer mehr eine Rolle spielt.

00:08:12: Das ist ja auch so der Bereich, der uns beide immer mal wieder vereint, auch in unseren Diskussionen.

00:08:17: Du machst ja auch wahnsinnig viel aus medialer Sicht in dem Bereich, durch den eigenen Podcast, der Insight Nachfolge heißt.

00:08:23: Bei dieser auch schon was,

00:08:24: bei dem ich auch schon sein durfte, genau.

00:08:26: Du bist Initiator der Insight Nachfolge Community.

00:08:29: Also das Thema Nachfolge ist auch etwas, was dich natürlich wahnsinnig beschäftigt.

00:08:34: Warum ist das in euren Breitengraden so wichtig?

00:08:37: Also auf der einen Seite, vielleicht fange ich damit an, es ist einfach ein Herzensthema für mich.

00:08:43: Ich bin auch eine Raduzent an der ASM Business School in München und mir ist dieses Thema einfach wichtig.

00:08:51: Den Deutschmitte stand massiv betrifft.

00:08:53: Wir können gerne da später noch mal ein bisschen darüber reden über Zahlen, Daten, Fakten und wie normal wichtig es ist, dass es nachfolge stattfindet.

00:09:00: Sei es Familienintern, dass die eigenen Kinder das übernehmen in dem Betrieb oder eben extern, dass es vielleicht jemand anderes macht.

00:09:09: Aber das Thema an sich ist einfach nur wichtig.

00:09:12: Und dafür brenne ich, ich brenne für Mittelstand, ich brenne für Familienunternehmen, ich brenne für Nachfolge.

00:09:16: Auf der anderen Seite, um das jetzt vielleicht auch noch abzudecken, ist es für uns natürlich auch in unserem Service wichtig.

00:09:22: Wir machen eben nicht nur den Investmentbereich, die Kapitalanlage, die Vermögensstörung, sondern auch andere wichtige Themen, die so eine Unternehmerfamilie betrifft.

00:09:31: Und das ist unter anderem die Vermögensnachfolge und auch die Unternehmensnachfolge zu begleiten.

00:09:39: Und dort gilt es einfach, ein guter Ansprechpartner zu sein mit einer Expertise und der ein offenes Ohr hat und der das versteht, was einer sagt, weil man es eben auch wiederum selbst durchlebt hat, so eine Nachfolge.

00:09:51: Wenn es dann bei so einer Familie darum geht, hey, geben wir es an die nächste Generation, machen wir das Familienintern oder geben wir es an jemand externen, wenn sich intern niemand finden lässt.

00:10:01: beim Unternehmen und das Gleiche natürlich auch beim Familienvermögen, wenn man es an die nächste Generation gibt.

00:10:06: Das ist ein Schritt, den macht man ein einziges Mal im Leben.

00:10:10: Eure Nachfolger, der offensichtlich funktioniert, zweimal sozusagen, mit dem Bitubi-Geschäft damals deines Vaters und wahrscheinlich auch jetzt im Rahmen des langsamen oder graduellen Übergangs der Geschäftsführung.

00:10:23: Was sei für dich eine gelungene Nachfolge aus?

00:10:26: Ja, das ist natürlich ein riesen Thema und da gibt es ganz, ganz viele Punkte.

00:10:33: Ich glaube, dass die Senior-Generation zum einen offen sein muss, loslassen können muss, denn ich sehe das häufiger, dass sie das nicht kann und das führt dann zu großen Problemen.

00:10:46: Dann klingt die Nachfolge vielleicht nicht oder sehr, sehr holprig.

00:10:51: Sie muss offen sein dafür, dass die NextGen auch Veränderungen mitbringt.

00:10:55: Und sie muss ein guter Sparingspartner sein.

00:10:57: Auf der anderen Seite, die nächste Generation sollte nicht von heute auf morgen reinkommen und alles gleich auf links drehen und alles ist schlecht und alles muss anders gemacht werden.

00:11:07: Denn das Unternehmen ist ja markt.

00:11:09: Es ist ja erfolgreich.

00:11:10: Das bedeutet, dass was man bisher gemacht hat.

00:11:13: muss irgendwo gut sein.

00:11:14: Natürlich gibt es eben Punkte, die man besser machen kann, Prozesse, die man verbessern kann, die man anders machen kann, Digitalisierung kann und so weiter und so fort.

00:11:20: Aber die NextGen sollte unbedingt auf den Rat auch der Senior Generation hören, denn der ist sehr viel wert dieser Erfahrungsschatz aus zwanzig, dreißig, vierzig Jahren, der aufgebaut wurde.

00:11:31: Und dann aber natürlich auch die eigenen Innovationen und den eigenen Footprint reinbringen.

00:11:37: Das ist wichtig, damit sich so eine Firma auch wieder neu erfindet.

