Gründung nach Drehbuch! Mit Franz Purucker | Hive (#19)

Shownotes

Herzlich willkommen zur 19. Ausgabe von Finance | Data | People!

In dieser Folge spreche ich mit Franz Purucker. Franz hat nach Studien in St. Gallen und Harvard, sowie Stationen bei J.P. Morgan und McKinsey sein Unternehmen Hive Technologies – ein Supply Chain Tech mit über 400 Mitarbeitenden in 7 Ländern – gegründet.

Franz nimmt uns mit auf die Reise seiner ersten unternehmerischen Gehversuche, darunter eine Unternehmensgründung in Indonesien direkt nach dem Abitur, bis zum Aufbau eines der am schnellsten wachsenden Logistik-Start-ups Europas.

Wir sprechen offen über die prägenden Stationen, warum nicht jede Karriere so geradlinig ist, wie sie im Lebenslauf aussieht, und wieso Scheitern und Zweifel dazugehören. In einer kurzweiligen Dreiviertelstunde beleuchten wir Teamdynamiken, Marktanalysen und persönliche Grenzen und warum die Suche nach Freiheit nicht immer mit Unabhängigkeit gleichzusetzen ist. Gemeinsam reflektieren wir, was wirklich zählt: Geduld, offener und regelmäßiger Austausch und die Bereitschaft, den eigenen Weg immer wieder zu hinterfragen.

Wenn ihr wissen wollt, wie viel Strategie und Ausdauer für nachhaltigen Unternehmenserfolg nötig sind - und warum vielleicht auch ein Quäntchen Glück notwendig ist - hört unbedingt rein!

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Media: Sebastian Pleyer

Transkript anzeigen

00:00:00: Franz, ganz herzlich willkommen im München.

00:00:02: Danke dir.

00:00:03: Ja, ich glaube, das Thema Gründen und Unternehmertum zieht sich durch dein ganzes Leben, kann man fast sagen.

00:00:09: Und es ging ja schon sehr, sehr früh los, nämlich mit der ersten Gründung in Indonesien.

00:00:14: Da musst du uns jetzt mal kurz abholen, wie es dazu kam.

00:00:17: Ja, gerne.

00:00:18: Ich glaube, der Wunsch, Unternehmer zu sein, ist schon Jahre davor in der Schulzeit entstanden, hat sich ca.

00:00:30: hatte immer einen großen Wunsch nach Freiheit und auch Spaß an Verantwortung.

00:00:35: Ich glaube, so ganz kann man seine Freiheit in der Schulzeit noch nicht ausleben.

00:00:39: Man hat normalerweise kein Geld und kann nicht mehr eben ein Unternehmen gründen.

00:00:47: Und dann habe ich mich, bevor ich quasi auf den Unternehmerfahrt eingebogen bin, erstmals Thema Verantwortung reingelehnt, war dann ... Schülersprecher im Jugendparlament und anderweitig aktiv, zwischendurch tatsächlich überlegt auch parteipolitisch aktiv zu werden, aber dann doch gemerkt, dass das ein recht sehr Abfahrt ist und natürlich auch ein schlechter Abfahrt, um Geld zu verdienen.

00:01:10: Und dann habe ich die erste Möglichkeit abzubiegen, direkt nach dem Abi genutzt.

00:01:15: War offiziell eigentlich als staatlicher Freiwilliger, also finanziert vom deutschen Staat in Indonesien als Engelschleere eingesetzt, hatte aber dort an der Schule in den Unternehmer kennengelernt.

00:01:29: Die Schule wurde von einem lokalen Unternehmer der Mikrokredite für Landwerte organisiert hat, unterstützt und dann mit ihm ein kleines Unternehmen gestartet.

00:01:38: Das war recht improvisiert.

00:01:39: Wir haben lokale Früchte von den Landwirten gekauft und dann weiterfahrebetet und im Tourismusmarkt recht hochmarschig weiterverkauft.

00:01:48: War wenig skalierbar, aber definitiv eine Bereiche an Erfahrung.

00:01:53: Man hat mir dann viel Mut gegeben.

00:01:56: Früher nach dem nach der Uni professioneller zu gründen.

00:01:59: Super spannend.

00:02:00: Hattet ihr da noch Leute in so oder habt ihr das so?

00:02:02: Ja, wir hatten ein kleines Team.

00:02:04: Zirka sechs Leute waren das.

00:02:07: Das waren überwiegend Mütter aus dem Dorf, die keinen Job in der Stadt nehmen konnten, weil sie eine familiäre Verpflichtung hatten.

00:02:14: Und die haben bei uns in der Produktion gearbeitet und ich habe dann den Vertrieb gemacht und musste.

00:02:21: auch tatsächlich Indonesisch lernen, um da irgendwie mit dem Team und den Kunden zurechtzukommen.

00:02:27: Also da gab es ja viele, viele praktische Herausforderungen.

00:02:32: Aber die Nachfrage war da, wir haben so Drachenfrüchte und Mango, so quasi Organic Food Snacks verkauft.

00:02:40: Und ich habe gelernt, dass man mit viel Energie und den richtigen Kontakten eigentlich auch ohne, ohne Vorfahrungen in einer bestimmten Branche.

00:02:48: was auf die Beine stellen kann.

00:02:50: Wie lange

00:02:50: hat es gedauert, Indonesisch zu lernen?

00:02:53: Gar nicht so lange, glaube ich, nach drei, vier Monaten war ich konversationsfähig.

00:02:58: Man musste dazu sagen, dass die indonesische Sprache erst neunzehntundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.

00:03:20: Ich kann nicht noch unterhalten, aber jetzt nicht mehr über politische Themen oder wirtschaftliche Themen.

00:03:24: Cool,

00:03:24: ja, das ist schon mal super spannend.

00:03:27: Und dann ging ja eigentlich, ich meine in unserer Branche würde man sagen, wahrscheinlich die Bilderbuch-Ausbildung los mit Sankt Galen, Harbert, dann JP Morgan, dann McKinsey, wenn ich es richtig im Kopf habe, holen uns dann mal kurz ab, wie es dann weiter ging nach dem indonesischen Ausflug.

00:03:42: Korrekt, ja, gerne.

00:03:45: Ich habe mich entschieden, dann... doch noch zu studieren.

00:03:48: Zwischendurch war ich der Gedanke, in den Universien zu bleiben und es weiter aufzubauen.

00:03:51: Ich habe aber gemerkt, dass das Geschäftswurde nicht unbedingt skalierbar ist und ich doch noch mal quasi von den Profis lernen will.

00:04:05: Bin dann eben nach St.

00:04:06: Gallen und hatte schon das Thema Beratung und Investmentbanking ganz klar auf dem Radar.

00:04:14: Also ich bin da nicht... durch die anderen Studenten irgendwie reingerutscht, was tatsächlich vielen passiert an diesen Unis wie HSG und WHO, dass sie da irgendwie so reinstolpern, weil jeder, der gerade ausgucken kann und ein bisschen hungrig ist, bewirbt sich dann bei McKinsey.

00:04:29: Bei mir war das schon vorab geplant als quasi im Mittel zum Zweck, um Kredibilität, Hardskills und auch ein relevantes Netzwerk aufzubauen.

00:04:39: Woher

00:04:39: kam das so jung?

00:04:41: Also welche Rundsch oder Prägung oder was steht da dahinter?

00:04:44: Ich glaube, es war immer ursprünglich der Wunsch, der schon jung aufkam, so frei wie möglich zu sein und dadurch der Pfad ins Unternehmertum.

00:04:54: Ich glaube auch ein bisschen familiär geprägt, aber in einem unerwarteten Sinne, meine Eltern sind überhaupt keine Unternehmer, sondern meine Mutter ist Psychotherapeutin, mein Vater ist Psychator und Psychoanalytiker, sein dem langen in einem angestellten Verhältnis und macht dort fantastische Arbeit.

00:05:12: Das ist natürlich für die Gesellschaft eine extrem wichtige Rolle, psychisch kranken Menschen zu helfen.

00:05:18: Aber ich habe immer auch ein bisschen die Einschränkungen oder das Leiden von Angestellten mit beschränkten Budgets, schlechten Entscheidungsfaden mitbekommen.

00:05:32: Und für mich, ja, für mich gedacht, dass ich das gerne in meinem Leben anders gestalten möchte.

00:05:37: Und wenn man sich dann ein bisschen mit Unternehmens, lieber Lebensläufen, insbesondere Lebensläufen von Start-up-Gründern auseinandersetzt, dann merkt man, dass viele, viele mal zumindest ein, zwei Jahre bei McKinsey gedient haben, um da das Toolkit zu lernen.

00:05:52: Okay, also war es den St.

00:05:53: Gallen quasi, wusste es genau, wo es hingehen soll.

00:05:56: Haberts, JP Morgan, McKinsey.

00:05:59: Ja,

00:05:59: ja, korrekt.

00:06:00: Ja, ich hab dann da alles irgendwie halt durchgebuttert und meine ... Ja, meine Pflichten erledigt, sag ich mal.

00:06:09: Hab das ja immer auch schon mit auch Spaß gesehen.

00:06:19: Ja, also man konnte da auch was lernen.

00:06:21: Also es war jetzt nichts, weil es alles schlechte Jobs sind.

00:06:26: Die Leute sind ja total gut.

00:06:29: Und ich konnte dort auch viel lernen.

00:06:32: Hab mich aber nicht langfristig dort gesehen und es wurde dann schon im Praktikum bei McKinsey bestätigt.

00:06:38: Lustige Anekdote von meinem zweiten Projektort war, das war eine Post-Merchantikation von zwei Banken im Nahen Osten, eigentlich inhaltlich total spannend und super globales Team.

00:06:52: Aber wir waren nur fokussiert auf das Mapping von IT-System, also Post-Merchantikation der beiden IT-Landschaften.

00:07:00: Und es war sehr evident, dass es da größere kulturelle Change Management Probleme auf dem Projekt gibt.

00:07:08: Und ich hab dann angefangen, sehr viele Fragen an meinen Projektleiter zu stellen.

00:07:12: Wie man damit denn umgeht und was sonstige Risiken für den Erfolg von Mercher sein könnten.

00:07:17: Und da war die Antwort dann oft ja.

00:07:19: Das ist das Thema der anderen Workstreams.

00:07:21: Und ich hab eigentlich auch so spannend.

00:07:23: deine Fragen sind.

00:07:25: Ich hab eigentlich gar keine Zeit, mich da mit jetzt auseinanderzusetzen.

00:07:28: Und das hat dann nochmal bestätigt, dass diese kleinteilige... Arbeit mit dem Risiko, dass man das große Ganze nicht versteht oder erst nach fünf oder zehn Jahren auf der Karriereleite auf Partner-Ebene dann wirklich versteht, dass das für mich nicht der motivierendste Part ist.

00:07:49: Das war in welchem Jahr?

00:07:50: Also wo befinden wir uns jetzt?

00:07:51: circa?

00:07:52: Ich glaube, das war circa zwei... ...achtzehn?

00:07:57: Bei achtzehn und dann kam es zur eigenen Gründung.

00:08:00: Genau.

00:08:01: Ja, ich hab ab zwei neunzen mich mit verschiedenen Ideen und potenziellen Mitgründern auseinandergesetzt.

00:08:08: Das Ganze auch recht strukturiert angegangen mit einem Kollegen von der ETH Zürich, dem Leo von Klaist und später dann mit einem älteren McKinsey Projektleiter, dem Oscar Ziegler.

