Co-Founder X-Mas Special! Mit Wolf-Heinrich Werling | Radial (#20)

Shownotes

Herzlich willkommen zur 20. Ausgabe von Finance | Data | People!

Ein weihnachtlich geschmücktes Radial Headquarter, zwei Gründer und vier Jahre, die sich wie eine Achterbahn anfühlen. Unsere prägendsten Momente in 50 Minuten: Zusammen mit meinem Co-Founder Wolf-Heinrich Werling spreche ich darüber, wie aus einem Shared Office in Grünwald eine führende Boutique für tech-driven Finance, Transaction und Value Creation Services geworden ist. Ohne Blabla, sondern mit Geschichten von Cash-Schocks, Logo-Malheurs und der Frage, wie man Qualität sichert, ohne im Review-Karussell zu enden.

Wir nehmen euch mit von Power BI über KI-Enabled Analytics bis zu SQL-Warehouses und Insights, die Entscheider sofort nutzen können. Unterwegs sprechen wir über ERP-Backbone, Marketing, People & Culture und warum Ungeduld eine Tugend sein kann.

Nicht nur Vergangenes ist Thema - wir blicken auch nach vorn: Expansion in die USA, ein Tech- und AI-Hub in Bulgarien zur effizienten Skalierung von Data Engineering und Analytics und Cross-Border-Lösungen für deutsche und amerikanische Investoren.

Wenn dich ehrliche Gründungsstories, smarte Skalierung und praxisnahe KI begeistern, abonnier unseren Podcast und teile die Folge. Morgen folgt der zweite Teil unseres "Radial Weihnachtsspecials" - schaltet unbedingt wieder ein!

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Media: Sebastian Pleyer

Transkript anzeigen

00:00:00: Ganz herzlich Willkommen zur vorletzten Ausgabe von Finance Data People für das Jahr twenty-fünfundzwanzig.

00:00:06: Und entsprechend Weihnachtet es sehr im Radialstudio, denn heute begrüße ich einen ganz besonderen Gast, meinen geschätzten Mitgründer und langjährigen Weggefährten, Wolf-Heinrich Werling.

00:00:17: Wir sprechen jetzt ganz offen über die Anfänge unserer unternehmerischen Tätigkeit, welche Herausforderungen wir in den letzten dreieinhalb Jahren erleben und meistern dürften und insbesondere auch dahingehend, wie es in den nächsten Jahren weitergehen soll.

00:00:29: Wenn ihr das nicht verpassen wollt, dann bleibt jetzt dran.

00:00:32: Viel Spaß beim Zuhören und beim Zuschauen.

00:00:35: Ja Wolfi, gefällt dir der Besprechungsraum heute?

00:00:38: Gut, also... Vielen Dank an alle, die sich heute so viel Mühe gegeben haben, dass das so aussieht und wir hier unsere Weihnachtsfolge drehen können.

00:00:46: Ja, ich bin auch beeindruckt, dass die Mädels tatsächlich wieder einen rausgehauen.

00:00:51: Können wir vielleicht öfter so machen, ja.

00:00:54: Ja, knapp vier Jahre radial.

00:00:56: Weihnachten, twenty-fünfundzwanzig.

00:00:57: Wir haben uns entschieden, zwei Folgen abzudrehen, dass die Leute während Weihnachten auch was zu tun haben.

00:01:04: Wie fühlt sie es an, jetzt hier zu sitzen nach vier Jahren?

00:01:07: In der Tat immer noch... in Teilen so real.

00:01:12: Also ich weiß noch von Tag eins an, wie wir in Grünwald in einem Mini-Zimmer gegründet haben und die ersten Tage und Wochen von dort gearbeitet haben und das Ganze eigentlich nur die Idee hatten.

00:01:30: Die Idee, was wir aufbauen wollen, was wir erreichen wollen und was das vielleicht irgendwann auch mal sein kann, aber das war so immens weit weg und eigentlich ging es ja da erstmal so wirklich noch extrem drum, einzelne Kunden glücklich zu machen.

00:01:49: Und jetzt, ja, kann man es gar nicht glauben, dass schon vier Jahre rum sind und dass es sich auch so entwickelt hat, wie es sich entwickelt hat und wie jetzt heute hier in diesem, wie du schon sagst, das weihnachtlich gestalteten Büro sitzen dürfen.

00:02:05: Also damit hätte ich jedenfalls nicht gerechnet vor vier Jahren, weder dass wir ein Podcast haben, noch dass wir in einem weihnachtlichen Besprechungsraum sitzen.

00:02:13: Ich kann dem nur beipflichten, es ist irgendwie surreal.

00:02:17: Vielleicht gehen wir mal so ein bisschen an die Anfänge zurück, das ist schon gesagt zu terror.

00:02:21: Wohnung in Grünwald, war ja so ein Shared-Office, wo dann irgendwie, glaube ich, fünfzig oder sechzig Firmennamen am Briefkasten hingen und jeder seine Post eingescannt bekommen hat.

00:02:33: Wie hast du so die ersten Monate, Wochen erlebt, was für Projekte sind dahingeblieben, wie war es damals?

00:02:42: Also es war extrem intensiv, weil ja alles parallel gelaufen ist, Firmengründung.

00:02:51: Steuerliche Themen mit dem Finanzamt, die erste Anmeldung, dann schon die ersten Projekte, viel Administratives, viel auch, wo wir noch gar nicht wussten, wie wir es machen, wo wir auch noch ganz anders rangegangen sind.

00:03:10: Ich denke auch noch daran, wie wir lange überlegt haben, was wir eigentlich machen, wie wir dann diesen Dealcycle aufgesetzt hatten, den dann wieder in die Tonne geworfen haben nach ein paar Monaten.

00:03:21: Und wo wir ja auch am Anfang noch einen ganz anderen Fokus hatten, mit den Themen, die wir eigentlich machen wollten, viel klassischer Transaktions- und Restrukturierungsberatung.