00:11:40: Denn wenn ich jetzt mal nach vorne denke, in vierzig Jahren, da bin ich vielleicht nicht mehr so oder in dreißig Jahren.

00:11:45: Ich bin nie mehr so am Zahn der Zeit, wenn ich irgendwie Mitte sechzig wäre, dass ich sage, hey, ich verstehe heute KI, ob ich das verstehe in dreißig Jahren.

00:11:55: Wenn das neu wäre, ich glaube wahrscheinlich nicht so gut, wie es die jüngere Generation tut.

00:11:59: Und ich glaube einfach, da ist es die goldene Mitte, was dann eine erfolgreiche Nachfolge ausmacht.

00:12:04: Aber da könnten wir ein großes Buch aufmachen.

00:12:07: und viele Episoden draus drin.

00:12:08: Ja,

00:12:09: ich glaube, es ist ganz gut zusammengefasst, worum es dann gerade zwischenmenschlich auch geht.

00:12:13: Innerhalb der Familie, das ist ja meistens das, woran es scheitert oder nicht.

00:12:16: Ja, immer in einem Nebenrestrukturierungslehrbuch gehen die Krisen in der Regel mit einer Stakeholder-Krise los und in dem Fall ist es wahrscheinlich anders.

00:12:24: Unser Produkt kommt in der Nachfolge natürlich irgendwann hinten dran, zur einen Datentransparenz und so weiter ist auch wichtig.

00:12:29: Aber wenn es vorne dran sozusagen auf der menschlichen Ebene scheitert, dann kann ich es natürlich vergessen.

00:12:36: Also in dem her, denke ich, haben wir das ausreichend beleuchtet.

00:12:40: Was du noch gesagt hast, was ich sehr, sehr spannend fand, die Nachfolge ist das bessere Gründen.

00:12:48: Und eine sehr, sehr spannende Aussage, vielleicht kannst du da nochmal kurz darauf eingehen.

00:12:53: Ja, also Nachfolge war bis vor wenigen Jahren noch sehr, sehr unattraktiv.

00:12:59: so im Mittelstand, weil der Mittelstand ... von vielen jungen Menschen, die im Studium sind oder gerade aus dem Studium raus sind und dann vielleicht ihren ersten Job und so hatten, relativ unsexy eigentlich klingt.

00:13:12: Der Mittelstand klingt für viele verstaubt und so und das ist aber überhaupt nicht.

00:13:16: Der ist absolut attraktiv und Nachfolge ist absolut attraktiv.

00:13:20: Mittlerweile haben wir zum Glück wieder einen Trend, bei dem es mehr Nachfolgen gibt, also vor allem im Bereich der externen Nachfolge, bei dem es auch junge Menschen gibt, die sagen, sie sind bereit, einen Betrieb zu übernehmen.

00:13:34: Wir müssen bei den familieninternen Nachfolgen auch da weiter daran arbeiten, dass das mehr wollen.

00:13:38: Und warum sage ich, das ist das bessere Gründen?

00:13:41: Wenn ich heute in Startup gründe, dann... Kann ich im besten Fall?

00:13:45: natürlich mache ich einen Unicorn draus und es wird riesig, ja, aber wir wissen beide, wie wenige das schaffen.

00:13:51: Wenn ich eine Unternehmensnachfolge antrete, sei es also das Familieninterner oder Externe, dann habe ich vielleicht nicht das Geschäftsmodell aus dem ich jetzt einen Unicorn machen kann innerhalb von ein paar Jahren, aber die Erfolgschancen, dass ich damit grundsätzlich erfolgreich bin, sind aus meiner Sicht viel, viel höher, als wenn ich auf der grünen, grünen Biese beginne und es startet von null.

00:14:13: aufbaue.

00:14:14: Weil ich hab Strukturen, ich hab Mitarbeiter, ich hab Kunden, ich hab Umsatz.

00:14:18: Und ich kann das eben verbessern und auf- und ausbauen.

00:14:22: Und das ist, glaub ich, eine ganz, ganz große Chance, die noch zu viele junge Menschen nicht sehen.

00:14:30: Euer Geschäft ist ja wahnsinnig diskret und sehr, sehr vertraulich.

00:14:37: Ich glaube, es wäre trotzdem mal spannend, so weit wie du das natürlich kannst, zu sagen, was ... so die typischen Herausforderungen sind, die dir jeden Tag begegnen.

00:14:45: Wenn du mit Familien über Vermögenssteuerung redest, über Nachfolgen, wir haben jetzt gerade eben das Thema Kommunikation schon angesprochen.

00:14:51: Vielleicht gibt es da so fünf, sechs Themen, Modusachstät, das sind die Sachen, die immer wieder schwierig sind, wo es immer wieder hakt.

00:14:57: Ja, ein spannender Einblick, glaube ich.

00:14:59: Ja, gerne.

00:15:01: Ich schieße einfach mal los, was mir in den Kopf kommt, an dem Punkt.