00:08:21: Und wir haben uns dafür Zeit genommen, also wir haben verschiedene Märkte angeschaut und viel Kundenrecherche viele.

00:08:28: viele Experten-Unterviews geführt und dann offiziell erst im Jahr ist es im Jahr ist

00:08:41: es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es ... ein Prozess gewesen zu sein.

00:08:59: Also jetzt, der anscheinend schon mit... ...sechzehn, siebzehn, wahrscheinlich gewusst ... ... da so es hingeht.

00:09:04: Die

00:09:04: Station... Drei werde

00:09:05: ich nur als Unternehmer, ... ... dass er nicht auf so hundert ... ... zwanzig Prozent untersalben, ... ... dass es im Leben so ist.

00:09:10: Ja, ja.

00:09:11: Und dann hast du es ja knallhart ... ... durchgezogen, also quasi ... ... Elite-Uni, ... ... nochmal Elite-Uni, ... ... JP Morgan Investments Bank, ... ... McKinsey Top-Strategie-Beratung ... ... und dann quasi so, ... ... jetzt habe ich das alles mal durchlebt ... ... und jetzt gehe ich noch mal ... ... strukturiert ... ... an das Thema ran.

00:09:27: Ja.

00:09:27: Guckt mir ganz, habt ihr euch alles Mögliche angeguckt?

00:09:30: Oder wie kann man sich das vorstellen?

00:09:31: Ja, also die Zusammenfassung und das wirklich ein Prozess war, stimmt.

00:09:37: Wir haben uns schon primär Themen angeguckt, wo wir irgendwie einen inhaltlichen Bezug oder quasi ein Unique-Inside hatten.

00:09:45: Wir kamen dann auf das Logistik-Thema, weil mein Mitgründer Oscar bei McKinsey schon viele große Logistikkonzerne beraten hatte.

00:09:54: Wir haben aber gleichzeitig auch ... Ganz andere Themen.

00:09:59: wie damals ging es in den frühen AI-Fortschritten darum, dass man manche an Datensets hat, an annotierten Datensets, die quasi helfen die Modelle zu trainieren, da der Leo frühe Einblicke über seinen Studiemann der EDH und weil er da ... in die Richtung auch an Projekten schon gearbeitet hatte.

00:10:21: Das heißt, wir hatten schon Impulse in bestimmte Richtungen, haben uns dann aber sehr strukturiert gefragt, hey, können wir hier wirklich was besser machen?

00:10:29: Und wenn wir was besser machen, ist der Pfad groß genug für eine WC-Finanzierung.

00:10:33: Und ich glaube, für viele Gründerpfade lohnt sich das auch, ein Prozess aufzusetzen und sich auch die Zeit dafür zu nehmen.

00:10:41: Also, das kann natürlich dauern, wenn die Idee dann... Nicht gut ist, dann ist man auf einmal drei Monate wieder zurückgeworfen und braucht noch mal mindestens drei Monate.

00:10:51: Runway sage ich mal, Zeit oder auch Erspartes.

00:10:55: Und ich glaube die Dynamik, dass viele Gründe einfach machen, so wie du das ja auch beschrieben hast, das bei dir der Fall ist.

00:11:03: Die kommt aus der Persönlichkeitsstruktur, es sind Leute, die extrem viel Energie haben.

00:11:07: Gar nicht wissen wohin mit der Energie, auch immer Ideen haben, wie man es besser macht und sich nicht von jemandem anders was sagen lassen wollen.

00:11:14: Ich glaube, das ist extrem wertvoll, das sollte man auch haben, das habe ich auch.

00:11:17: Es kann aber dazu dann doch helfen, sich quasi einen Prozess aufzugleisen, um in Richtung zu laufen, wo man einfach viel Rückenwind hat.

00:11:27: Also die Auswahl des Marktes und wenn man ein Softwareunternehmen baut, die Auswahl der ersten Features, die man dann entwickelt, das kostet ja alles Zeit und Geld.

00:11:36: mittlerweile weniger Geld, aber immer noch viel Zeit.

00:11:40: Da kann man seine Chancen schon optimieren.

00:11:42: Ich glaub, das würde ich einen ans Herz legen, sich dafür die Zeit zu nehmen.

00:11:46: Ja, spannend.

00:11:47: Also, ich muss mal drüber nachdenken und sacken lassen.

00:11:52: Das hört sich halt so perfekt fast an.

00:11:57: Irgendwie, man weiß, wo man hin will.

00:12:00: Der haltet das ganze vor, studiert entsprechend, macht die entsprechenden Jobs, entscheidet sich dann, okay, da ist ein bisschen schwarz-weiß jetzt absichtlich, aber mehr geht der HID durch, entscheidet sich dann für eine Idee und maut dann sowas auf, wie ihr aufgebaut habt.

00:12:15: Das ist ja schon...

00:12:17: Ja, aber was man dazu sagen muss, da ist dann immer auch noch Glück dazu im Spiel, dass man nicht durch einen Prozess rausnehmen kann, man kann es relativ reduzieren, verglichen zum blinden, blinden Loslaufen und machen.

00:12:31: Aber natürlich hat man Risiko zu scheitern.

00:12:33: Wir hätten mit Haif auch an die Wand fahren können.

00:12:37: Da gab es schon Konkurrenten.

00:12:38: Da gab es irgendwie einen Markt mit viel Preistruck.

00:12:42: Also wir hätten auch scheitern können.

00:12:44: Ein bisschen Glück gehört immer dazu.

00:12:46: Und diese ganzen Stationen, die ich abgearbeitet habe, die waren auch nicht so perfekt, wie es am Ende aussieht.

00:13:00: Stumpf gesagt, bei Goldman Sachs wurde ich abgelehnt.

00:13:02: Ja, bei J.V.

00:13:03: Morgan hat es dann geklappt.

00:13:04: Aber ich habe halt die Schweißarbeit gemacht.

00:13:05: Ich habe halt extrem viel investiert in die Bewerbungen in meine Noten, etc.

00:13:10: etc.

00:13:10: ins Networking, viel mit Leuten gesprochen.

00:13:12: Und am Ende in Retro-Perspektive sieht das dann sehr gut aus auf dem Lebenslauf.

00:13:16: Aber da waren schon auch Niederlagen dabei.

00:13:18: Und ich glaube, es war teilweise auch diese ganzen Stationen ein bisschen noch aus einer Unsicherheit getrieben.

00:13:23: Bin ich schon ready, bin ich schon genug?

00:13:25: Ich hatte auch immer das Gefühl, ich ... Ich muss jetzt irgendwie noch diese ganzen Qualitätsstempel abholen, um dann quasi zu sagen, jetzt habe ich wirklich Kredibilität für den unternehmerischen Fahrt.

00:13:39: Also da waren schon auch Niederlagen und Selbstzweifel ein ganz großer Teil der Reise.

00:13:44: Ja, verstanden.

00:13:46: Niederlagen gibt es auch im Unternehmertum.

00:13:48: Ihr seid... Ja.

00:13:49: ...二zig neunzehn gestartet?

00:13:51: Ja.

00:13:51: Ja, es waren sieg neunzehn.

00:13:52: Manzig,

00:13:52: zwanzig, dann offiziell.

00:13:53: Es waren zwanzig, zwanzig, offiziell.

00:13:55: Ja, wir sind fünf Jahre vergangen, ihr seid von null quasi auf vierhundert Leute gewachsen, was ja schon, also brutal ist.

00:14:03: Ja, auf gut Deutsch.

00:14:05: Was waren da so die, ich meine da, ich könnte mir jetzt wahrscheinlich acht Stunden drüber reden, was da so die wesentlichen Learnings und Themen waren, aber vielleicht gibt es ja so vier, fünf Scheidewege, Entscheidungen.

00:14:19: Ja, wie bei dir wirklich hängen geblieben sind, wo du gesagt hast, okay, das war wirklich krass.

00:14:24: Ja, ja, gerne.

00:14:25: Ich versuch's vielleicht so ein bisschen anhand der Phasen des Unternehmens zu strukturieren, damit man ja hinterherkommt, weil theoretisch könnte man da jetzt Teilstunden drüber reden.

00:14:37: Ich glaube, am Anfang, was wirklich gut gelaufen ist und was nicht viel besser hätte laufen können, weil wirklich, dass wir als Mitgründer komplementär waren.

00:14:48: Oskar als tiefer analytischen Menschen, werden Leo als technischen Menschen, werden Michael sehr extrovertierten Menschen, der sich dann um alles mit Kunden, Team etc.

00:14:57: gekümmert hat.

00:14:58: Oskar viel um Finance, Operations und andere Sachen.

00:15:02: Und dadurch, dass wir viel vorab mit Kunden gesprochen haben, haben wir ziemlich schnell Product Market fit erreicht, also nach circa einem halben Jahr oder einem Jahr die einjährige Vorbereitungsphase aus.

00:15:16: geklammert, hatten wir dann eine Software entwickelt, die es e-Commerce Kunden viel leichter macht, ihre Logistik auszulagern und wir hatten auch also technische Anmennungen zu Shops wie Shopify und und und WoCommerce und anderen Systemen und wir hatten auch ein Warehouse Management System also auf deutschen Lagerverwaltungssystemen entwickelt, was wir im Lager einsetzen konnten um bestimmte Anforderungen für diese Marken einfach effizienter als die Konkurrenz abzuwickeln.

00:15:47: Das hat alles sehr, sehr gut funktioniert.

00:15:49: Dann haben wir aber mit diesem Product Market Fit und auch sehr früher VC-Finanzierung von Picos Capital, Early Bird und später auch amerikanischen Investoren wie Tiger Global, haben wir extrem schnell das Gas voll durchgedrückt und auf Hyper Growth geschalten.

00:16:05: Wir hatten im ersten Jahr schon, glaube ich, fünfzehn, zwanzig Mitarbeiter.

00:16:11: Und dann bist du plötzlich nur noch am People-Management und weniger an der Produktentwicklung dran.

00:16:20: Zeit mit Kunden haben wir schon auch immer noch viel verbracht.

00:16:23: Aber du bist auf einmal komplett eingespannt in einem Kalender von früh bis spät abends.

00:16:31: Also wir mussten echt im zweiten Jahr da eine Regel einführen, dass keine Meetings nach dreiundzwanzig Uhr.

00:16:38: gescheduled werden, weil wir teilweise Meetings bis Mitternacht oder ein Uhr morgens hatten.

00:16:42: Und dann um ein Uhr morgens öffnest du deine E-Mails und denkst ja, fuck, jetzt muss ich hier nochmal, nochmal ein, zwei Stunden E-Mails beantworten.

00:16:52: Und da verliert man dann natürlich ein bisschen den Fokus des Produktes, gut weiterzuentwickeln.

00:16:57: Und man verliert auch die Kapitaleffizienz als Unternehmen, der man so viel gleichzeitig macht.

00:17:02: Das war damals strategisch schon irgendwie richtig und mit unseren, wie sie es auch, abgesprochen, dass wir viele Leute aufbauen und alles versuchen, was man im sales- und marketing-Bereichheit so versuchen kann.

00:17:14: Damals gab es Kapital ohne Ende, es war noch die quasi low-interest-rate environment, die dann dazu geführt hat, dass alle so viel investieren wie möglich und versuchen, Marktanteile zu gewinnen.

00:17:28: Das haben wir aggressiv mitgespielt, wahrscheinlich auch... ziemlich gut oder weit vorne dabei.