00:03:32: Also das war das eine und auf der anderen Seite für mich halt eben viel von diesen internen Themen mit Finanzamt.

00:03:40: Was ist jetzt zu tun?

00:03:41: Wie klären wir das ab?

00:03:42: Was brauchen wir hierfür noch?

00:03:44: Und dann hatten wir ja auch, ich weiß nicht, das war ja auch so ein Thema.

00:03:48: wo du dich noch erinnerst, wahrscheinlich, wie wir dann die ersten Steuern überwiesen haben und dann auf einmal den Laststift-Bandat erteilt haben und dann wurden uns nochmal sämtliche Steuern abgezogen, die wir bisher schon entrichtet haben und überwiesen haben.

00:04:03: Und ich bei dieser Finanzamtssame anrufe und sage, Sie haben uns gerade nochmal die komplette Umsatzsteuer, die wir schon gezahlt haben, nochmal abgezogen.

00:04:11: Und die ganz entspannt war, weil sie meinte, ja, dann wird das nächsten Monat verrechnet.

00:04:15: Und für uns als kleinen Firma, Tag eins, war das natürlich ein Riesenthema.

00:04:20: Das wird gerade das Geld vom Kunden ist noch nicht da.

00:04:23: Und das Finanzamt hat jetzt einfach nochmal Umsatzsteuer abgezogen.

00:04:26: Also da waren so super viele Sachen.

00:04:31: Erster Praktikant, wo wir dann, ja, ich weiß gar nicht.

00:04:35: Also es sind tausend Themen, glaube ich, wo ich jetzt da durchgehen könnte.

00:04:40: Aber es hat sich vor allen Dingen halt relativ schnell entwickelt.

00:04:43: Und es war natürlich intensiv und auch noch nicht mit so vielen Ebenen und Prozessen wie jetzt.

00:04:53: Aber es war doch immer auch sehr professionell bei allem, was gemacht wurde, glaube ich.

00:04:58: Und das war ja auch immer unser Anspruch, auch wenn das natürlich super Hands on und irgendwie, ja.

00:05:06: Was halt einfach Doing ist, was man dann am Anfang macht.

00:05:09: Wir

00:05:10: haben ja auch immer viel Geld in die Professionalität investiert.

00:05:13: Mir ist nämlich noch hängen geblieben, dass wir damals jeweils fünftausend Euro noch nachgeschossen haben bei der Gründung, um unsere ERP-Einführung damals zu finanzieren.

00:05:21: Das zeigt natürlich auch, dass wir sehr, sehr viel Wert darauf legen, dass so Prozessionsstrukturen von Anfang an irgendwo ein Place waren.

00:05:27: Aber auch wir haben natürlich jedes Chaos miterlebt, das man sich so vorstellen kann.

00:05:31: Wir haben damals, ja, wir haben in das ERP-System was investiert und wir hatten dann auch natürlich nochmal, wo wir auch schon mal in laufende Buchhaltung und Non-Buchhaltung im Betrag investiert haben.

00:05:44: Aber das Ganze war immer auch schon investiert und wir sind jetzt von dem Zeitpunkt damals auf das, was wir jetzt sind, in vier Jahren gewachsen und der Prozess, der läuft noch genauso mit.

00:05:59: Und die Kosten, die laufen dann dafür, die sind nicht höher geworden, weil der Prozess einfach extrem skalierungsfähig aufgesetzt war von vornherein.

00:06:06: Ja.

00:06:07: Ich glaube, trotzdem haben wir immer gemacht.

00:06:11: Und ich glaube, das ist auch wichtig.

00:06:12: Also die Sachen nicht zerdacht, ja, schon uns irgendwo überlegt, wie wir es machen wollen, wie wir es aufbauen wollen.

00:06:16: Aber ich glaube, was schon wichtig ist, Sachen noch nicht zu zerdenken oder zu überdenken, sondern einfach mal, einfach mal loszulegen.

00:06:22: Was mir dann noch hängen geblieben ist, war zum Beispiel, wie wir zu dem ganzen Thema Power BI kamen eigentlich.

00:06:28: Power BI, ja, mir ist auch noch ein anderes eingefallen, das kann ich klein noch sagen.

00:06:32: Aber genau, wir hatten im Ursprünglich im Kopf, du kommst so ein bisschen aus der Restrukturierungsecke, ich komm' so ein bisschen aus dem Transaktionsbereich, also machen wir doch Transaction und Restructuring.

00:06:41: Und dann haben wir auch, muss man ja auch fairerweise sagen, haben wir so am Anfang und auch jetzt in all der Zeit immer doch länger gebraucht oder schwieriger den Einstieg in das Restructuring Thema gefunden.

00:06:53: einfach weil wir auch nicht dieses Bankennetzwerk haben und nicht diesen Zugang über das S-Sex haben.

00:06:59: Transaction Leaf sehr gut und darüber kamen dann auch relativ schnell so die ersten Datenthemen, könnt ihr da unterstützen, die wir dann einfach aufgegriffen haben und mehr oder minder ja im Doing mit dem Kunden selber entwickelt haben, was das jetzt eigentlich sein kann, was der Kunde braucht.

00:07:16: Und ich glaube, das ist auch immer noch das für was wir stehen, dass wir immer sehr Kundenspezifische Lösungen anbieten, die ihm wirklich genau das bieten, was er haben möchte, weil.

00:07:27: Ich glaube, Standardisierung ist zum gewissen Grad wichtig und hilft natürlich auch, Sachen effizienter zu halten.

00:07:34: und nicht beim ERP, wenn ich tausend Sonderwünsche habe, dann komme ich da auch nie wieder irgendwie raus.

00:07:40: Von daher hat Standardisierung auch Vorteile, aber sie hat irgendwo auch ihre Grenzen.

00:07:44: Und gerade wenn ich im Executive Management bin, dann brauche ich halt einfach irgendetwas, wie ich auch auf diese Firma schaue.