00:15:07: Herausforderungen beispielsweise auf der... Vermögensseite können sein.

00:15:13: Na ja, wie strukturiere ich denn das Vermögen, um zum Beispiel die Ziele und Wünsche, die die einzelnen Familienmitglieder haben, zu erreichen und die Visionen, die diese verfolgen?

00:15:25: Und häufig ist es ja vor allem im Mittelstand so, dass Vermögen einfach historisch wächst.

00:15:30: Man hat das Unternehmen, das ist das größte Asset, das man hat, das ist die größte Wohlstandschance.

00:15:34: Daher kommt es Geld, aber auf der anderen Seite ist es auch das größte Wohlstandsrisiko, weil es ein Kundenrisiko ist.

00:15:40: und dieses Asset, wenn nicht mehr funktioniert und gegen die Wand fahren würde, dann wäre der größte Wert weg.

00:15:46: Und dann ist es halt so, dass ... Normalerweise viele über die Jahre hinweg, wenn sie Gesellschaft der Aussprung haben, wenn ein Geschäft gut läuft, dann wird halt privat was aufgebaut.

00:15:56: Dann wird hier mal eine Immobile gekauft, damals opportunistisch was, dann wird hier mal investiert, dann wird da mal die Poe eröffnet etc.

00:16:03: Und dann hat man so einen bunten Blumenstrauß, der einfach historisch gewachsen ist.

00:16:09: Nicht wirklich mit einer Strategie, dass ich sage, ich habe eine Top-Down-Strategie, wo ich sage, na ja, wie möchte ich denn, dass mein Vermögenskuchen aufgeteilt ist?

00:16:17: Wie soll meine strategische Asset-Allocation, die SAA eigentlich aufgeteilt sein?

00:16:22: Wie viel meines Vermögens möchte ich in den mobilen haben?

00:16:25: Wie viel möchte ich in den Aktien haben?

00:16:27: Wie viel in den Online-Edelmetallen?

00:16:28: Private Equity, Alternative Investments und so weiter und so fort.

00:16:34: Und wenn man dann eben ... Das wichtigste erstmal abklappe nämlich, was sind denn die Ziele der Familie und der einzelnen Mitglieder?

00:16:41: Und das ist dann beim Senior-Unternehmen häufig natürlich ja die Ausfinanzierung des Ruhestands und ich möchte hier vielleicht nochmal das tolle große Haus am See und solche Themen kommen dann.

00:16:51: Bei der june Generation ist es dann irgendwie das Eigenheim und einfach Vermögen aufbauen.

00:16:55: Der Senior sagt noch, er möchte gerne für die nächste Generation auf was vorsorgen und so.

00:16:59: Dann sieht man das vielleicht diese Vermögensaufteilung so.

00:17:03: nicht Ideales für die Ziele, die man möchte.

00:17:06: Also wir hatten vor kurzem wieder das Thema, dass der Familie hat den eigenen Betrieb sehr wertvoll und ansonsten einen sehr großen Immobilienbestand, alles illiquide.

00:17:14: Ja, um beide Generationen, sowohl senior und junge Generationen, braucht jetzt eigentlich Liquidität und die ist aber nicht da und die kann man jetzt auch nicht herzaubern, weil das Unternehmen massiv investiert hat und dadurch... eben auch diverse Verbündlichkeiten zurückzahlen muss.

00:17:29: Und die Mobile mal so schnell zu veräußern, das dauert halt auch vielleicht eine Zeit da.

00:17:33: Und also das ist so eine Herausforderung, vielleicht gibt es viele andere auch, das andere ist dann in der Vermögensnachfolge.

00:17:39: Wie bekomme ich denn Assets möglichst sinnvoll und möglichst steueroptimiert an die nächste Generation?

00:17:46: Und da werden häufig Fehler gemacht.

00:17:47: Wir sehen das selbst bei den Steuerberatern der Mandanten, die sind so überfordert mit dem Tagesgeschäft und erhalten dann einen Auftrag von dem Senior.

00:17:55: Ich möchte, dass das Unternehmen weitergegeben wird, aber die Betriebsmobilien so bei mir bleiben, damit ich die Mieten weiter habe, dass das vielleicht steuerlich eine absolute katastrophale Auswirkung perspektivisch hat.

00:18:05: Da wird halt dann dem Moment nicht gedacht, weil es wird nur geguckt, wie löse ich das hier und jetzt steuerlich sinnvoll, aber dass dann in zehn, zwanzig Jahren Problemen steht.

00:18:13: soweit wird dann häufig nicht geguckt.

00:18:15: Und also da gibt es viele Herausforderungen natürlich in der Unternehmensnachfolge, aber ich glaube, da brauche ich nicht zu viel dazu sagen, weil die Thematiken kennst du selbst.