00:17:35: Aber haben dann auch gemerkt, zwei, drei Jahre später, als wir so, zwei und so, zweite Hälfte, einundzwanzig, zweiundzwanzig nach der Series A Finanzierung, dass wir nicht mehr wirklich effizient sind, wenn du irgendwie Leute onboardest, die dann drei Monate später als Manager andere Leute onboarden, aber selbst das Produkt noch nicht ganz verstehen.

00:17:58: Natürlich ist dann deine Kundenbetreuung und natürlich ... ... sind deine Sees Gespräche nicht mehr so effizient.

00:18:05: Dazu hat sich dann das Kapitalumfeld geändert.

00:18:07: Also die Zeit von Free Venture Capital war vorbei.

00:18:14: Es gab wieder einen gesunden Wachstum auf Fokus auf Profitabilität.

00:18:19: Ja, und dann mussten wir da umsteuern.

00:18:21: Wir haben innerhalb von Wochen recht dramatische Wochen, weil dann ist die Frage wie.

00:18:26: Steuerst du jetzt das Budget und was ist eigentlich die Annahme für die Bewertung der nächsten, der nächsten Finanzierungsrunde, verbrennt irgendwie viele hunderttausend oder auch über eine Million im Monat.

00:18:36: Innerhalb von Wochen alles umgestellt, von reinem Wachstum auf Kapitaleffizienz, wirklich alle Sales und Marketing Ausgaben hinterfragt und nur noch die Kanäle bespielt, wo wir Daten und Überzeugungen hatten, dass da wirklich für jeden Euro auch, jeden Euro Ausgabe auch proportional Umsatz dabei rumkommt

00:18:57: und unschönere Personalgespräche.

00:18:59: Ja, definitiv.

00:19:01: Zwischendurch mussten wir auch Hiring einstellen und punktuell, gerade bei den ganz wachstumsorientierten Rollen, auch Leute rausnehmen.

00:19:08: Gott sei Dank, weil wir früher gegengesteuert haben, nie so einen, so einen Mass-Layoff wie andere Firmen, das dann durchlaufen mussten.

00:19:18: Wir haben dann, glaube ich, ausreichend früh und diszipliniert.

00:19:24: gemanagt, um das Team auch dabei zu halten.

00:19:28: Aber es war ein kompletter Strategie-Schwenk und das war eine relativ krass Erfahrung.

00:19:34: Du versuchst als Kunde erst mal noch mehr zu arbeiten und einfach das irgendwie durch deine Zeit und Energie zu kompensieren.

00:19:41: Aber wenn du es schon sechs Tage Woche in Arbeit bist, dann ist der Hebel beschränkt und irgendwann hast du halt auch physische Grenzen.

00:19:48: Was ich da gelernt habe, ist einfach einen eisernen Fokus zu setzen auf zwei, maximal drei Kennzahlen, die kontinuierlich ins Team zu kommunizieren, jede Woche zu hinterfragen, ob man Fortschritt macht oder nicht.

00:20:03: Und wenn man das Gefühl hat, dass man nah am Reichen einer Kennzer dran ist, dann kann man das Ziel auch wieder ändern oder weiterentwickeln, aber quasi einfach eisernen Fokus eingeführt.

00:20:14: Welche Kennzeilen waren das bei euch?

00:20:16: Das war dann Series A, war quasi durch oder?

00:20:18: Genau, genau.

00:20:19: Das davor ging es nur um quasi Gross Revenue.

00:20:23: Wachstum, danach ging es um Net Revenue, also das, was bei uns hängen bleibt und nicht irgendwie an Partner rausgeht.

00:20:31: Wir hatten nicht nur die Software, sondern auch Logistikpartner, die quasi beim Abwickeln von diesen e-commerce-Logistik-Prozessen uns helfen.

00:20:40: Dann haben wir umprügesiert auf Net Revenue, später dann ... Als wir da Überblick hatten auf quasi Gross Profit Marge, wo man auch dann noch mehr Payroll-Kosten mit reinrechnet.

00:20:51: Und die internationale Expansion haben wir erst mal auf Eis gelegt, eine Zeit lang, weil klar war, dass die Payback-Periode auf einem Investment in einem neuen Markt deutlich länger als der Runway ist.

00:21:04: Also wenn du circa ein Jahr oder auch weniger Runway hast, dann machst du nicht ein Investment.

00:21:11: was eine Paybackperiode von eineinhalb Jahren hat.

00:21:14: Und diese Maßnahmen haben dann auch gezogen.

00:21:17: Wir haben uns da auch einfach voll operativ reingeworfen.

00:21:21: Ich hab viel Zeit im Schützenkram, sag ich mal, verbracht.

00:21:26: Bei uns werden noch eigene Lager und bei Mittelständlern, die Partnerlager geführt haben, sehr viel Zeit im Lager verbracht, kontinuierlich überkommentiert mit dem Team, damit alle Kontext haben, was ja gerade ... was gerade passiert und warum wir jetzt die Strategie ändern.

00:21:44: Und ja, dann hat sich das aber circa nach einem halben Jahr auch gut in den Zeilen niedergeschlagen.

00:21:49: Zweiundzwanzig war immer noch taf.

00:21:52: Und dann waren wir aber dreiundzwanzig auf einem sehr gesunden Niveau von Kapitaleffizienz, konnten auch die internationale Expansion wieder weitertreiben, hatten gute ... gute Unterstützung von den Investoren und auch quasi Überzeugung, dass wir die Bewertung weiter nach oben bekommen und nicht da irgendwie einen radikalen Herkart in der Bewertung hinnehmen müssen.

00:22:19: Und dann war er vierundzwanzig tatsächlich das beste Jahr überhaupt.

00:22:22: Also wir wachsen immer noch zwei bis drei Mal hier, ober hier, aber mittlerweile halt mit einem profitablen Kern und in Deutschland auch.

00:22:31: na sehr.

00:22:31: ... sehr klaren Marktführer-Positionen ... ... und können jetzt weiter investieren ... ... in die nationale Expansion.

00:22:38: Ich

00:22:38: glaube, da waren ... ... ich spring noch mal an den Anfang zu.

00:22:40: Ja, weil ich glaube, da war eine ganz wichtige Lehre ... ... herbei, glaube ich, auch für Gründer.

00:22:44: Das haben wir auch gelernt.

00:22:47: Du musst halt mit deinem Thema auch raus, ne?

00:22:49: Und ... ... iterieren ... ... mit dem Kunden zusammen ... ... und nicht im stehenden Kämmerlein ... ... irgendwie auf Basis irgendwelcher ... ... theoretischen Marktreports ... ... was ... ... superfertiges bauen.

00:22:59: Ja.

00:22:59: Und dann ... Scharf schalten und dann wartest du drauf, dass deine Kunden kommen.

00:23:03: Ja, ich glaube, das ist schon ein Riesenerfolgsfaktor.

00:23:06: Also früher auf dem Weg zum Product Market Fit etariieren.

00:23:09: Auf jeden Fall.

00:23:12: So für sich ja bei der Weiterrichtung irgendwie Marktrecherchen lohnen so wichtig ist, auch dann einfach anzufangen und mit Kunden zu etariieren und die Features mit realem Feedback zu bauen.

00:23:25: Also lieber, lieber mit einem Unperfekten.

00:23:29: Produkt und drei bis fünf

00:23:31: Kunden

00:23:31: starten, als aufs perfekte Produkt zu warten und dann zu denken, jetzt kriegst du auf einmal zwanzig oder fünfzig Kunden.

00:23:39: Das funktioniert noch mal nicht.

00:23:44: Du übersiehst noch mal immer die Komplexität, die das reale Leben und die deine Kundenbeziehung haben, dementsprechend ja loszulegen, ist ab einem gewissen Punkt entscheidend

00:23:54: bestanden.

00:23:56: Du bist jetzt heute noch Gesellschafter bei Hive.

00:23:59: quasi Strukturen gebaut, dass du jetzt nicht mehr sechs Tage die Woche bis nach der drei arbeiten musst.

00:24:04: Ja.

00:24:05: Was waren da so die, ich sag jetzt mal, wir sind jetzt so bei dreiundzwanzig ungefähr stehen geblieben.

00:24:09: Ich weiß nicht, wie viele Leute wart ihr dann, zwanzig, dreiundzwanzig?

00:24:12: Da waren wir wahrscheinlich so über zweihundert, um die dreihundert.

00:24:17: an vierundzwanzig, zweihundert, zweihundert, fünfzig, vierundzwanzig sind wir, glaube ich, auf über dreihundert.

00:24:24: Und genau, gegen Ende vierundzwanzig hatten wir dann auch eine sehr gute C-Level und WP-Ebene aufgebaut, sehr stabile Managementstrukturen, sodass ich das erste Mal die Option hatte, mich aus dem Operativen zurückzuziehen und tatsächlich mich dann auch entschieden habe, meine operativen Verantwortung komplett zu übergeben.

00:24:43: Wir haben unseren CEO mit so einem Geschäfts-Story gemacht, zusammen mit Oscar.

00:24:47: Und genau das war erst ab diesem Zeitpunkt

00:24:51: möglich.

00:24:52: Und habt ihr die externen geheiert oder habt ihr die irgendwie intern aufgebaut, die Primärälfte?

00:24:56: Primer

00:24:57: intern aufgebaut, auch hier viele schmerzhafte Learnings.

00:25:00: Also, wir haben beides probiert.

00:25:03: Wir haben auch mal sehr teure Vice Presidents von irgendwelchen großen Firmen wie Amazon, Shopify oder anderen Technologiefilmen rekrutiert.

00:25:15: Da denkt man dann mit zehn Jahren Erfahrung und irgendwie zweihunderttausend Gehalt müssten sehr die Probleme besser lösen als andere.

00:25:23: Das hat sich oft als falsch heraus.

00:25:25: gestellt.

00:25:26: also da haben wir auch ein paar leute ziemlich schnell ziemlich schnell wieder kündigen müssen und fahren eigentlich insgesamt mit dem aufbau von internen talenten besser.

00:25:36: Es kostet natürlich zeit und es kostet auch viel aufmerksamkeit.

00:25:39: also wir haben starke interne learning und development programme jetzt.

00:25:45: Wir bringen den leuten verhandlungen bei.

00:25:46: wir bringen den leuten finanzie modeling bei.

00:25:50: wir bringen viele sachen bei die sehr einfach wenn sie gerade aus der uni oder nur ein Jahr chopperfahrung.

00:25:55: nicht haben können.

00:25:57: Aber das macht sich oft bezahlt, weil die Leute verstehen das Unternehmen im Detail, haben den richtigen Kontext, sind Teil der Kultur und sehen es nicht nur als die vierte lederische Rolle und versuchen, Copy-Paste die Learnings aus den drei Feuerringen Unternehmen zu übertragen.

00:26:15: Ich glaube, da sind oft auch die VC-Tipps ziemlich gefährlich, dass man möglichst früh da diese New Yorksten Leute heiert.

00:26:23: Die WCs denken sich, ja, dann haben wir tolle Logos und es ist gute Signalling und die können dann die Strukturen aufbauen, die die Gründe vielleicht noch nicht kennen.

00:26:33: Manchmal funktioniert es, aber oft gibt es dann auch eigentlich ein kulturellen Clash oder ein Verlust von Effizienz.

00:26:38: Es

00:26:38: ist schön, dass du in die Richtung gehst, weil da wollte ich auch deine Meinung tatsächlich hören, weil wir haben auch schon Erfahrungen mit, sagen wir, externen Leitenden als Personen gemacht, die nicht positiv waren, natürlich im viel kleineren Stil.