00:07:52: Und das kann vielleicht ein Standardtool auch in dem der Komplexität, die der die die Firma hat, einfach nicht abdecken.

00:07:58: Und da kommen wir dann schon hin.

00:08:00: Und ich glaube, das ist immer das wichtige hundertprozentige Kundenfokus, den wir da im Blick haben.

00:08:06: Und darauf aufbauen, dann mit, sage ich mal, Standard ansetzen und Tools trotzdem dahin zu kommen, dass er etwas bekommt, das ihm oder ihr dann in dem Moment wirklich hilft.

00:08:17: Das ist, glaube ich, das, wofür wir so ein bisschen, ja.

00:08:20: stehen.

00:08:20: Ja und so kann man das Thema, oder darauf, ich euch hinaus wollte, so kann man das Thema Power BI auch ein bisschen zu uns.

00:08:26: Weil der Kunde damals gesagt, da könnte die Analyse nicht auch in einem Power BI machen anstatt einem Excel.

00:08:31: Und jetzt das Power BI oder alles, was irgendwie Data Warehousing, Data Analytics, Power BI

00:08:36: etc.,

00:08:36: das ist ja das Thema, was uns, sag ich mal, zu einem Großteil auch umtreibt in der Firma.

00:08:41: Also auch unternehmerisch zeigt es halt einfach, dass man nicht alles vorplanen kann, sondern auf dem Weg dahin eben manche Entdeckungen macht, die das Unternehmen dann nachhaltig prägen.

00:08:50: So ist es.

00:08:51: Und wir werden uns auch immer weiterentwickeln, wie wir angefangen haben, gab es noch keinen KI oder kaum eigentlich in dem Umfang, wie wir es heute kennen.

00:08:58: Und heute spricht jeder davon.

00:09:01: Wir haben jetzt vor ein paar Tagen angefangen, KI Enabled Analytics anzubieten.

00:09:07: Wir haben jetzt wirklich ein Produkt, was alle SQL Warehouses, die wir haben, auswerten kann und durch suchbar macht, Fehleranalysen, Vorschläge, Fehler Verbesserungen bringt und da extrem reingehen kann.

00:09:23: Das heißt, wir haben uns auch da wieder weiterentwickelt und das nicht mit Power BI Implementierung gut sein lassen, sondern gesagt, okay, was ist eigentlich State of the Art und wo müssen wir hin?

00:09:34: Und so wird sich das auch immer weiterentwickeln.

00:09:36: Und ich glaube, das ist auch das Spannende für mich.

00:09:40: Was ich sehe, Radial vor sechs Monaten ist ein anderes Radial, wie es heute ist.

00:09:46: Und vor zwölf Monaten war es anders wie vor sechs Monaten.

00:09:49: Und so entwickelt sich diese Firma die ganze Zeit weiter.

00:09:54: Und was ich noch sagen wollte mit dem Doing, was du angesprochen hast, bei der Gründung.

00:09:59: Ich erinnere mich auch noch, wie wir unsere Markenanmeldung abgegeben haben.

00:10:05: Und dann Monate später dieses Logo verwenden wollten und dann gemerkt haben, der sitzt der Punkt, der gar nicht in der Mitte, dass er ist viel zu groß.

00:10:14: Aber wir haben das damals selber irgendwie beim Patempt- und Markenamt eingereicht und das Logo war halt nicht mal richtig formatiert.

00:10:23: Hat jetzt alles auch trotzdem gepasst und ging jetzt, haben wir mittlerweile auch ersetzt.

00:10:27: Aber das waren halt auch wieder so die Anfänge, wo man dann einfach gemacht hat und froh war, dass man überhaupt selber diesen Antrag eingereicht hat und einen Markenschutz mal aufgebaut hat.

00:10:39: Und wo sich jetzt natürlich auch über die Zeit immer weiter professionalisiert hat, wo wir das jetzt mit Anwälten gemacht haben und EU-weit.

00:10:46: Und das ist dann einfach so, das ist genau das, was radial für mich eigentlich ist.

00:10:50: Jetzt haben wir schon ein bisschen über Power BI gesprochen, mal zum Thema Transactions, also klassisch auch Financial Diligence, wo du ja ursprünglich auch herkommst vor der Gründung.

00:11:01: Wir haben ja relativ früh dann auch schon die ersten FDD-Projekte gemacht, wo hast du da gesagt, ziehe ich quasi mit in die Projekte rein, was ich lernen dürfte.

00:11:11: Aber was wolltest du aber so einer, man sagt ja oft bei so einem Commodity, wie ihn auf einen Studio Diligence vielleicht anders machen?

00:11:17: Also ich hatte immer eine gewisse Ehrvorricht, weil ich hab Studio Diligence immer im Big Four Umfeld gemacht und wir hatten ein Team mit einem Praktikanten oder einem Junior, es war ein Senior drauf, dann war ich zur damaligen Zeit als Senior Manager dabei, werd ein direkter Partner.

00:11:37: Es waren unheimlich viele Leute auch bei kleinen Transaktionen involviert.

00:11:41: Und das hat natürlich schon geholfen, dass du auch wirklich von vielen Seiten drauf guckst, viele Risiken durchdenkst und wo du das hast und immer dann.

00:11:52: Aber wenn du dann als kleiner dich selbstständig machst, A. machst du's end to end, was ja noch nicht das Problem ist, ich da reinzugehen, man muss halt ... Hands-on, die Sachen aufsetzen, die Tabellen, die Formeln, wie auch immer.

00:12:05: Das ist das eine, aber auch diese Qualität einfach sicherstellen.

00:12:08: Das war für mich immer am Anfang gerade zentral, wo ich extrem viel darüber nachgedacht habe, wie das auch geht, weil das war der Punkt, an dem ich keine Kompromisse machen wollte, dass wir immer fachlich exzellente Arbeit abliefern und dafür auch stehen.