00:18:24: Ich denke, die Zuhörer auch, ja, die sollten damit einigermaßen vertraut sein.

00:18:29: Aber trotzdem sehr, sehr spannend.

00:18:30: Kann man, ich meine, jetzt gibt es wahrscheinlich verschiedene strategische Assets, Allocations, die man anstreben kann.

00:18:38: Gibt es irgendwie so eine Art ... Faustformel, was man macht als Familie oder was das Beste ist?

00:18:43: Ja, also eine Faustformel an sich gibt es nicht.

00:18:46: Früher wurde man irgendwie so gesagt, ein Drittel Aktien, ein Drittel Immobilien, ein Drittel Gold.

00:18:51: Aber das bringt nicht viel.

00:18:53: Aber ich sage mal, es ist extrem individuell, weil die Hauptpunkte sind, was sind die Ziele der einzelnen Familienmitglieder und wann müssen diese erreicht werden?

00:19:01: und was benötige ich dafür?

00:19:03: Wie viel Vermögen benötige ich dafür oder wie viel Cashflow jeden Monat benötige ich dafür.

00:19:08: Und darauf basierend muss ich eben so eine strategische Asset Allocation und Aufteilung zwischen verschiedenen Anlageklassen entwickeln, um dann die notwendige Rendite, die ich dafür benötige, den Grad an Sicherheit und den Liquiditätsgrad langfristig zu erreichen.

00:19:25: Und das kann man sicher dann auch errechnen, so eine SAA.

00:19:33: Und der letzte Punkt ist, dass Familie natürlich häufig dann eben Es ist ja schon Vermögen da.

00:19:37: Also die Unternehmerfamilie hat immer zwei Herausforderungen.

00:19:39: Das eine ist das Familienunternehmen.

00:19:41: Wie mache ich da die Nachfolge?

00:19:43: Und das andere ist das Familienvermögen.

00:19:46: Und dann, wenn du so ein Vermögen, wie ich das vorhin genannt habe, was dann komplett vielleicht Immobilien ist, wenn du das restrukturieren musst, das ist relativ mühsig und du kommst vielleicht nie auf diese Ziel-Asset-Allocation, die optimal ist für diese Familie, aber du musst zumindest darauf hinarbeiten, damit eben dann diese Ziele erreicht werden.

00:20:02: Und deswegen gibt es leider keine Faust-Familie, aber was sicherlich jeder haben sollte, sind irgendwelche Equity-Beteiligungen, Aktien, vielleicht auch... Private Equity Beteiligungen.

00:20:15: Es sind Dinge wie Online, vielleicht ein bisschen Edelmetalle, Immobilien.

00:20:19: Also eigentlich ein bunter Blumenstrauß, um breit diversifiziert zu sein.

00:20:21: Und dann kann man natürlich in die Allzehrklassen reingehen und das wiederum dort machen.

00:20:26: Gab's in der Zurückschaust, ganz offene Frage.

00:20:28: Ich musste ja nicht beantworten.

00:20:29: Gab's noch mal so ein, zwei X-Woten, wo du sagst, wow, das war spannend und hat dann wundersame, auf wundersame Weise funktioniert oder sowas in die Richter?

00:20:39: Oder ist es schwierig zu sagen?

00:20:41: meinst du damit was meinst du damit genau?

00:20:43: also exoten die mandanten oder wie sie wie sie strukturiert

00:20:47: ist die strukturiert war?

00:20:48: ja was jetzt vielleicht wie du vorhin gesagt hast ein drittel aktien drittel immobilien und noch ein bisschen eigener betrieb.

00:20:54: irgendwo wird sich sehr in dem Bereich bewegen.

00:20:56: ich habe manche haben mehr aktien weil sie liquidus ein wollen manche mehr immobilien weil sie vielleicht mehr mehr cashflow wollen oder sowas edel metall klar.

00:21:05: Gab es da mal irgendetwas, wo du sagst, das war ganz ungewöhnlich und hat dann trotzdem funktioniert?

00:21:09: Ja, also zum Beispiel was eigentlich gewöhnlich ist, aber was dann schön ist, wenn es trotzdem funktioniert ist, dass fast alles irgendwie im Betrieb steckt und das sieht man halt manchmal dann teilweise noch bei sehen Unternehmen, die schon sechzig sind und da ist daneben bei nichts irgendwie groß aufgebaut worden, vielleicht nur das Eigenheim, sonst steckt eigentlich fast alles im Betrieb.

00:21:30: So was sieht man ab und zu.

00:21:33: Und das ist dann durchaus ein Risiko, wenn es natürlich dann gut geht, weil man dann vielleicht einen Exit hat oder vielleicht eben das sehr ruhig aufgebaut hat, dass man sehr hohes Cash in der Firma hat und das dann auszahlen kann, um dann diese ganzen Ziele im Ruhestand jetzt in dem konkreten Fall zu erreichen.