00:26:52: Ich sehe das auch tatsächlich in Private Equity-Umfeld sehr, sehr oft, dass man irgendwo eine Nicht-niss-Spanal fürs Unternehmen hat.

00:26:58: Ja, und dann holt man sich irgendeinen CFO, der eine vierzig Jahre Erfahrung hat, das dann im Vorstellungsgespräch auch super gut transportiert, als er die Erfahrung hat.

00:27:07: Ja.

00:27:07: Und dann merkt er, dass er trotzdem nichts auf die Kette kriegt.

00:27:10: Ja, absolut.

00:27:11: Ich habe mehr, um ehrlich zu sein, ich habe mehr Fälle gesehen, wo so Executive, Hiring, Seniorepersonen in junge Unternehmen ... oder in instabiler Unternehmen, wenn der Private Equity Case noch wirklich viel in der Value Creation gerade im Aufbau ist und noch nicht klar ist, habe ich mehr Fälle scheitern sehen als ... als erfolgreiche Fälle.

00:27:34: Der Traumkandidat wäre immer jemand, der schon ... ... vierzig Jahre ist und das schon dreimal gemacht hat, aber dazu noch die mentale Flexibilität von dem ... ... von dem Vierundzwanzigjährigen hat.

00:27:45: Aber diese Leute sind extrem rar, ja?

00:27:48: Also wir haben das ... Zwei mal vielleicht gefunden und drei vier mal haben wir uns... ...verschätzt.

00:27:57: Und wenn man intern, ich sag mal, Rising Stars hat, dann ist jede Stunde, die man da ins Training, ins Mentoring investiert, normal.

00:28:05: eine gute Stunde, gute investierte Stunde, auch wenn sich's nach viel Zeit anführt.

00:28:10: Aber es glaubst du, ist der Grund dafür, glaubst du, dass jedes Unternehmen einfach so individuell ist, dass das... selbst die erfahrensten ja heute dann da nicht durchdringen?

00:28:18: oder ist es tatsächlich die mentale flexibilität oder was?

00:28:21: was kann man da ja aus ableiten jetzt als investor auch wenn man solche profile sucht?

00:28:25: ja spannende frage.

00:28:27: ich würde jetzt nicht für mich beansprungen dass ich die perfekte antwort habe aber ich glaube mentale flexibilität ist ein großer teil.

00:28:33: leute tendieren dazu unsicherheit oder oder oder ja das lern von ganz neuen Dinge zu minimieren, wenn sie sich schon auf was verlassen können, in Anführungsstrichen verlassen können, was sie in der Vergangenheit gelernt haben.

00:28:51: Also ich glaube, das ist einfach eine persönliche Eigenschaft, die viele Menschen haben, manche aber nicht, und dann kann es auch funktionieren.

00:28:58: Jetzt im Organisations-Kontext, also woauf kann man achten als Investor, ich glaube, man muss sich einfach bewusst sein, dass eine Best Practice in einer bestimmten Funktion, ob das jetzt Finance oder sales in Marketing ist, immer kontextualisiert werden muss in die Phase von einem Unternehmen.

00:29:17: Und ob das jetzt die Finanzierungsphase ist bei einem Start-up of Seedstage oder Series B oder ob das in einem Private Equity Unternehmen kurz nach der Transaktion ist oder später, wenn man schon einen großen Teil der Value Creation-Initiativen umgesetzt hat und vielleicht nur noch weitere Addons integriert und irgendwie auf bestehenden Strukturen aufbaut.

00:29:39: Das sind grundsätzliche unterschiedliche Anforderungen.

00:29:42: Da kann man nicht Copy-Paste sagen, ich hab hier den Sales & Marketing, Gott.

00:29:46: Und der wird es jetzt genauso hier umsetzen, das ist einfach zu vereinfacht.

00:29:51: Ja, ich find den super spannendes Thema, aber wie gesagt, ich seh es auch in der Praxis öfter, dass es scheitert.

00:29:58: Wenn du intern starke Leute hast, dann klappt's irgendwie doch, zeigt das aber bei uns.

00:30:02: Also wir sind auch viel mehr drauf und dran, jetzt die internen Leute quasi dann zu den zukünftigen AMDs zu machen.

00:30:08: Ja,

00:30:08: stark.

00:30:10: Klar, das dauert halt Zeit, ne?

00:30:11: Kannst du nicht schnell ein Führungsteam reinziehen und dann sind alle Probleme gelöst.

00:30:15: Aber das ist, glaub ich, oft die Illusion der Investoren tatsächlich unterhalten.

00:30:19: Ja, und ich glaube, das ist oft am Menschen quasi vorbei, der gesündere Pfad ist, die Leute aufzubauen.

00:30:27: Und ja, dann dauert's halt mal ein Jahr länger.

00:30:29: Und natürlich passiert dann auch mein Fehler, wenn jemand die Sache noch nicht zehnmal gemacht hat, beim zweiten mal macht dann auch ein Fehler.

00:30:37: Aber wenn's eine gute Person ist und man ... Mentor hat auch beim dritten, vierten Mal wird das schon checken.

00:30:42: Sonst ist es auch kein Kandidat für eine Führungsposition, ja, dann entweder raus aus dem Unternehmen oder halt auf der gleichen Rolle weitermachen, wenn man, wenn er da gute Arbeit leistet.

00:30:54: Verstanden, ja.

00:30:56: Jetzt seid ihr ja einen klassischen VC-Backed Unternehmen, der ja relativ viel Wachstum auch ermöglicht wurde, um ... Und sagen wir durch durch das Geld, was wir am Außen reingekamen

00:31:05: definitiv ist jetzt

00:31:06: logischerweise nicht der einzige Weg zu gründen.

00:31:11: Was gibt es für Alternativen aus deiner Sicht?

00:31:13: Ja, ja, teile ich gerne in Baget Angen zu.

00:31:16: Da ich mich jetzt als Engine-Western im kleinen Stil auch bei anderen Gründern, die gerade erst loslegen, beteilige, denke ich, da viel darüber nach.

00:31:24: Was ist eigentlich der richtige Pfad?

00:31:26: Jetzt aus unserer Perspektive mit.

00:31:29: Hive war der Besiebfahrt der Richtige, weil wir mussten komplexes Produkt vorab entwickeln.

00:31:36: Wir mussten viel investieren und es ist in dem Markt, in dem man mit gar keinen Effekten einfach profitabler wird, sodass wir auch einen gewissen Marktanteil brauchen, um eine wirklich, wirklich geile Firma zu sein.

00:31:49: und für mich persönlich mit irgendwie, die dreiundzwanzig, vierundzwanzig Energie ohne Ende.

00:31:54: Ich hatte damals keine Beziehungen.

00:31:55: Ich hatte Fast keine Hobbys.

00:31:59: Ich habe einfach nur gearbeitet.

00:32:01: War das auch vollkommen fein und auch der richtige Pfad.

00:32:04: Also das würde ich nochmal so machen.

00:32:05: Jetzt überlege ich viel für andere Leute, die gerade an die Startlinie gehen wollen.

00:32:10: Was ist eigentlich das richtige Modell?

00:32:12: Es gibt natürlich jetzt gerade viel Momentum im Thema Unternehmertum durch Nachfolge, was sicherlich für viele Leute auch der richtige Pfad sein kann.

00:32:25: Und es gibt Modelle, wo man entweder ohne Investoren als Bootstrapped-Firma oder mit kleineren Investoren als sogenannte Seedstrapped-Firma.

00:32:36: Das ist jetzt eher ein neueres Konzept, was ich seit ein, zwei Jahren verbreite.

00:32:41: Entwickelt sich gerade mittlerweile in den USA verbreiteter.

00:32:44: Und ich sehe jetzt auch in Deutschland einige ganz frühfasige Finanzierungsrunden.

00:32:51: Die vielleicht erkläre ich das kurz.

00:32:53: Das wäre so ein Pfad in der Mitte zwischen Bootstrapped und dem, dem, dem, dem normalen Visip-Fahrt.

00:33:02: Die Idee ist, dass man nur ein oder zwei sehr frühfasige Finanzierungsrunden macht, beispielsweise eine Million aufnimmt auf einer Bewertung von ja irgendwas zwischen fünf bis zwanzig Millionen eher, wenn man zum ersten Mal gründet und jetzt noch nicht das krasse Profil hat, dann wahrscheinlich eher so um die fünf Millionen.

00:33:22: Bewertungen, d.h.

00:33:23: man gibt dann zwanzig Prozent der Anteile ab.

00:33:26: Versuch dann aber schon möglichst schnell mit dem ersten Produkt auch Profitabilität zu erreichen, statt die ganze Zeit so viel in Wachstum zu investieren, dass man durchgehen unprofitabel ist.

00:33:40: Das Modell ist jetzt, glaube ich, aus zwei Gründen gerade spannend oder kriegt mehr Rückenwind, weil A. Die Entwicklung von Software wird günstiger durch AI, d.h.

00:33:52: schneller.

00:33:52: Man kann genau, man kann mit zwei, drei Leuten einfach ein Produkt entwickeln, was früher ein Team von zehn bis fünfzehn Leuten gebraucht hat.

00:34:00: Und B, ich glaube, es gibt auch mittlerweile die ersten europäischen Gründer, die auf dem Visip-Fahrt verbrannt wurden und sich sagen, okay, ich habe so viel Risiko aufgenommen durch die Visi-Erwartung, für Visi ist immer alles oder nichts.

00:34:15: Also einer von zehn Unternehmen, eins von zehn oder zwanzig Unternehmen im Portfolio muss halt eine Milliardenbewertung erreichen und die anderen Werden quasi abgeschrieben.

00:34:24: Als Gründer ist es aber nicht deiner Risikoberechnung, da hast du ein Unternehmen und da wärst du vielleicht auch... Du

00:34:30: hast den Zweifel, ja?

00:34:31: ...wer

00:34:32: sagt genau und da wärst du vielleicht, wenn das Unternehmen dann mal hundert, zweieinhalb, dreihundert Millionen wert ist, schon für dich finanziell eigentlich absolut in einem Bereich, wo du dann ein Ziel erreicht hast.

00:34:43: Kannst aber das Risiko nicht rausnehmen, weil du hast nicht mehr die Mehrheit, du hast einen hohen Birnen.

00:34:48: die, wie sie es wollen, noch mehr Marktanteile gewinnen und muss quasi immer weitermachen.

00:34:52: Ich glaube, da gibt es mittlerweile in Europa einfach mehr Gründer, die das schon erlebt haben und das skeptisch sind, sodass der Seedstrap-Fahrt, wo man nur ein oder zwei Finanzierungshunden macht, aber die Mehrheit behält, dann versucht, in den ersten ein, zwei Jahren Profitabilität zu erreichen und danach eher organisch weiter wächst.

00:35:09: Natürlich, wenn man wachsen und man kann auch da über längere Zeit, dauert dann halt eher.

00:35:15: ... zehn bis fünfzehn Jahre statt, fünf, sechs, sieben Jahre, ... ... kann man auch eine sehr große Firma aufbauen.

00:35:20: Ich glaube, das ist ein Mittelfahrt, der sich gerade ... ... entwickelt und der spannend sein kann.

00:35:26: Das heißt aber, ... ... der Vater gibt sich ja, weil du gerade meintest, ... ... dass Softwareentwicklung einfach ... ... vom Doing her anders wird, ... ... und auch von der Gesamtlichkeit, ... ... und von der Komplizität her anders wird, ... ... und einfach günstiger wird.