00:12:25: Und auch, wenn irgendjemand anders drauf schaut, sei es ein Mandant oder sei es dann irgend ein anderer Berufsträger.

00:12:31: dass sie einfach sehen, dass das gut und qualitativ hochwertig gemacht worden ist.

00:12:36: Auch das ist jetzt ein Thema, was sich natürlich im Laufe der Zeit jetzt schon wieder auch deutlich verbessert hat.

00:12:42: Wir haben jetzt mehr Leute hier, wir haben breite aufgestellte Teams, wir können das jetzt auch in Haus mehr sparen.

00:12:49: Aber das war sicherlich am Anfang mit die größte Herausforderung alleine.

00:12:54: wirklich end-to-end alles abzuliefern und auch auf einem Niveau, was ich mir selber dann einfach auch abverlange.

00:13:03: Und gab es bestimmte Themen, die du ganz klar anders machen wolltest als du vor?

00:13:08: Also Qualitätsniveau, klar, Toparbeit abliefern, sicherstellen, dass da keine Lücke irgendwo ist.

00:13:14: Das ist ja bei einer DD extrem gefährlich, weil es ja meistens um extrem viel geil geht.

00:13:19: Aber gab es aber ganz spezifische Sachen, Das meine ich jetzt auch gar nicht despektierlich gegen unseren vorherigen Arbeitgeber, aber wo du sagst, das wollte ich unbedingt anders aufsetzen in meinen eigenen FDD-Projekten.

00:13:29: Mich haben viele internen Abstimmungsrunden immer genervt, sag ich mal.

00:13:36: Das war dann vor allen Dingen, Teile davon waren fachlich bedingt und die waren ja auch gut.

00:13:42: Aber ein Großteil dieser Review-Schleifen war tatsächlich ein bisschen persönliche Präferenz.

00:13:49: Dann wurde extrem viel textlich umgeschrieben, dann wurde extrem viel umgebaut.

00:13:54: Analysen einfach anders präsentiert.

00:13:56: Vom Piechard zum Spinnennetz, zudem zu das.

00:14:00: Wo der Mehrwert für mich am Ende nicht mehr da war.

00:14:03: Natürlich will ich es so darstellen, dass der Kunde es relativ schnell erfasst und kann auch noch mal drüber besprechen, wie ich das präsentiere.

00:14:11: Und sicherlich kommt es auch darauf an, wie ich das beschreibe.

00:14:15: Aber da gibt es dann auch... Und ich finde auch gerade, wenn man mit den Kunden drüber spricht, die wollen eigentlich eher schnell die Ergebnisse anstatt, dass es für sie wichtig ist, dass das irgendwie nochmal in einem Format oder in einem absolut astreinen, perfekten Englisch dann in britisch-englisch-habert-Style gemacht ist.

00:14:39: Sondern den geht es darum, sie brauchen die Ergebnisse schnell, die Analysen müssen richtig sein.

00:14:45: Aber wie der letzte Satz auf dieser Folie, ob ich den jetzt lieber umdrehe oder mit dem Prädikat anfänge, das ist dann nicht mehr so wichtig.

00:14:52: Und das waren schon so Punkte, wo extrem viel Zeit gefressen haben und wo ich dann auch gemerkt habe, das frustriert dich zu teilen, weil das sind die Zeiten, die du am Ende halt auch einfach länger sitzt.

00:15:03: Da wird dann aus einem zehn Stunden Tag, ein zwölf Stunden Tag, aus zwölf Stunden, vierzehn.

00:15:08: Und das ist einfach die Zeit, die dir dann halt wirklich qualitymäßig fehlt, wo du abends noch zum Sport gehen kannst, wo du irgendwie Freunde treffen kannst.

00:15:16: Wenn du dann so Sachen machst, das kann sehr frustrierend sein.

00:15:18: Und das war mir auch von daher auch immer so noch aus dieser Zeit kommend.

00:15:22: Klar, sowas möchte ich für das Team nicht.

00:15:24: Ich möchte immer gute Anmerkungen geben und auch, dass wir halt diese Qualität, den Qualitätsanspruch halten, aber dass wir uns nicht mit internen Themen irgendwie aufhalten und verkünsteln.

00:15:37: Und das ist, glaube ich, schon so etwas, wo wir beide, glaube ich, auch so ein bisschen mitgenommen haben, wo uns auch dort immer schon ein

00:15:44: bisschen gestörtert.

00:15:45: Ja, das ist ja immer die Diskussion nach reiner Stunden oder reiner Blick auf den Stundensatz.

00:15:50: Oder fragt man sich mal, wie viel Output pro Stunde eigentlich bei so einem Projekt rumkommt.

00:15:55: Und das ist halt am Ende ein Differenzierungsfaktor im Zweifel.

00:15:57: Weil wir, glaube ich, schon schauen, dass der Output pro Stunde möglichst hoch ist.

00:16:01: Ich denke, das ist schon wichtig.

00:16:04: Jetzt spielen wir mal ein bisschen vor, jetzt haben wir gerade über die ersten Projekte gesprochen.

00:16:07: Jetzt spielen wir mal Weihnachten, wo wir jetzt gerade hier sitzen.

00:16:12: Ich glaube, wir hatten echt ein krasses Jahr hinter uns.

00:16:16: Wahnsinnig intensiv, wahnsinnig vielseitig.

00:16:21: Also es gab noch nie so ein vielseitiges Jahr in meinem Leben, zumindest glaube ich, wie im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr.

00:16:27: Und zugleich auch ... erfolgreich, also sehr, sehr erfolgreich tatsächlich, wo man auch mit Demut, glaube ich, beide draufguckt und sehr, sehr dankbar sind, dass es so gelaufen ist.

00:16:38: Was ist jetzt zwischen, sage ich mal, dem Gründungszeibpunkt und jetzt so, was waren so für dich die unternehmerischen Meilensteine, wo du sagst, da haben wir immer irgendwo einen massiven Quantensprung gemacht, auch vielleicht in der Organisationsentwicklung, Kundenseitig, Projektseitig.