00:21:51: Das ist dann schön, aber das kann eben auch schiefgehen.

00:21:55: Also das würde man in der Stelle einfallen.

00:21:57: Wir sind zu gut

00:21:58: da.

00:21:58: Geschichten?

00:21:59: Ja, also in der Senior-Generation ist da herzlichst wenig Interesse, muss man tatsächlich sagen.

00:22:04: Also vielleicht einer von dreißig, wenn überhaupt.

00:22:09: Aber wo wir das häufiger sehen, ist natürlich jetzt in der Next-Gen.

00:22:14: Wobei tatsächlich, wenn ich jetzt irgendwie über so ein Techie-Start-up fahre und danach denke, der ein Exit gemacht hat, der ist da vielleicht Erfina und möchte da mehr, während eigentlich die Next-Gen, die im mittelständischen Betrieb ist, Da auch nicht so ist, dass sie sagen, da will ich jetzt aber gleich ein Drittel meines Geldes drin haben, sondern es ist halt eine kleine Beimischung vielleicht, bei der man sich das Risikos bewusst ist und was man dann so noch dazu macht.

00:22:40: Und ja, da sehen wir das hin und wieder.

00:22:43: Jetzt hast du gerade während zehn Jahre junge Generationen, meinen Tech-Grunder dabei.

00:22:50: Was ich mir wahnsinnig herausfordernd vorstelle, auch in eurem Job ist wahrscheinlich dieses, ich muss jetzt alle an einen Tisch bringen.

00:22:56: und muss mal offen über dieses Thema sprechen.

00:23:00: Ich kann mir vorstellen, dass das auch nicht immer ganz einfach ist.

00:23:02: Jetzt bist du selber noch relativ jung auch als wealthmanager sozusagen.

00:23:07: Das ist ja schon ein durchaus herausforderndes Umfeld.

00:23:11: Was sind also deine best practices jeden Tag, wie du solche Gespräche zum Erfolg führst?

00:23:16: Also das eine was uns sehr hilft ist, mein Vater ist... über sechzig.

00:23:21: also er ist in dieser klassischen senior generation während ich jetzt mit anfangen dreißig in der in der next gen so bin.

00:23:28: und tatsächlich sind eben viele unserer mandate haben dann ein ähnliches alter und eine ähnliche struktur.

00:23:35: das macht schon mal gut weil mein vater mit der senior generation sehr auf einer wellenlänge ist während ich natürlich sehr mit der junior generation auf einer wellenlänge bin natürlich mich auch mit dem senior sehr gut verstehe und das funktioniert aber Das hilft schon mal.

00:23:51: Das andere ist, bei der Kommunikationszentrum genommen drei Punkte, das eine ist, ganz wichtig, gemeinsame Termine zu machen, denn das schafft Transparenz.

00:24:00: Alle sind auf einem gleichen Wissenstand und alle fühlen sich abgeholt.

00:24:03: Also das Schlimmste ist eigentlich, wenn ... Außer es ist ein zerrüttertes Familienverhältnis, aber wenn das Familienverhältnis gut ist, dann ist das das Schlimmste, wenn die Szenegeneration da alles so geheim hält und für sich macht und die Jugend jetzt eigentlich nichts mitkriegen.

00:24:17: Also diese gemeinsamen Termine, das andere ist dann vielleicht tatsächlich sogar auf Familientagungen zu machen, wo die Familie rauskommt, am besten nicht den eigenen Verwendungen wirklich rauskommen und sich mal einen halben Tag oder Tag nehmen.

00:24:31: Indem es ums Familienunternehmen, Familienvermögen, Finanzen, auch der einzelnen Familienmitglieder, Lebenspläne und so weiter geht, um einfach zu sprechen.

00:24:40: Weil ganz häufig sehen wir, dass Kommunikation zwischen Tür und Angestatt findet.

00:24:45: Ich habe nur Immobilien gekauft.

00:24:46: Das wird beim Rausgehen.

00:24:48: In der Flühe aus dem Haus wird das dem Sohn oder der Tochter noch zugerufen und das ist okay.

00:24:54: Also das ist wichtig.

00:24:56: und das Letzte ist aber dann auch für uns diese Einzelgespräche mit den Familienmitgliedern, denn häufig werden dann eben Dinge plötzlich gesagt, die diesem Most Trusted Advisor tatsächlich anvertraut werden, die offen in der Familie nun vielleicht gar nicht gesagt werden, weil es Konfliktpotenzial herrscht und man da ja eigentlich nichts Explosives möchte in so einer Familientagung oder in den gemeinsamen Terminen.

00:25:20: Und wenn wir dann diese Informationen aber haben, können wir halt auch Feedback geben, neutral, von außen.

00:25:25: Und wir können dann in den gemeinsamen Terminen auch wieder viel besser steuern.