00:35:38: Das heißt ja, umgekehrt, dass eigentlich ... ... das Geschäftsmodell oder das, was ich mache, ... meine Finanzierungsart beeinflusst.

00:35:46: Andja, habt das meine Finanzierungsart unter Umständen, meinen unternehmerischen Weg beeinflusst?

00:35:51: Oder

00:35:52: ist das... Ich glaube, wir beide so leider... Ich glaube, wir beide, das ist richtig.

00:35:55: Also für manche Geschäftsmodelle, die ambitioniert sind, viel vorab Investitionen brauchen so, da brauchst du einfach Kapital.

00:36:04: Und deswegen ist das für viele, manche sind so teuer oder so ein krasser Kampf um Market Leadership.

00:36:13: Winner.

00:36:14: takes all oder winner takes most.

00:36:15: dynamiken da macht er volle wie siebt hat immer immer noch sinn.

00:36:20: also ich glaube in die richtung gibt's abhängigkeiten und an der andere fahrt das also investoren die handlungsfreiheit beeinflussen das ist genauso wichtig.

00:36:34: also es einfach ein komplexes zwischenspiel.

00:36:36: ich glaube wenn man Gründen will muss man sich erstmal überlegen was ist eigentlich das ideale outkampf für mich?

00:36:43: ja also will ich das mein Leben lang machen oder will ich das fünf Jahre machen oder zehn oder fünfzehn.

00:36:49: Auch das ist ein großer Unterschied, um X Betrag, um X Millionen zu erreichen als finanzielle Freiheit.

00:36:58: Und was sind, was bedeutet finanzielle Freiheit im Trade-off mit Freiheit von Zeit, Selbstbestimmtheit und gegebenenfalls Pflichten, die man natürlich aufnimmt, wenn man Investoren hat.

00:37:11: Ich glaube, das sollte man sich mal ... zuerst überlegen, was ist das ideale Outcome, dann beim Geschäftsmodell muss man sich fragen, wie viel Geld brauch ich eigentlich?

00:37:19: Ich glaube, diese Frage wurde, als wir gegründet haben, zwanzig, zwanzig, einundzwanzig, die wurde einfach vergessen.

00:37:25: Also, wie viel Geld brauch ich eigentlich, um an ein gewisses Ziel zu kommen?

00:37:28: Es war so viel Geld da, das man gesagt hat, wie viel kann ich aufnehmen?

00:37:33: Und das sehe ich jetzt gerade mit den AI-Dynamiken wieder.

00:37:36: Also, wir haben gerade wieder... komplett absurde Bewertungen.

00:37:41: Der Markt ist schon wieder sehr, sehr heiß gelaufen.

00:37:44: Und es gibt Unternehmen, die machen zwei, drei Finanzierungsrunden in einem Jahr, bevor sie das Geld von der ersten Finanzierungsrunde ganz ausgegeben haben.

00:37:52: Und ich glaube, das sollte man einfach hinterfragen.

00:37:54: Was ist das Ziel und was brauche ich, um da hinzukommen?

00:37:57: Für Software, Softwareplace, Techplace kann weiterhin wie Sie-Finanzierung oder Seedstrapped als quasi Mittelpfad Sinn machen.

00:38:05: Für viele andere Geschäftsmodelle ob das jetzt eine Agentur ist oder ich glaube heutzutage auch eigentlich attraktiv für viele Gründerprofile, einfach ein Dienstleistungsunternehmen.

00:38:15: Es gibt auch im Bereich Handwerk Neugründungen, es gibt da konstante Nachfrage.

00:38:20: Man kann auch damit Millionär werden, wenn man die Geduld mitbringt, braucht man vielleicht gar kein Kapital.

00:38:29: Also da leit man sich vielleicht zwanzigtausende Euro irgendwo, um loszulegen.

00:38:35: Und ... behält seine Autonomie komplett, indem man kein Investor hat.

00:38:40: Das ist noch ein gutes Stichwort, weil, wenn du vorhin auch viel über Freiheit und so gesprochen hast, bin ich als VC-Backed-Unternehmen, bin ich freier als Unternehmer oder bin ich es nicht am Ende?

00:38:51: Ich glaube, die allermeisten VC-Backed-Unternehmer sind nicht wirklich frei, weil sie in ihren Shareholder-Agreements, also in den Gesellschaftaverträgen, irgendeine Art von Control-Terms, Mindestens mein Westing, das ist auch normal, das macht auch Sinn.

00:39:10: Aber normalerweise auch Control-Terms und Governance-Strukturen haben, wie das gewisse Beträge mal mindestens vom Board Approval-Pflichtig sind, die man ausgeben will, gewisse Highers über eine Gehaltsschwelle sind.

00:39:21: Normaler Approval-Pflichtig macht ja auch Sinn aus Investoren sich, also ich bin da gar nicht dagegen, aber darüber muss man sich als Unternehmer bewusst sein.

00:39:30: Und ja, viele Gründer könnten letztendlich auch ausgetauscht werden.

00:39:35: von ihren Investoren.

00:39:36: Also da ist, glaube ich, von außen sind viele Unternehmer nicht so frei, wie man denkt.

00:39:42: Das ist aber, um ganz ehrlich zu sein, im Nachfolge- und LP-Kontext, wenn man jetzt Unternehmen akquiriert und dafür für externes Kapital aufnimmt, nicht unbedingt besser.

00:39:57: Es ist eine weniger extreme... Dynamik alles oder nichts, also es ist ein anderes Risiko, Rendite-Profil.

00:40:04: Aber auch viele der Leute, die jetzt Roll-ups machen, bei den Bildkonzepten machen, sind eigentlich von den LPs abhängig.

00:40:13: Auch ein einzelner Search-Fund-Investor ist natürlich davon abhängig, dass die Search-Fund-Investoren dann auch die Transaktionen durchfinanzieren.

00:40:20: Und wenn jemand ganz, ganz, ganz freiheitsorientiert ist und nicht mehr, ich sag mal, Anläufe da machen wir, sondern einfach ein Unternehmen starten will, das im Idealfall ganz langfristig das ganze Leben lang aufbauen will.

00:40:36: Warum dann nicht den langsameren Pfad ohne Kapital geben.

00:40:38: Also ich glaube, da haben wir einen falschen Hype, um diese investorenfinanzierten Modelle, die einen großen Hebel bringen, aber auch große Verpflichtungen.

00:40:49: Ja, weil ich denke da auch immer so ein bisschen an uns jetzt im kleinen Stil.

00:40:52: Ich mein, wenn uns jetzt jemand, weiß es ich, Ich sag's mal, der Lopitz, zwei Millionen in hinterm Blasen wird.

00:40:58: Ja, und könntest im Morgen auch mal irgendwie kurz viel mehr machen.

00:41:02: Ja,

00:41:02: klar.

00:41:03: Jetzt wahrscheinlich andere Möglichkeiten.

00:41:05: Ja.

00:41:05: Aber unsere persönliche Präferenz war halt zu sagen, ich hab eben niemanden mehr drüber sitzen.

00:41:10: Ja.

00:41:11: Wenn ich morgens in den Dusche geh und zehn Ideen hab, dann probier ich's ja halt aus.

00:41:14: Ja, absolut.

00:41:15: Ja, das

00:41:16: ist halt einfach rum und... Ja.

00:41:18: nimmst dafür ein Kauf, dass du halt vielleicht ein bisschen langsamer wächst.

00:41:21: Ja.

00:41:21: So gern wir also die Investoren sozusagen beraten und betreuen.

00:41:25: So ungern hätte ich sie jetzt gerne persönlich in meiner Umgebung.

00:41:28: Und da hast du sie so auf dem Freiheitsteam vorhin auch

00:41:31: am Gesundheitstast.

00:41:32: Ja.

00:41:32: Ja.

00:41:32: Ja.

00:41:32: Ja.

00:41:32: Ja.

00:41:32: Ja.

00:41:32: Ja.

00:41:32: Ja.

00:41:32: Ja.

00:41:33: Ja.

00:41:33: Ja.

00:41:33: Ja.

00:41:33: Ja.

00:41:33: Ja.

00:41:33: Ja.

00:41:33: Ja.

00:41:33: Ja.

00:41:33: Ja.

00:41:34: Ja.

00:41:34: Ja.

00:41:34: Ja.

00:41:34: Ja.

00:41:34: Ja.

00:41:34: Ja.

00:41:34: Ja.

00:41:34: Ja.

00:41:34: Ja.

00:41:34: Ja.

00:41:34: Ja.

00:41:34: Ja.

00:41:34: Ja.

00:41:34: Ja.

00:41:35: Ja.

00:41:35: Ja.

00:41:35: Ja.

00:41:35: Ja.

00:41:35: Ja.

00:41:35: Ja.

00:41:35: Ja.

00:41:35: Ja.

00:41:36: Ja.

00:41:36: Ja.

00:41:36: Ja.

00:41:36: Ja.

00:41:36: Ja.

00:41:37: Ja.

00:41:37: Ja.

00:41:37: Ja.

00:41:37: Ja.

00:41:37: Ja.

00:41:37: Ja.

00:41:37: Ja.

00:41:37: Ja.

00:41:37: Ja.

00:41:37: Ja.

00:41:37: Ja.

00:41:37: Ja.

00:41:39: Ja.

00:41:40: Ja.

00:41:40: Ja.

00:41:40: Ja.

00:41:40: Ja.

00:41:41: Ja.

00:41:41: Ja.

00:41:41: Ja.

00:41:41: Ja.

00:41:41: Ja.

00:41:42: Ja.

00:41:43: Ja.

00:41:44: Ja.

00:41:44: Ja.

00:41:46: Ja.

00:41:46: Ja.

00:41:46: Ja.

00:41:47: Ja.

00:41:47: Ja.

00:41:48: würde das wieder, wieder so machen.

00:41:51: Gleichzeitig sehe ich viele Gründer und bin mir selbst unsicher, wenn ich jetzt noch mal starten würde, was der richtige Pfad ist.

00:42:00: Ich sehe recht viele Gründer, die gründen zum zweiten oder dritten Mal und sagen, okay, ich arbeite erst mal unabhängig.

00:42:08: Und wenn ich dann Fortschritt habe mit meinem Produkt, wenn ich erste Kunden habe, dann habe ich besseres Grad an Unabhängigkeit, kann auch besser.

00:42:18: verhandeln ja und kann gegebenenfalls mit nur ein oder zwei finanzierungsrunden.

00:42:24: Eben Kontrolle und Freiheit hochhalten und wenn man dann später merkt okay jetzt geht es mir zu langsam.

00:42:31: das auch etwas was ich als persönlich kaltes eigenschaft habe ich genauso wie das freies beschrieben habe ich eine ungeduld.

00:42:37: also ich habe einfach Bock viel schnell zu erreichen.

00:42:39: und wenn man dafür kapital braucht dann kann es immer noch Sinn machen.

00:42:42: Das durch zu finanzieren und dafür auch ein bisschen Kontrolle abzugeben.

00:42:46: also das ist glaube ich.

00:42:47: etwas, was man immer individuell, individuell betrachten sollte.

00:42:51: Aber deine Überlegungen machen, glaub ich, Sinn.

00:42:55: Nur weil du mit zwei Millionen mal eben schneller wachsen kannst, heißt es nicht, dass du als Gründer dich dann besser oder zufriedener fühlst und für dich selbst mehr, mehr erreichst.

00:43:07: Es waren die coolste Zeit für dich, als ihr irgendwie zehn, fünfzehn Leute wart, oder?

00:43:11: Ja, ich glaube

00:43:12: ... Warte.