00:16:55: Gibt es da so drei, vier, fünf?

00:16:58: Phasenmodus, sagst du, da haben wir richtig, da ist es richtig nach vorne gegangen.

00:17:04: Ich denke, einerseits war es auf jeden Fall, wie wir das Analytics-Thema mit aufgenommen haben, die Datenanalysen, das war auch eigentlich mit das erste, das kam noch im ersten Jahr, wo wir uns damit tiefer beschäftigt haben und eingestiegen sind und da einfach unser Service Offering erweitert haben und auch gemerkt haben, dieser USP zwischen Datenanalyse und Financesprache, der ist extrem wertvoll und das ist auch das, was viele einfach gerade brauchen.

00:17:33: Das war dann eigentlich so ein bisschen beides.

00:17:35: Wir hatten uns entschieden, dass wir uns intern jemand mit dazunehmen, der Office Management macht und gleichzeitig haben wir uns ein neues Büro suchen müssen.

00:17:45: Weil wir quasi an der alten Adresse ausgestiegen sind am Modellungsplatz und wussten, wir brauchen einfach mehr Platz für mehr Leute.

00:17:54: Und das war extrem intensiv vom zeitlichen Investor wieder, wie wir uns die verschiedenen Objekte angeschaut haben.

00:18:02: Die sprachen mit den Vermietern, mit den Marklern, mit wem auch immer, mit den Architekten und dann auch gemerkt haben, wie teuer das ist.

00:18:12: Ganze wird, weil du ja im Gewerbebereich halt auch nochmal ganz anders planen musst mit Um- und Aufbau, Ausbaukosten, als wenn du jetzt privat irgendwo einziehst.

00:18:21: Und ganz kurz, das war ja so ein Jahr nach Gründung, woüber wir jetzt gerade sprechen.

00:18:25: Also das war jetzt nicht schon zwei, drei Jahre im Markt oder so, sondern woüber du jetzt gerade sprichst, war ein Jahr nach Gründung.

00:18:32: Ja, und das war aber, das war auch, sagen wir mal, ein Moment, der extrem challenging war und uns, glaube ich, auch beiden ziemlich viele schlaflose Nächte gebracht hat.

00:18:42: Und auf der anderen Seite sitzen wir jetzt heute hier in diesem Büro, was wir uns damals erarbeitet haben, wo wir damals ewig gesucht haben, dass wir das finden, was auch zu uns passt, was den Weib verkörpert, was dem entspricht, was wir uns eigentlich vorstellen.

00:18:56: Und so haben wir jetzt auch wieder geschafft, diese Herausforderungen einfach in Chancen zu verwandeln und das Beste daraus zu machen.

00:19:05: Und ich glaube, was jetzt auch noch mal ein Meilenstein ist, Wir haben uns als Organisation dieses Jahr nochmal ganz anders aufgestellt.

00:19:13: Wir haben ein neues ERP, mit dem wir arbeiten, das viel breiter alles abdeckt.

00:19:20: Wir haben die internen Bereiche nochmal aufgebaut, das uns beide extrem und lastet.

00:19:25: Und wir haben auch ein KI-Bereich nochmal extrem viel aufgebaut dieses Jahr, was wir die nächsten Jahre machen können.

00:19:33: Wir haben auch intern unser Service-Offering aufgebaut.

00:19:35: Also es waren etliche Themen, wo du einfach gemerkt hast, diese Firma hat dieses Jahr einfach noch mal einen Sprung gemacht.

00:19:41: Das war jetzt gar nicht ein Thema, an dem ich es festmachen kann.

00:19:44: Aber ich glaube, man merkt auch einfach, dass jetzt viel mehr Leute alle in die gleiche Richtung ziehen mit der Firma.

00:19:50: Und das bringt einfach noch mal mehr Gas in diesen Laden rein und hilft uns noch mal all diese Themen und Ideen, die wir haben.

00:19:57: ... auch umzusetzen und noch schneller zu werden bei vielen, ... ... noch bei der Breite an Themen, die uns da sind.

00:20:02: Das

00:20:03: heißt, war für dich dieses Jahr oder ... ... irgendwann Zeitpunkt dieses Jahr der Moment, ... ... wo du gesagt hast, jetzt sind wir wirklich am Markt angekommen ... ... oder gab es den schon früher?

00:20:10: Ich glaube, am Markt angekommen sind wir schon früher.

00:20:13: Also ... ... das war schon so, wo du mit Kunden immer gesprochen hast und ... ... jeder ... ... war froh und hatte gutes Feedback und wir haben ... ... darauf aufgebaut, wir haben uns Empfehlungen geholt.

00:20:28: Uns kannte jetzt vielleicht noch nicht jeder im Dachraum.

00:20:31: Ja, das hat natürlich diese Markpenetration natürlich zugenommen.

00:20:34: Wir sind kanter geworden.

00:20:38: Und wir haben uns wahrscheinlich auch noch mal spitzer positioniert.

00:20:42: Aber ich glaube, wir waren davor schon letztlich da und haben einfach konstant diesen Aufbau auch weiter vorangetrieben.

00:20:51: Das ist gerade eben schon angeschnitten.

00:20:52: So Ende.

00:20:55: Challenging, wir reden jetzt ja auch viel von der Erfolgsstory, aber das baut sich bekanntlich auch nicht von selber so was.

00:21:01: Was war für dich so die härteste Phase?

00:21:05: Also das war im Juli, also Sommer, um zwanzig, dreinzwanzig, wo wir dann auch nochmal zusammengesessen waren und überlegt haben, wie wir das jetzt eigentlich machen können, was jetzt die nächsten Schritte sind.

00:21:20: Wir, einerseits waren wir damals ja schon gewissermaßen erfolgreich, sind noch immer mehr Leute reingekommen und auf der anderen Seite hatten wir ein riesiges Platzproblem und mussten dann auch quasi unser altes Büro verlassen.