00:25:29: Also deswegen ist es eigentlich der Mix aus diesen unterschiedlichen Gesprächsarten.

00:25:33: Also Empathie, Neutralität sind es Vollbereiche, die wahrscheinlich brutal wichtig sind.

00:25:38: Ohne das brauchst du den Job als Family Officer gar nicht anfangen, glaube ich.

00:25:42: Ja, du musst ja irgendwo die Stimmung im Raum schon... mehr oder weniger riechen können, wo es jetzt vielleicht gleich explodieren könnte.

00:25:49: Und dann muss der gleichzeitig her, wo eine wahnsinnig neutrale, objektive Meinung dazu bringen.

00:25:54: Und das heißt aber nicht unbedingt, dass die anderen dann neutral sind oder objektiv sind, sondern schon mal ordentlich krachen, nämlich.

00:26:01: Genau,

00:26:02: da ist viel Emotionalität.

00:26:03: Und es ist ja auch normal, dass ich mit dem eigenen Vater, der eigenen Mutter den eigenen Geschissen vielleicht mit deutlich kürzere Zündchen gehabt habe als mit einem externen.

00:26:13: Aber das ist eben wichtig, was du sagst.

00:26:18: Und ja, also das sind die wichtigsten Punkte.

00:26:22: Sollte

00:26:25: mal wieder zurück zu dir und deinem Plan, deiner Zukunft jetzt.

00:26:30: Was ich sehr, sehr schön fand, du hast gesagt, du willst etwas schaffen, was bestand hat.

00:26:36: Hol uns da kurz ab.

00:26:38: Ja, auf zwei Ebenen.

00:26:39: Also das eine ist, jetzt zeige ich mal natürlich, für die eigene Familie ein Unternehmen zu übernehmen ist und nachzufolgen, ist eine wahnsinnig große Ehre und eine sehr, sehr große Verantwortung.

00:26:55: Und ich bin der Ansicht, dass man als Familienunternehmer niemals, niemals sagen kann, das ist mein Unternehmen, das gehört mir, da kann ich machen, was ich will.

00:27:04: Nein, ich bin Treuhänder dieses Unternehmens.

00:27:08: Ich bin jetzt Co-Geschäftsführer und ich bin hundertprozentiger Inhaber bereits.

00:27:12: Ja, aber ich bin nur Treuhänder, solange ich dieses Unternehmen führe, bis es hoffentlich, hoffentlich in die nächste Generation in ferner Zukunft übergeht, die dann auch wieder Treuhänder ist.

00:27:23: Ich diene dem Unternehmen und nicht andersrum.

00:27:27: Also hier wirklich was verschaffen, was Bestand hat und das andere ist für unsere Mandantenfamilien.

00:27:32: Also es ist wahnsinnig schön zu sehen, wenn Sei es jetzt der Startup-Kunder, der verkauft hat oder eben die mittelständische Unternehmerfamilie, die das Unternehmen und ein Vermögen aufgebaut hat.

00:27:45: Dieses Vermögen wurde harte arbeitet und ist deswegen absolut schützenswert und dafür müssen wir es mehr und bewahren und das dann über Generationen zu erhalten.

00:27:55: Das ist was, das gibt mir sehr viel, das finde ich sehr schön.

00:27:59: Das wird von den Familien extrem wertgeschätzt, da so ein Partner an der Seite zu haben.

00:28:04: Und dass das dann bestand hat, das treibt mich an.

00:28:07: Also das ist mein Antrieb.

00:28:09: Finde ich wahnsinnig gut gesagt und ich finde das auch immer.

00:28:14: Man hört das ja dann manchmal im Umfeld, so nach dem Motto, jetzt hat irgendjemand ein Unternehmen geerbt sozusagen, ist ja einfach.

00:28:20: Ja, genau.

00:28:21: Also ich... Ich bin selber Gründer und das ist auch nicht einfach, aber es ist genauso wenig einfach, ein Unternehmen zu übernehmen.

00:28:29: Auch in der Nachfolge oder insbesondere auch in der Familie, weil du im Zweifel einen ganz anderen Fußstapfen.

00:28:34: drittst, von außen wahnsinnig hohe Erwartungen an dich gestellt werden.

00:28:38: Du mit einer gewissen Vorsicht, glaube ich, bestehen die Struktur noch aufbrechen musst und jetzt da nicht mit der Brechstange irgendwie sagen kannst, machen wir es mal ganz anders hier.

00:28:46: Also deswegen... appelliere ich da auch immer dran, da meinen Ball flach zu halten, dass Leute, die ein Unternehmen übernehmen, mindestens eine genauso große Aufgabe haben wie Leute, die eins künden.

00:28:57: Ja,

00:28:58: wenn ich da zwei, drei Sätze dazu sagen darf, also der externe Nachfolger, der muss ja ohnehin sich vielleicht das einkaufen oder sich das erarbeiten.