00:43:14: Zwei Phasen fand ich am besten.

00:43:16: Am Geist war wirklich die ganz frühe Phase, so mit einem Team, ich sag mal, grüße Fußballmannschaft.

00:43:25: Passt noch an einen langen Tisch, kann man noch zusammen irgendwie dinnern gehen.

00:43:31: und Freitagabend waren wir auf dem Büro und haben dann noch Bierpong gespielt und hatten einfach eine, ja wirklich so eine Sportsmannschaft Stimmung.

00:43:42: Das war total geil, man kannte alle persönlich, alle hatten guten Kontext, alle wussten, was gerade die Ziel- und Herausforderungen sind.

00:43:50: Man musste nicht indirekt über ein All-Hands und anderes kommunizieren, sondern konnte einfach alle Leute direkt ansprechen.

00:43:59: Das war total, ja, wirklich total schön.

00:44:03: Haben auch alle kontinuierlich bis zehn, elf, zwölf Uhr gearbeitet.

00:44:07: Wir gründer oft bis ein, zwei Uhr morgens.

00:44:09: Später hast du Spezialistenrollen.

00:44:11: Du hast ein bisschen ältere Leute im Unternehmen.

00:44:14: Da ist es auch normal, dass sich dann nicht mehr alle um FOM Euro befinden.

00:44:19: Genau, das war die beste Phase.

00:44:20: Und dann hatte ich tatsächlich noch mal später, in der sehr, sehr schöne Phase, da ging, also waren wir wieder auf einem sehr gesunden Wachstumspart, haben uns entschieden, den UK-Markt aufzubauen.

00:44:32: Und dann bin ich von Berlin nach London gezogen und hab dort noch mal von Null das lokale Team aufgebaut.

00:44:38: Mit all den Learnings aus der Vergangenheit.

00:44:41: Wie erreicht man eine hohe Talent-Density, worauf achtet man im Hiring?

00:44:45: Wie baut man die Strukturen im Sales und Marketing auf?

00:44:50: Das war tatsächlich noch mal eine extrem geile Zeit und etwas, was ich wieder so machen würde.

00:44:58: Also praktisch schon die frühen Jahre dann von so einer... Ja,

00:45:01: die frühen Jahre, genau.

00:45:02: Und dann später auf jeden Fall später in den UK, was dann noch mal quasi... Frühe Markterfahrung, ich glaube ihr seid ja auch in den USA aktiv.

00:45:11: Ich glaube, wenn du jetzt in die USA gehen würdest und die ersten Beute anstehen würdest, dann würdest du dich nochmal wie quasi den early stage Gründer fühlen und das kann.

00:45:20: Kann viel Spaß machen.

00:45:21: Ich hab mich da im Juli in Los Angeles gefühlt, wie bei den ersten ein zwei Business Development Terminen, die ich vor vier Jahren hatte.

00:45:29: Das war schon so Schulboop-Vibes, die ist da wieder.

00:45:32: Ja, macht doch irgendwie Spaß oder Neues, entdecken ganz andere Fragen in dem Markt, den man nicht kennt.

00:45:39: Auch demütig rangehen und irgendwo selbst hinterfragen und zu sagen, jetzt schauen wir mal, ob das so funktioniert.

00:45:43: Das ist schon eine schöne Zeit.

00:45:46: Ein Thema würde ich gerne noch anschneiden mit dir durch das Foreign-Event Entrepreneurship Through Acquisition.

00:45:52: Das ist ja jetzt der, ich würde es jetzt mal Flapsig ausdrücken, ist ja der neueste Schrei.

00:45:57: Und irgendwie auf, ich sage es nochmal, Flapsig einfach ein Weg, Unternehmer zu werden.

00:46:03: Es sagt immer noch, eine Gründung ist tausendmal härter, also hundert Prozent.

00:46:07: Aber es ist ja doch ein Weg, vielleicht sich unternehmerisch zu verwirklichen.

00:46:13: Da ist gerade sehr, sehr viel Momentum drin.

00:46:14: Du hast vorhin erst mal Search-Fans erwähnt.

00:46:17: Deutschland nimmt da jetzt, glaube ich, gerade richtig Fahrt auf.

00:46:20: Spanien ist ja in Europa so der Vorreiter, glaube ich, was Search-Fans zumindest angeht.

00:46:24: Absolut.

00:46:24: Die sprießen ja aus dem Boden.

00:46:25: Also ich habe gestern allein wieder, glaube ich, zwei LinkedIn-Posts gesehen.

00:46:28: Ja, wir kaufen Unternehmen.

00:46:29: Ja, wir haben uns entschieden, jetzt Nachfolgeunternehmer zu werden.

00:46:32: Erstens so ... Pärchen dann auch, also zur Gründer-Pärchen.

00:46:38: Also Momentum ist gut.

00:46:39: Ich finde das auch für die Weiterführung des Mittelstands in Deutschland irgendwie eine gute Geschichte.

00:46:44: Ich glaube, das ist auch nicht konträr zu einem Private Equity-Invester, weil die Ansätze einfach unterschiedlich sind.

00:46:50: Wie siehst du das ganze Thema?

00:46:51: Also positiv wie negativ.

00:46:53: Ja, sehr spannend.

00:46:54: Ich glaube sowohl sehr positive als auch sehr kritische Gedanken dazu.

00:46:59: Ich gucke mir das Thema intensiv an, gucke mir gerade auch im Detail eine Nachfolgesituation an, bei der ich mich beteiligen will und mittelfristig, da ich schon auch noch Hunger habe, noch mehr was zu starten, gucke ich mir auch den Bereich Roll-Ups an, also wirklich in der Branche mehrere Unternehmen aufzukaufen und dann im Idealfall durch technologische Hebel quasi die Unternehmen fitter, profitabler, wachstumsfähiger zu machen.

00:47:26: Ich glaube auf der positiven Seite ist es Ein reales Problem des Nachfolge-Problemen gibt ja die oft zitierten KfW-Statistiken mit ca.

00:47:37: zweihundert, glaubt zweihundert fünfzehntausend Unternehmen, die jetzt eigentlich zeitnah in Deutschland eine Nachfolgelösung brauchen.

00:47:45: Von denen sind zwar viele Unternehmen nicht wirklich gut und nicht wirklich ein geeigneter Nachfolgekandidat, aber sicherlich sind da ein paar tausend dabei, die die gute Substanz haben.

00:47:56: Und deswegen, also... glaube ich auch daran, dass ETA ein paar hundert oder vielleicht sogar ein paar tausend Leuten in der Dachregion den Weg ins Unternehmertum ermöglichen kann.

00:48:13: Darüber hinaus bin ich auch sehr optimistisch, dass der Grad der Digitalisierung im Mittelstand, ich habe es jetzt die letzten Monate schon viel angeschaut, aus neugierfühle Mittelständler besucht, mir potenzielle Nachfolge dies, im Detail angeguckt und der Garter Digitalisierung hängt noch extrem weit hinter den Möglichkeiten hinterher.

00:48:38: Wir haben und da steckt wirklich viel Potential, wenn.

00:48:42: wir haben nicht mal die SARS-Welle, Software-Service, im deutschen Mittelstand wirklich verdaut und adoptiert, sag ich mal.

00:48:50: Jetzt kommt die neue AI-Welle, ja, wo, ja klar, die Unternehmen haben ein paar Mitarbeiter, die Chatchi BT benutzen.

00:48:58: Aber vielmehr normalerweise nicht.

00:49:02: Also du kannst eigentlich mit konventionellen SaaS-Softwares, ob es jetzt ein CIM oder ein ERP ist, noch extrem viel erreichen.

00:49:10: Es gibt mittlerweile Abbranche-spezifische CIM-Systeme, ob es jetzt für produzierende Unternehmen oder für Handwerk ist.

00:49:19: Allein da hängt noch Potential.

00:49:21: Und dann kommt jetzt natürlich die AI-Welle, die ... Dokument Processing, also Erstellung von Angeboten, Erstellung von Rechnungen, Gegenprüfen von Influence auf dem Bank Statement oder Influence von Produkten von den Lieferanten, das dann wieder gegencheckt.

00:49:39: Da kommt also noch eine Welle, die man adoptieren kann.

00:49:43: Da bin ich sehr optimistisch und ich glaube, da wird es auch schöner Volksgeschichten geben.

00:49:46: Ich bin ganz kurz in der KI-Diskussion, hatte ich so im Hinterkopf, vielleicht hilft uns ja, KI im Mittelstand sogar die verpasste Digitalisierung teilweise wieder aufzuholen.

00:49:56: Ja, ja, wenn du vielleicht

00:49:58: Prozesse und so denkst und die ist irgendwann in der Lage quasi, die Prozesse irgendwie nachzubauen, wie du gerade sagst, zu Dokumentenscanning oder so, was du oder Dokumenten lesen sozusagen, was da früher dann ... Versuchst das zu digitalisieren über irgendwie eine automatische, über einen automatischen Scan oder irgendwas, was die KI dann vielleicht wieder aufholt?

00:50:15: Vielleicht ist das ja so ein Hoffnungsschimmer für das, wo wir verpennt haben.

00:50:19: Ja, ich weiß es.

00:50:20: Hoffnungsschimmer ist, glaube ich, ein gutes Wort.

00:50:22: Wie viel dann da real wirklich umgesetzt wird, ist eine kritischere Frage.

00:50:28: Damit komme ich vielleicht direkt zu den kritischen Punkten.

00:50:32: Ich glaube, die aller, allermeisten Leute, die sich gerade in den Bereich bewegen, also ob das jetzt ein Search Fund ist, ob das ein Gründer mit einem ambitionierteren Buy and Build Slash Rollup Konzept ist, unterschätzen massiv die operative Komplexität wirklich was zu ändern in so einem Unternehmen und sie unterschätzen auch die menschlichen Herausforderungen.

00:50:59: Ich bin überzeugt, dass die nächste Frontier an quasi Technologie fortschritten.

00:51:07: nicht die technologischen Möglichkeiten sind, sondern das Change Management.

00:51:10: Die Menschen an der Hand nehmen, ihnen zu erklären, warum man was jetzt benutzt und dann eben Adoption zu erreichen.

00:51:18: Und ich bin sehr skeptisch, dass viele Leute, die jetzt mit zwei, drei Jahren BCG oder McKinsey oder zwei, drei Jahren Investment Banking, ohne operative Erfahrung vielleicht auch eigentlich ohne diese persönliche Lust auf People Management, ja, das muss man irgendwie auch in sich haben.

00:51:42: Ich hab das als extravertierter in mir, hab ich kenn, viele Banker, die haben das nicht in sich, für die ist das ein super energieintensives Ding, das kostet sie Energie, dann Leute zu managen.

00:51:54: Das Leute mit solchen Profilen und vielleicht Persönlichkeitsstrukturen, die eigentlich nicht so wirklich zu diesem Unternehmertum passen, da das schnelle Geld ziehen und dann aber letztendlich vielleicht im Nebenunternehmen nicht respektiert werden oder ihre ihre Value Creation-Initiativen nicht wirklich Fuß fassen.

00:52:10: Also da, glaube ich, da bin ich gerade recht skeptisch.

00:52:15: Das Ganze ist noch drastischer, wenn man jetzt wirklich eine aggressive Roll-up-Strategie macht, wo man zehn, zwanzig oder sogar dreißig Add-ons kaufen will.

00:52:27: Es gibt erfolgreiche Beispiele wie ASIPA, die im Arbeitsschutz ein Roll-up gemacht haben und jetzt an Warburg Pincus geexited haben.