00:21:35: Und diese Zeit, diese Unsicherheit, wie geht es weiter?

00:21:39: Weil wir auch dann ja schon viele Vorstellungen hatten.

00:21:43: Wir wussten, wir wollen jetzt nicht nach Greffelfing rausgehen oder wieder irgendwo oder in Grünwald, wo wir, das war am Anfang alles für die Gründung und so, wo wir zu zweit waren.

00:21:52: Da hat das gepasst, aber das ist ja nicht die Vision, die wir im Kopf hatten und nicht der Anspruch, den wir hatten.

00:21:56: Das heißt, wir wussten, wir wollen zentral sein.

00:21:59: Wir haben uns viele Büros angeschaut, aber die haben uns auch nicht angesprochen.

00:22:05: Noch vom Gefühl her einfach viel... Altes, flackendes Näh- und Licht und wenig Potenzial da, irgendwas Dynamisches draus zu machen.

00:22:15: Und gleichzeitig dann halt auch zu merken, okay, wir müssen jetzt auch weiterhin auf, wir müssen natürlich viel größer planen, als wir eigentlich schon sind, weil wir sind jetzt vielleicht sechs Leute, aber wir können jetzt nicht im Büro suchen für sechs Leute, sonst haben wir in sechs Monaten schon wieder das nächste Problem, sondern wir müssen ja eigentlich auf drei bis fünf Jahre planen.

00:22:38: A ist das ja natürlich super schwierig, ein Jahr nach Gründung.

00:22:40: Wo stehst du in fünf Jahren?

00:22:42: Und B hast du natürlich auch nicht die Mittel, jetzt schon ein Büro für in fünf Jahren auszubauen und zu finden und quasi zu bewohnen.

00:22:54: Kannst du ja auch von den Betriebskosten und so ist das ja eigentlich gar nicht darstellbar.

00:22:59: Das heißt, wir mussten da irgendwo wieder etwas finden.

00:23:02: Büro, was groß genug ist, dass wir wachsen können.

00:23:06: Auch die nächsten Jahre, wo wir jetzt aber auch schon merken, jetzt sind wir etwas über zwei Jahre hier und wir stoßen eigentlich schon überall an die Grenzen.

00:23:16: Wir haben jetzt fünfundzwanzig Leute und es passt schon fast nicht mehr.

00:23:21: Haben wir damals zu klein geplant?

00:23:24: Ja, ich glaube, damals konnte man auch gar nicht planen und das war für die Größe, die wir damals hatten, war das schon ein extrem großes Büro.

00:23:32: Aber das war mit die die die most challenging Ein Time eigentlich, weil damals auch sehr viel Ungewissheit da war und wir wussten mehr um extreme Investitionskosten.

00:23:42: Die Projekte, die wir damals hatten, es war nicht klar, ob die nur noch vier Wochen laufen oder sich noch mal verlängern und was danach ist.

00:23:49: Und da hat man dann schon viel nachgedacht, was es jetzt wäre, wenn.

00:23:54: Ich glaube, da kam so einiges zusammen, was bei einer FDD Red Flex wären, Klumpenrisiken.

00:23:59: irgendwie hoher Fixkostenblock, der da irgendwie dagegen steht.

00:24:03: Ich meine am Ende verkaufen wir immer noch Projekte.

00:24:05: Wir verkaufen ja keine Licensing-Solution, die dann schön monatlich Revenues generiert, sondern wir müssen ja irgendwie über Projekte schauen, dass das oben was reinkommt.

00:24:15: Also die Phase kann ich tatsächlich nur unterstreichen.

00:24:20: Gabs auch Kundenprojekte, die dir schlaflose Nächte bereitet haben.

00:24:26: Oder waren es eher interne Themen.

00:24:28: Ja, die glaubt sicherlich.

00:24:30: Lass mal so stehen.

00:24:33: Lass

00:24:33: dich auch sagen.

00:24:35: Genau.

00:24:37: Nee, ich glaub, also es gibt halt so krasse Phasen.

00:24:40: Ich glaub, wenn ich ergänzen darf, ich glaub, wer hat jetzt auch zu fünfundzwanzig schon eine Crunchtime teilweise?

00:24:46: Also ich glaub, da hatten wir jetzt keine Klumpenrisiken mehr und auch nicht mehr das Thema, das wir uns fragen mussten, wie viel kommt jetzt oben rein, sondern ich glaub eher das Thema, es kommt zu viele oben rein.

00:24:55: Und wie viel... bis du als Team in der Lage überhaupt in dem Qualitätsbewusstsein abzuarbeiten, wie wir das halt eben wollen und auch unkompromisslos wollen.

00:25:05: Und wenn ich so an meinen USA-Urlaub dieses Jahr denke oder andere Phasen, die fliegen dir als Gründer dann leider auch mal um die Ohren, das sind natürlich Dinge, die gehören halt dazu.

00:25:17: Also war vielleicht noch eine Gegenfrage, war jetzt so die einzige Phase, wo du sagst, das war... schlaflose Nächte und hab scheiße gepennt und was weiß ich oder gab's da noch mal ein, zwei oder sagst du, da war's echt unruhig?

00:25:30: Nee, da gab's natürlich immer viele.

00:25:32: Ja.

00:25:35: Projektseitig getrieben dann oder wegen internen Themen oder auch wenn's mal Mitarbeitergespräche gab, die schwieriger waren.

00:25:44: Da sind schon viele Sachen, die dich einfach auffühlen und die einem dann natürlich beschäftigen.

00:25:51: Und wir sind irgendwo auch... als die die ultimativ dafür verantwortlich sind auch so ein bisschen die last line auf die fänds.

00:25:58: ich glaube das ist das was du angesprochen hast und das hatten wir Anfang diesen jahres auch noch.

00:26:04: da war die organisation noch nicht da wo sie jetzt ist zu weihnachten und auch noch nicht wo wir sie damals gerne gehabt hätten.