00:29:06: Und der familieninterne Nachfolger, es stimmt, ja, der ist vielleicht an dieser Position, weil er der Sohn oder die Tochter ist, das lässt sich nicht weggedähten.

00:29:17: Aber wie viel bringt das denn?

00:29:20: Sei mal ein schlechter Unternehmer oder eine schlechte Unternehmerin, fühlen Unternehmer mal drei bis fünf Jahre schlechter, dann steht das beim Rückwand der Wand und es pleite, dann hat dir das gar nichts gebracht.

00:29:29: Gibt

00:29:29: es ja auch oft genug?

00:29:30: Ja, gibt

00:29:30: es oft genug.

00:29:31: Sprich, das erfolgreich weiterzuführen und immer wieder, dass sich das Unternehmen selbst mal erfindet, damit es am Markt erfolgreich bleibt und damit es erweckt und die Arbeitsplätze sicher sind und so.

00:29:39: Das ist eine wahnsinnig große Bernaufgabe und er lasse einfach extrem viel Verantwortung auf der Schulter.

00:29:43: Und aus meiner Sicht noch mehr Verantwortung.

00:29:46: als auf der Schulter eines Start-up-Grundes.

00:29:48: Warum?

00:29:49: Da bin ich auf der grünen Spielwiese heute anfangen und das Ding gegen die Wand fahre.

00:29:53: ich habe es gegründet, ich habe es verbockt.

00:29:55: Wenn ich Mitarbeiter hatte, dann ist das sehr blöd.

00:29:57: Aber wenn ich einen Familiebetrieb vielleicht übernehme, den es halt ein, zwei, drei Generationen oder noch länger gibt und ich das Ding gegen die Wand fahre und dann die Mitarbeiter weg sind und man vielleicht auch die eigene Familie enttäuscht, weil man die Generation ist, die es nicht gepackt hat.

00:30:16: Der emotionale Druck ist etwas, den glaube ich nur Familieninternenachfolger mitfühlen können und deswegen ist es überhaupt kein Zuckerschlecken.

00:30:25: und der Top, der da geleistet wird, man ist an den Wochenenden verfügbar, man ist im Urlaub verfügbar, wir auch ein Gründer, aber das ist alles andere als geschenkt.

00:30:37: Ja und dazu ist das ja auch, was man oft unterschätzt, gerade wenn du so einen mittelständischen Betrieb hast.

00:30:42: Die sind dann irgendwo in der Pampa, in irgendeinem Dorf.

00:30:45: Und das ganze Dorf besteht aus dem Betrieb.

00:30:48: Das hatte ich auch schon in meiner Restrukturierungszeit bei die Leute.

00:30:51: Wo dann in der dritten Generation ein Unternehmen auf einmal runtergewirtschaftet wird.

00:30:55: Du kannst ja in dem Ort gar nicht mehr leben.

00:30:57: Also du bist ja quasi Lokalprominenz.

00:31:00: Und bist dann derjenige, der quasi die Wirtschaftsstandort davor die Wand fährt und so weiter.

00:31:05: Also das ist ein unglaublicher Druck, der da auf jemanden rastet.

00:31:08: Und da stinkt dich ja auch ein, also wie viele... Ich spreche jede Woche mit Familienunternehmern und wie viele Nachfolger und Nachfolgerinnen ich kenne, die in der großen Stadt studiert haben, die kommen aus irgendeinem Kaff, aus Hintertopfing sozusagen und würden gerne in die große, weite Welt so, privat, persönlich, aber entscheiden sich am Ende dann doch, die Nachfolger anzutreten und verbringen dann ihr Leben in diesem kleinen Ort vielleicht.

00:31:42: Das ist ein riesiges Commitment und deswegen glaube ich, das ist schon, das ist ein großer Schritt, aber natürlich vor allem die Leute vor Ort, da wird dann häufig eher mit Scheuklappen das Ganze gesehen lernen.

00:31:57: Ob Gründer oder nicht, es sind immer Unternehmer am Ende.

00:32:01: Was möchtest du als Unternehmer noch erreichen?

00:32:03: jetzt die nächsten?

00:32:04: Du hast gerade vorhin gesagt, du bist Anfang, Anfang dreißig.

00:32:07: Ja,

00:32:07: jetzt ein Dreißiger.

00:32:08: Du hast ja noch ein bisschen was vor dir.

00:32:11: Ja, bis mal die nächste Generation dann in Shacksworth Management eintritt, hoffentlich.

00:32:16: Was machst du die nächsten dreißig Jahre?

00:32:18: Ja, die nächsten dreißig Jahre will ich natürlich das eigene, das eigene Unternehmen auf- und ausbauen und möchte da einlagende, hochqualitative Multifamily-Office-Boutique bauen.

00:32:32: Und das ist mein Antrieb.

00:32:33: und da tolle mittelständische Unternehmerfamilien zu begleiten und für die den gleichen Service zu bieten, wie das, was wir für uns selbst machen.