00:52:35: Es gibt, glaube ich... Es wird noch weitere Beispiele geben, Private Equity Force wie Auktus und Ufinau machen ja vor, dass Bayern Bild funktionieren kann.

00:52:44: Aber die operative Komplexität steigt natürlich mit jeder Integration und die Exit Story ist nicht mehr so klar, wenn die Firmen nicht wirklich als Gruppe harmonisch funktionieren und integriert sind.

00:52:59: Also da ich auch aus dem Bereich ähm, lower mit Market, mit Market PIs, indem du dich ja auch sehr gut auskennst, ähm, mittlerweile Fragezeichen, ob diese ganze multiple arbitrage in fünf Jahren noch genauso funktioniert.

00:53:13: Und da würde ich einfach nicht als Unternehmer, würde ich jetzt nicht sagen, dass es der Weg zum schnellen Geld in, in, in vier, fünf Jahren, sondern es muss immer noch etwas sein, worauf man Bock hat, wo man sich potenziell, wenn es länger dauert, auch zehn Jahre sieht statt nur vier, fünf Jahre, ähm, und wenn man das hat.

00:53:31: Dann kannst du, glaub ich, ein super guter Pfad sein und ein lokalter Pfad.

00:53:35: Potenzial ist da, wir haben super Unternehmen.

00:53:37: Ich freu mich über jede junge Person, die sich das anschaut.

00:53:40: Ich schaust mir selbst an und ich glaube, da wird es Erfolgsgeschichten geben, aber es wird auch eine Quote an Scheitern geben, die man gerade vielleicht noch unterschätzt.

00:53:54: Ja gut, da wird halt einfach die Realitätspeitsche für viele kommen, ne?

00:53:57: Also ich mein, was du ja in ... Sag ich mal vernünftige Worte fast ist ja nur weil ich analytisch stark bin und schöne Folien mal heißt es nur nicht, dass ich halt ein Unternehmen so einfach fühlen kann.

00:54:08: Ich kann es nur aus meiner eigenen Erfahrung sagen, ich habe ja zehn Jahre Big vorgemacht, ich habe Restrukturierungen begleitet, Direktionen begleitet und dachte auch immer, ich weiß.

00:54:21: wie so ein Unternehmen funktioniert und was da so die üblichen Probleme und so sind.

00:54:24: Ja, wenn man sehr in Zahlen anguckt, dann weiß ich genau wo ich hingreifen muss.

00:54:27: Aber wie du sagst, das ist halt so fern ab der Realität von dem unternehmerischen Weg, den man geht, wo einem die eigenen Stärken und Schwächen dann auch so schonungslos gezeigt werden, wie nirgendwo sonst, einfach nur eine ganz andere Nummer.

00:54:42: und ich kann mir das auch vorstellen, dass das.

00:54:45: viele in Herausforderungen sein kann.

00:54:47: Für viele kann es natürlich auch dazu schön, sowas bei mir persönlich, zumindest glaube ich das bis heute, dass die halt, wenn die Fesseln einer Corporate mal weg sind, dass an halt auch dein wirkliches Potenzial erst entfaltet werden kann.

00:54:56: Das kann natürlich auch passieren.

00:54:59: Da bin ich auch überzeugt, wisse ich mich an.

00:55:02: Ich glaube, das maximale Potenzial sieht man nur, wenn man wirklich ohne Leitplanken rumläuft und volle Verantwortung hat.

00:55:11: Und ich glaube, Es lohnt sich, das im Leben irgendwie mal auszuprobieren.

00:55:17: Und ich finde, ja, ich sehe quasi leere Unternehmertum auch so als eine der höchsten Lebensformen, um jetzt pathetisch zu klingen, weil man da seinen Potenzial veraushüpfen kann.

00:55:28: Aber wenn man von sich selbst weiß, dass man nicht so Spaß hat an People Management Themen, dass man jedes Vertriebsgespräch als extrem mühsam wahrnimmt und dass man kein Interesse daran hat Produktionsanlagen, Lieferanten, die wirklich elementaren Teile der Wertschöpfung selbst zu besuchen, sich selbst reinzufuchsen, dann ist es, glaube ich, ein Risiko.

00:55:54: Um das abzuschließen, es gibt jetzt mittlerweile auch erste Statistiken zu historischen Performance von diesen ganzen ITA-Modellen, überwiegend aus den USA, aber vereinfacht nimmt man jetzt mal an, dass es in Europa ähnlich oder ein bisschen schlechter eher wird.

00:56:09: In Europa ist ja nicht ganz so Transaktion.

00:56:12: Transaktionsfähigen, nicht ganz hohe M&A-Affinen, ähm, über die Hälfte, also knapp über fünfzig Prozent des Search funds finden entweder gar kein Target oder verlieren Geld.

00:56:25: Wenn man jetzt dazu nimmt, dass viel mehr Leute da reinströmen auf der Unternehmerseite, aber die Anzahl von wirklich hochqualitativen Assets, nicht die Anzahl von Assets, die übernommen werden muss, sondern einfach wirklich Unternehmen mit einer guten Substanz, ähm, sich in eine Richtung entwickelt, dass jetzt ganz viele Leute nach den selben Assets eigentlich suchen, dann würde ich da teilweise mit aggressiven Bayern-Bild-Strategien, dann würde ich davon ausgehen, dass diese Erfolgsquote schlechter wird und dass eventuell die, also die Quote von Fällen, die ihr nichts finden oder Geld verlieren, eher auf sechzig, vielleicht sogar auf siebzig Prozent ansteigt.

00:57:03: Und dann bist du das Normals-Unternehmer, ja, ist wahrscheinlich ja zu scheitern, ja, aber du bist nicht mehr so weit weg von einer Bootstrapped oder einer Seedstrapgründung, die auch eine solide Erfolgschance hat.

00:57:15: Wie sie ist noch mal ein anderes Game, da scheitern deutlich über neunzig Prozent, wenn man von Anfang an Pre-Seed-Phase oder Pre-Pre-Seed vor der ersten Berunde zählt, wahrscheinlich ja neunundneunzig Prozent.

00:57:27: Also da gibt es schon einen Spektrum, aber ist nicht alles goldwas glänzt.

00:57:32: Ein Thema interessiert mich noch aus dem Vorgespräch, was ich mitgenommen habe.

00:57:36: Das Thema Gesundheit als Unternehmer, wenn ich dich jetzt nach deinem Hobby frag und du dann antwortest, ich mache Adnoe tauchen, dann ist es nicht so, was heißt ich, wenn ich im Bayer frag und er sagt, er geht gerne in die Berge, ja, das ist jetzt nichts, was so alltäglich ist.

00:57:52: Gab's irgendwie gesundheitliche Erfahrungen, wo du gesagt hast, ich muss jetzt lernen, meinen Körper so zu regulieren, dass ich vier Minuten unter Wasser kann.

00:57:59: oder hat das irgendwie dazu geführt oder?

00:58:01: ... war das andere Zufall.

00:58:03: Also es ist hier auch Gesundheit als Unternehmer, ... ... probiert es aus deiner Warte noch mal, ... ... interessiert mit dieser ganzen Hyperscaling ... ... Vergangenheit.

00:58:10: Ja,

00:58:11: klar.

00:58:11: Spannendes Thema und ich habe da sicherlich auch ... ... auf der bisherigen Gründerreise schon ... ... meine physischen Grenzen kennengelernt.

00:58:20: Ich glaube, das ist auch ... ... als junger Mensch eigentlich nicht schlecht, ... ... also wirklich mal seine Grenzen aus ... ... testen und gucken, okay, ... ... mit wie wenig ... Pause oder Schlaf kann man noch funktionieren.

00:58:31: Es ist als junger Mensch relativ unriskant, das mal zu tun.

00:58:35: Man muss aber dann seine Grenzen auch wirklich erkennen und dann diszipliniert einhalten und sich die richtigen Ruhephasen geben.

00:58:45: Ich habe gemerkt nach den ersten drei Jahren mit dem BC Rollercoaster und Konstanter Wochenende dabei, dass ich Noch schlechter Schlafe und mein Stoffwechsel und meine Blutwerte auch runtergegangen sind.

00:59:03: Nichts drastisches, gab jetzt kein eines Symptom, was mich eingeschränkt hat, war aber ein sehr unangenehmes Gefühl, weil ich schlafe als Mensch eh schon nicht so.

00:59:14: Gut, ich liege abends im Bett und hab zwanzig Ideen, was ich am nächsten Tag machen kann.

00:59:19: Und dann nochmal ein, zwei Stunden später einzuschlafen oder nachts aufzuwachen, ist wirklich unangenehm.

00:59:26: Und als junger Mann Blutwerte zu haben, also bei mir ist dann mit ... ... mit sechsundzwanzig, siebenundzwanzig ... ... das Testosteron auf einem Wert ... ... von einem Vierzigjährigen gefallen.

00:59:35: Ja, das ist auch ... ... auch nichts, was man ... ... was man empfehlen kann.

00:59:42: Und ... ... dann habe ich ... ... versucht, einfach Stück für Stück ... ... mir mehr Ruhepausen, Schlaf, ... ... bessere Ernährung quasi.

00:59:51: ... selbst zu verschreiben, er hat teilweise auch mit dem Personal Trainer gearbeitet, aber das meiste ist eigentlich ... ... das meiste sind Basics.

00:59:59: Und ... ... das hat auch dazu geführt, dass ich meine Energie viel nachhaltiger managen kann.

01:00:05: Nach nur ... ... vier, fünf Monaten ... ... waren meine Blutwerte gut und ich habe wieder besser geschlafen.

01:00:10: Also das kann man dann auch, wenn man seine Grenzen überschreitet, ... ... kann man auch gut revidieren.

01:00:14: Aber ich glaube das, ja.

01:00:16: Heißt es, du hast einfach weniger gearbeitet?

01:00:18: oder heißt es, ... ... du hast irgendwo in deinem Alltag dann ... Sport eingebaut, du hast der Ansequent gesagt, ich stelle meine Ernährung um.

01:00:25: Was waren die Haupthebel?

01:00:26: Also mehr weniger Vollgas oder andere Dinge, die dir gut tun.

01:00:32: Also netto musst du sicherlich ein, zwei Stunden am Tag weniger arbeiten.

01:00:37: Aber wenn du sechzehn oder auch mal achtzehn Stunden am Tag arbeitest, dann ist das auch okay und dann hast du natürlich das ja.

01:00:47: keinen raum mehr außer halt schlaf zu reduzieren.

01:00:50: das heißt ich habe dann definitiv wahrscheinlich im schnutt zwei stunden weniger gearbeitet aber immer noch immer noch sehr kontinuierlich über zwei stunden tage.

01:01:01: und diese zeit musst du dann aber einsetzen für sport und am besten hast du irgendwie eine lösung für deiner nährung.

01:01:07: ja bestehst ihr prep mir.

01:01:09: es gibt ja so Online-Anbieter, wo du vorgekochtest, gesundes Essen bestellst, oder kochst am Sonntag ein paar Gerichte vor, oder wenn du Business-Lunches hast, bestellst du halt einen Salat mit Hühnchen, statt irgendwie was Fettigen.

01:01:26: Also die wichtigsten Hebe waren genug Raum für Schlafschaffen im Idealfall eine Stunde, bevor man ins Bett geht, eine Art Winddown-Routine haben und nicht von der letzten E-Mail ins Bett legen, einfach damit der Körper ein bisschen runterfahren kann.