00:26:12: aber wenn dann einzelne leute krank sind oder ausfallen dann bleibt das direkt an uns hängen weil wir einfach noch nicht direkt und dann dafür haben Hier ist noch ein Manager, wie es eine Big Four machen kann.

00:26:24: Oder hier sind nochmal zwei Junior-Talents, die die mit unterstützen und du schnell reinholst.

00:26:31: Sondern dann hast du ein Team mit mit zwölf Leuten, die sind aber alle irgendwo eingeplant.

00:26:37: Und dann kannst du da kaum irgendwie agieren, beziehungsweise du musst ja auch eine gewisse Seniorität reinbringen.

00:26:43: Und wenn das dann irgendwie anders läuft, wie gedacht.

00:26:48: Dann sind natürlich wir, die dann in Verantwortung stehen und im Zweifel, dass dann auch die Einzigen sind, die das dann ausbaden können und dem Moment oder auch die Unterstützung reinbringen können.

00:26:59: Und deswegen gab es dann natürlich auch dieses Jahr extrem viele Phasen wieder.

00:27:04: Aber für mich war immer ersichtlich, dass es nach vorne geht und dass es aufwärts geht, dass wir uns weiter entwickeln.

00:27:12: Und für mich ist immer ein Riesenunterschied, ist das jetzt eine Sache, wo ich einmalig viel Zeit investieren muss oder ist es ein systematischer Fehler in der Organisation.

00:27:24: Wenn ich weiß, das ist jetzt einmalig so, weil uns fehlt halt immer noch der DD Manager und wir haben aber jemand in Aussicht und dann wird das auch alles.

00:27:33: Hat sich ja auch bewahrheitet?

00:27:35: Hat sich, hundertprozentig und mit allem tatsächlich.

00:27:41: Ja, ich bin, wenn ich ein Thema immer noch hätte, was ich schon seit zwanzig-zwanzig jeden Monat mache oder irgendwelche Sachen, die ich tun muss oder die einfach ineffizient sind, dann die gibt's nicht mehr.

00:27:54: Die haben wir alle abgestellt, glaube ich.

00:27:56: Und das ist immer schon so das Thema, wo wir dann dran sind.

00:27:59: Und dann läuft das eigentlich von der, sag ich mal, von der Basis her sehr effizient und diese Spitzen... Die muss mir halt am Anfang immer abfangen.

00:28:08: Und jetzt die Größe, wir werden das so mehr, hat natürlich auch die Organisation diese Fähigkeit, mit sowas umzugehen und so Themen dann auch intern zu lösen.

00:28:18: Würdest du irgendwas anders machen heute?

00:28:23: Ganz einfache Frage.

00:28:24: Das ist eine

00:28:25: ganz einfache Frage und ich habe mir, ich habe die tatsächlich, ich weiß gar nicht, wie ich das sagen soll, aber ich habe ja das Skript vorher gelesen und ich habe mir auch gedacht, ob ich darauf einfach sagen kann, nein.

00:28:35: dass dann schon wieder zu arrogant und zu unreflektiert klingt.

00:28:39: Aber ich wüsste nicht, was ich groß anders machen würde.

00:28:45: Natürlich gibt es dann auch wieder tausend Kleinigkeiten, die man anders machen würde, wo man im einzelnen Moment anders reagieren würde, wo man gerne Sachen, wo man im Nachgang klüger war oder wo man vielleicht auch mal vor schnell reagiert hat.

00:28:59: Da gibt es natürlich unendlich Sachen, die willst du jetzt wahrscheinlich alle nicht hören, sonst haben wir hier noch ein bisschen länger.

00:29:05: Dann reden wir noch bis zur Weste.

00:29:07: Aber vom Krohm her, nein, ich glaube, die Idee war richtig.

00:29:12: Ich glaube, das, was wir aufgebaut haben, ist richtig.

00:29:15: Ich bin auch jedes Mal wieder, gehe ich echt positiv aus diesen ganzen Jahresgesprächen raus, weil du auch merkst, den Mitarbeitern gefällt das.

00:29:23: Das ist inspiriert die.

00:29:25: Das ist etwas, wo die jeden Tag hier Spaß haben, hinzukommen.

00:29:29: Und von daher, ich glaube, im Großen und Ganzen hat das gut funktioniert bisher.

00:29:35: Und da gibt es nicht, gibt es, wie gesagt, tausend Kleinigkeiten, die vielleicht anders machen würden.

00:29:40: Aber im Wesentlichen kann ich nicht sagen, dass ich jetzt irgendetwas in der ganzen Story anders machen wollen würde.

00:29:51: Und frage ich anders, was hast du dann über dich gelernt?

00:29:57: So, ich glaube, dass ich... gelernt habe, dass ich noch ungeduldiger bin, als ich eigentlich mich schon kannte.

00:30:07: Das merkt man dann und je größer die Firma wird, desto mehr Abhängigkeiten gibt es, desto mehr Sachen muss man abstimmen bei den Projekten, die laufen, bei internen Themen, wo man dann nochmal was beim Steuerberater nachfrägt, beim Rechtsanwalt hier und da und dann immer auf verschiedene Sachen warten muss und da bin ich nicht so gut drin, muss ich sagen.

00:30:29: Das geht mir dann meistens doch zu langsam und ich, ja, weiß, sagt das auch zu allen, das kann manchmal dann anstrengend sein.

00:30:38: Aber letztlich trägt das auch zu dem bei, glaube ich, wie wir uns entwickelt haben.

00:30:43: Das ist aber sicherlich auch eine Sache, wo ich teilweise noch besser werden kann.

00:30:49: Ja, wobei, ich sag mal, Ungeduld muss ja nicht unbedingt zu einem schlechten Umgang im Team führen.

00:30:53: Das sind ja zwei Welten.