00:32:45: Und vor allem mit Menschen zu arbeiten, die da wo die Chemie stimmt.

00:32:48: Also das ist eigentlich heute mein Hauptausatgetehrung ist nicht, wie viel Vermögen bringt dieser Mensch mit.

00:32:54: Sondern wie gut kann ich mit dem, weil unsere Kundenbeziehungen gehen über die Karten und bis in die nächste Generation.

00:32:59: Und wenn das jemand ist, der mich jede Woche stresst, dann habe ich daher sich wenig Lust drauf.

00:33:04: Und deswegen habe ich auch vor, eben da mit den richtigen Leuten, mit den richtigen Familien einfach zu arbeiten.

00:33:08: Und da bin ich extrem dankbar für die Familien, die wir haben, weil das da wirklich mit allen ein schönes Arbeiten ist.

00:33:17: Und dann niemand dabei ist, wo die Chemie überhaupt nicht stimmen würde.

00:33:20: Abschließende Frage, wir haben es jetzt... ... öfter schon angerissen, in dem Fall für das jetzt ... ... Unternehmerfamilien hier zuhören oder vielleicht auch ... ... jemanden den Tech-Exit gemacht hat oder wie auch immer, ... ... was würdest du denen jetzt noch mal konkret raten, ... ... was bei der Auswahl eines Beraters wichtig ist?

00:33:37: Weil wie du vorhin schon gesagt hast, ... ... in dem Moment wo du ein Exit machst oder wo viele Vermögen da sind.

00:33:42: Stürzen sich ja faktisch alle auf dich mit mehr Erfahrung, mit weniger Erfahrung, mit mehr Empathie, mit weniger Empathie.

00:33:49: Das sind zusammenfassend nochmal die Kernkriterien.

00:33:53: Als erstes kommt wahrscheinlich die Hausbank, weil dies wieder als erstes das Cash aufs Konto kommt und dann wirklich angerufen.

00:33:57: Das sehen wir immer wieder, wenn jemand, wenn jemand verkauft.

00:34:01: Was würde ich raten bei der Auswahl eines Berater-Size jetzt, eines Worth-Advisors oder eines Family-Offices wie auch immer?

00:34:10: Natürlich neben den Klassikern, das ist aber selbstverständlich, dass diese Person oder ... dieses Unternehmen muss natürlich eine hohe Expertise und eine Erfahrung mitbringen.

00:34:20: Das ist klar.

00:34:22: Und ansonsten glaube ich es einfach sehr wichtig, dieses Thema der Interessensgleichheit, wovon ich gesprochen habe, um auf der selben Seite des Tisches zu sitzen und nicht auf der anderen Seite des Tisches und incentiviert zu sein, durch irgendwelche Provisionen oder so was her und durch den Verkauf von irgendwelchen Anlageprodukten.

00:34:38: Das darf einfach nicht der Fall sein.

00:34:42: Sprich, ich glaube, das ist wahnsinnig wichtig.

00:34:44: und dann eben diese Wertegleichheit, von der wir gesprochen haben.

00:34:47: Also ist diese Person mit mir auf einer Wellenlänge, denkt sie ähnlich wie ich und will ich mit dieser Person die nächsten die Karten arbeiten?

00:34:56: Kann ich mir das vorstellen?

00:34:57: Das ist das allerwichtigste.

00:35:01: Und das werden, glaube ich, so die Hauptpunkte.

00:35:03: Also da kann man ganz einen Fragenkatalog aufmachen, was man dann so berater fragen sollte.

00:35:08: Das wird jetzt aber, glaube ich, den heutigen Rahmen ein bisschen sprengen.

00:35:11: Vielen Dank auf jeden Fall, dass du da bist oder da warst jetzt in dem Fall.

00:35:17: Wahnsinnig spannende Einblicke in den Bereich Family Office as a Service.

00:35:21: Also den Begriff werde ich mir auf jeden Fall merken.

00:35:23: Ich glaube, das ist sehr, sehr greifbar.

00:35:25: Und ja, danke Daniel.

00:35:27: Danke dir Sascha.

00:35:29: Und ja, ich hoffe der Ausflug in dem Bereich Valve Management war spannend.

00:35:35: Passt natürlich auch sehr, sehr gut in unseren Bereich, weil irgendwas muss ja mit den Euros passieren, die nach so einer Transaktion dann bei jemandem aufs Konto kommen.

00:35:44: Jetzt haben wir gehört, was damit passieren kann oder an wem man sich entsprechend wenden kann.

00:35:49: Und ja, wenn ihr weitere Einblicke haben wollt zum Thema Unternehmensnachfolge, Transaktionen, Private Equity, Deals und Corporate Finance, dann schaltet auch das nächste Mal wieder ein.

00:35:58: Vielen Dank.

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