01:01:40: Und am Wochenende habe ich mittlerweile mindestens den Samstag quasi als heiligen Tag frei.

01:01:47: Das Ziel ist eigentlich, Samstag und Sonntag frei zu machen.

01:01:49: Ich glaube, wenn man langfristig plant, wenn man Familie hat, dann muss das auch irgendwann der Anspruch sein, um sich um sein Privatleben gut zu kümmern.

01:01:58: Sonst ist der unternehmerische Erfolg auch wenig wert.

01:02:02: Aber das, ja, das glaube ich, je nachdem, wo man gerade im Leben steht, dann eine individuelle Frage.

01:02:06: Ich habe dann auf jeden Fall meine Wochenendarbeit auf.

01:02:08: stark reduziert.

01:02:10: Und in der Zeit habe ich mich viel mit Gesundheit auseinandergesetzt und auch Tricks gesucht, um mich mental runterzufahren, also einfach meine Gedanken ein bisschen zu verlangsamen, meinen Nervensystem runterzuregulieren, bin darüber auf Meditation und Artenübung gekommen und darüber dann aufs Hobby Abnoe tauchen, was quasi, weiß ich jetzt vielleicht nicht jeder, was das ist, einmal kurz erklärt, was einfach tauchen ohne Sauerstoffflasche ist, normalerweise auf Tiefe oder auf Zeit.

01:02:46: Normalerweise tauchen wir einfach an der Leine in die Tiefe und dann muss man natürlich mit seinem Sauerstoff gut haushalten.

01:02:52: Und der beste Trick, um das zu machen, ist, seine Herzfrequenz und sein Nervensystem runterzuregulieren.

01:02:57: Und das war der Norby, das habe ich ab und zu ein Wochenende ausgeübt.

01:03:00: Mittlerweile übe ich es ein bisschen intensiver aus.

01:03:05: was mir tatsächlich geräufen hat.

01:03:06: Für andere Menschen kann es die fünf Minuten Meditation auf Hatspace sein.

01:03:10: Das funktioniert auch gut.

01:03:11: Was für eine Herzfrequenz fährst du dann runter?

01:03:15: Das hängt ein bisschen von der Tiefe ab.

01:03:17: Also, absolute Profitauer, zu denen ich nicht gehören, können ihre Herzfrequenz auf, vierzig, dreißig und teilweise in die Träger runterfahren.

01:03:25: Also, in eine Richtung, wo man sagt, es ist jetzt klinisch eigentlich quasi fast tot.

01:03:30: Das braucht aber ... Das hängt mit Reflexen zusammen, wo man unter Tiefe und unter Druck noch weniger Sauerstoff verbraucht und dann quasi einen Zustand erreicht, den man an Land gar nicht erreichen kann.

01:03:42: Ich persönlich mache das als Hobby und nicht als Profitauch, habe ich Tauch auch auf ca.

01:03:46: fünfzig Meter Tiefe, wo man dann auch teilweise mehrere Minuten unter Wasser ist.

01:03:51: Und dafür sind die Artenübungen ganz essentiell.

01:03:55: Okay, also es sind Artenübungen, um das Ganze zu trainieren.

01:03:58: Ja,

01:03:58: exakt, genau.

01:04:01: vielleicht praktisch für Leute, die zuhören, wenn man sich jetzt fragt, wie kann man das im Alltag integrieren?

01:04:06: Damit habe ich angefangen mit kleinen Artenübungen und quasi Alltagstricks.

01:04:09: Einfach fünfmal tief durchatmen, ja, im Idealfall länger ausatmen als einatmen.

01:04:17: Kann man ganz einfach mal inzwischen Meetings, ja, wenn man irgendwie acht Calls hintereinander hat, dann nimmt man sich einfach diese eine Minute und dann kommt man notfalls mal eine Minute zu spät in den Call.

01:04:28: Und durch ein paar tiefe Atemzüge wird schon der sogenannte Parasympathikus, also quasi für einfach der Ruhenerf, das Teil vom Nervensystem, der mit Entspannung, Verdauung, Schlafen assoziiert ist, wird mehr aktiviert als der Sympathikus, der eher mit dem Fight oder Flight Reflex und Adrenalin zusammenhängt.

01:04:52: Und das kann ein bisschen zentrieren auch mit einem, ja.

01:04:57: Mit ein paar tiefen Atemzügen.

01:04:59: Ja, das fühlt sich ja dann auch so an.

01:05:00: Also ich mach das ja auch hier und da.

01:05:02: Es kommt dann, kommt einem so vor, es findet man wieder zu sich zurück, ne?

01:05:05: Und kommt wieder an und kann dann wieder quasi...

01:05:08: Kann dann weit aus

01:05:09: und überlegen, was man als nächstes macht.

01:05:11: Ja.

01:05:12: Und ich hab das, glaube ich, ein bisschen schmerzhaft gelernt.

01:05:14: Also ich war immer im Sprintmodus.

01:05:16: Und da, da bist du natürlich oft auch Sprinnen.

01:05:18: Aber letztendlich muss man es oft mit Marathon-Distanzen schaffen, geht nicht alles gleichzeitig.

01:05:24: Also ich musste mich da selbst auf mehr Geduld und Nachhaltigkeit trainieren und einstellen.

01:05:28: Und besser ist, wenn man das schafft, bevor man komplett burned out ist.

01:05:34: Und ich glaube, das ist auch möglich.

01:05:37: Ich würde die letzte Frage gerne so formulieren.

01:05:39: Also die Frage wäre jetzt, was du jungen Gründern mitgeben wollen würdest, nachdem wir jetzt, glaube ich, sehr sehr inhaltsdichte Diskussionen oder Gespräche jarten, glaube ich.

01:05:51: Da war sehr, sehr viel dabei.

01:05:52: Vielleicht formulieren wir es einfach so, dass wir sagen, was würdest du jetzt rückblickend anders machen an dieser Reise?

01:05:58: Ja, ja.

01:05:59: Um das vielleicht jungen Gründerneis als Inherberation einmal zum Abschluss mitzugeben.

01:06:03: Ja, ja, gute Frage.

01:06:05: Ähm, ich glaube im Rückblick wäre ich geduldiger und würde mich nicht ganz so hetzen ab irgendwie.

01:06:21: Ja, ab dem Abi möglichst schnell zu gründen und dann möglichst schnell irgendwas zu skalieren.

01:06:28: Da frage ich mich in retrospective oft, warum ich da so getrieben war, so dass es gar nicht abschließend zu beantworten.

01:06:36: Und am Ende ist das Leben lang.

01:06:39: Wenn man gesund lebt, dann hat man viele Jahrzehnte produktive, produktive Zeitspanne.

01:06:44: Ich glaube, es ist egal, ob man zwei, drei Jahre früher oder später an die Startlinie geht.

01:06:52: Ich glaube, es ist nicht egal, ob man zehn oder zwanzig Jahre später an die Startlinie geht.

01:06:55: Also ich sehe jetzt schon auch viele Freunde, die hängen in Private Equity-Force, selbst bei Super-Force wie KKA oder Blackstone mittlerweile ein bisschen fest im goldenen Käfig.

01:07:09: und dann kommt vielleicht das erste Kind.

01:07:12: mit ja, thirty-fünf oder vierzig und dann geht die Risikoaffinität runter.

01:07:20: Aber zwischen drei und fünf Jahren und zehn und zwanzig Jahren ist ja viel Zeit.

01:07:23: Also insgesamt, bisschen geduldig sein, viel mit Leuten reden, das würde ich auf jeden Fall den Leuten empfehlen.

01:07:29: Schreibt einfach Kundern auf LinkedIn, die meisten Unternehmer sind sehr zugänglich, auch wenn der Kalender voll ist.

01:07:34: Vielleicht antwortet die Leute dann nicht direkt, aber wenn du zum dritten mal schreibst und einfach nach einem kurzen Kaffee fragst.

01:07:41: oder einem fünfzehn Minuten Kreuzstatt nach Stunde, dann sprechen Leute mit dir, dann kannst du dich schon, wenn du mit verschiedenen Gründern, mit verschiedenen Konstrukten und Investoren sprichst, dich viel besser in diese Pfade rein denken und für dich eben, für dich eben dann den richtigen Pfad wählen.

01:07:57: Ich glaube, unternehmerst du das

01:08:00: aktiv gemacht oder würdest du sagen, jetzt ist es mehr machen können?

01:08:04: Ein bisschen.

01:08:07: Ich hab hier mit B.A.

01:08:07: U-Lang gesprochen und da heißt es, echt wenige Gründer, lauter Finance und Beratermenschen.

01:08:13: Ich hab's ein bisschen gemacht.

01:08:14: Ich glaube, ich hätte es wahrscheinlich noch mehr machen sollen.

01:08:17: Und da sollte man sich einfach die Zeit nehmen.

01:08:22: Wenn man dann loslegt, dann sollte man darauf eingestellt sein, dass ein unternehmerischer Pfad auf zehn Jahre oder länger braucht.

01:08:31: Und nicht zwei, drei, vier Jahre.

01:08:33: Diese schnellen Exits gibt es teilweise.

01:08:36: Aber insbesondere, wenn du Externe für dann Investoren hast und es läuft gut, dann will ja niemand das zu schnell exotist, weil dann ist ja noch viel zu tun.

01:08:45: Und dem muss man sich einfach bewusst sein, dass das ein wirklich langfristiges Commitment ist.

01:08:50: Also viel langfristiges Denken, nicht kurzfristig abhetzen.

01:08:54: Genau.

01:08:55: Und das war es mir so, in dem jungen Alter, glaub ich, noch ein bisschen schwer gefahren.

01:08:59: Ja, kann ich.

01:09:01: Kann ich unterschreiben, ich glaube, ich bin ja nur ein paar Schritte hinter dir.

01:09:03: Ich fang grad langsam an, so die Ruhe zu erlernen, erst den ruhiger zu schlafen.

01:09:09: Aber, ja, ich glaub, das an jedem equatschen.

01:09:12: Ja, uns einfach auszudrücken, das ist eigentlich der Hebel schlechthin.

01:09:16: Ja, auch für Vertrieb in unserem Bereich oder in jedem Bereich eigentlich, ja, geh und

01:09:21: dann... Aus den Sprechen.

01:09:22: ...Chernstein Produkt.

01:09:24: Ja.

01:09:24: fahr dein Ego zurück, falls mal jemand sagt, die Idee ist doch nicht so geil, sondern der ist als Learning.

01:09:29: Ja.

01:09:30: Ich glaube, das sind so die wesentlichen Themen, die ich nur unterschreiben kann.

01:09:34: Cool.

01:09:35: Aber

01:09:36: vielen lieben Dank.

01:09:37: Danke dir.

01:09:38: War ein geiles Gespräch, finde ich.

01:09:40: Ja, vielleicht machen wir wieder ein Follow-up.

01:09:42: Ja, auf jeden Fall.

01:09:43: Hat Spaß gemacht.

01:09:44: Danke dir für die Zeit auch.

01:09:46: Ja, und vielen Dank auch an euch fürs Zuhören und fürs Zuschauen.

01:09:49: Das war ein Ausflug in einen, ja.

01:09:51: Venture Capital Erfolgsmodell, würde ich sagen, mit viel viel unternehmerischen Insights, die es so jetzt nicht an jedem Eck gibt.

01:09:59: Entsprechend freue ich mich, wenn ihr den Podcast auch weiterhin unterstützt und auch das nächste Mal wieder einschaltet, wenn es wieder heißt, Finance Data People.

01:10:06: Vielen lieben Dank.

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