00:30:55: sage ich mal, aber es ist natürlich schon so, dass Ungeduld dann auch durchaus so, ja, sage ich mal, ein bisschen Rückenwind für alle führt, dass sie ihre Sachen auch erledigen und so weiter und das gefällt dann natürlich nicht jedem.

00:31:10: Aber andererseits ist glaube ich Ungeduld auch eine Tugende in unserer Branche, die auch ein gewisser Vorteil ist, weil ich glaube, wenn du alles ganz geduldig machen würdest und so, dann werden die Private Equity Kunden, die jetzt auch nicht unbedingt von Geduld geprägt sind, glaube ich auch nicht auch nicht so happy.

00:31:26: Nein, daher kommt das immer.

00:31:27: Also zum einen, ich will radial voranbringen und ich möchte natürlich auch, dass die Kunden happy sind und ich weiß, dass da einfach eine Responsiveness auch über alles geht.

00:31:40: Und trotzdem glaube ich, dass man in der einen oder anderen Stelle auch einfach sich jetzt mehr herausnehmen muss, um den Druck nicht zu sehr zu erhöhen, sondern den Leuten auch die Freihandeln geben muss, dass sie da einfach auch selber

00:31:54: am einen können.

00:31:56: Ich glaube, eines der größten Learnings für mich war tatsächlich, dass ich, glaube ich, nicht allein gründen würde.

00:32:02: Weil du kannst nicht alles können, glaube ich.

00:32:06: Und ich glaube, so komplementär wie wir funktionieren, das hat sich jetzt auch erst irgendwie so herauskristallisiert im Laufe der Zeit.

00:32:13: Das war zwar am Anfang schon da, aber ich finde, mehr wie auch wachsen, dass so krasser wird das eigentlich nochmal, weil sich jeder tatsächlich halt voll auf seine Stärken... konzentrieren kann.

00:32:23: Und ich muss halt für mich zumindest sagen, ich habe in Warp Speed, glaube ich, in den letzten dreieinhalb Jahren meinen stärken und schwächen Profil kennengelernt.

00:32:32: Das ist, glaube ich, das, was so eine Gründung mit sich bringt.

00:32:37: Das ist schon richtig.

00:32:38: Du bist extrem ganzheitlich gefordert in vielen Bereichen.

00:32:44: Und ich gebe dir vollkommen recht, also das Founder-Profil, was wir haben und wie kompimentär es ist, ist extrem gut.

00:32:51: Ich könnte mir auch vorstellen, dass schon ne dritte Person fast zu viel dann wieder ist, weil du auch die schnelle Abstimmung dann verlierst.

00:32:58: Dann ist immer mal jemand nicht da, in Urlaub, in Meetings oder so.

00:33:01: Und dann verlierst du da schon wieder relativ viel Speed.

00:33:05: Plus.

00:33:05: du hast dann auch das Thema, was machst du, wenn zwei für eins sind?

00:33:10: Und dann hast du schon ne zwei gegen eins Stimmung manchmal.

00:33:13: Die hast du bei uns nicht, weil wir uns halt immer auf eins einigen müssen, was wir ja auch machen.

00:33:18: Aber ich geb dir recht, wäre alleine nie möglich gewesen, weil ich auch das, was du bringst und was du für diese Firma tust, nicht im Ansatz hätte tun können, inhaltlich schon gar nicht.

00:33:33: Und aber auch von der Zeit her, wenn wir jetzt überlegen, einer Eingründer hätte noch mehr irgendwo woanders investieren sollen an Zeit, das wäre auch einfach nicht mehr gegangen.

00:33:45: Das heißt, du bist dann zwangsläufig da, dass du eigentlich viel langsamer nur aufbauen kannst und wachsen kannst.

00:33:51: oder nur über mit Investoren im Hintergrund, die das irgendwie becken, dass du da relativ schnell Leute reinholst in manchen Bereichen.

00:34:01: Aber alleine alles zu machen, ist sonst, glaube ich, extrem schwierig, wenn du wachsen möchtest, zumindest.

00:34:08: Haben sich deine Arbeitszeiten verändert von zwanzig, zwanzig bis heute?

00:34:13: Ja, schon,

00:34:14: ja.

00:34:15: Also, wenn ein Transaktionsumfeld ist, ist es jetzt nicht.

00:34:19: nein, zu fünf, aber... Klar, auch am Wochenende sind super viele Tage, die einfach radial gehören oder in den Ferien Urlaub, wo du dann einfach schon weißt, jetzt ist dann bald Weihnachten-Neujahr durch, jetzt stehen wir Jahresabschlüsse an, dann stehen noch ein paar andere Themen an, dann kommt unsere Odo-Integration.

00:34:43: Das sind einfach Themen, die sind dann nebenbei und das sehe ich aber gar nicht so als Arbeit, weil es mir auch viel Spaß macht.

00:34:49: Deswegen hab ich auch nicht diese so eine schwarz-weiß-sicht zwischen Freizeit ist super und Arbeit ist alles, was nicht so gut ist.

00:34:57: Sondern mir macht das einfach Spaß.

00:34:59: Und ich arbeite gerne, ich hab eine superhue, intrinsische Motivation.

00:35:04: Die hatte ich so früher auch nicht.

00:35:06: Das ist schon noch mal gekommen und dadurch tendiert man auch dazu, noch mehr zu machen.

00:35:10: Aber auch weil man immer den Return sieht.

00:35:13: Und das ist schon ein bisschen wie so eine Droge.

00:35:15: die einfach extrem euphorisierend ist, wenn man dann sieht, was man umsetzt, wie es dann wieder vorangeht, wenn man dann erste Kunden mit neuen Themen glücklich macht oder so.

00:35:24: Also Long Story Short, natürlich ist das unheimlich viel Zeit, den man da reinbringt, aber ich kann das auch nicht mit klassischer Arbeit irgendwie gleich setzen.

00:35:34: Ne, bin ich hundertprozentig bei dir.

00:35:35: Das ist irgendwie, weiß ich nicht, eigentlich wie ein Hobby fast schon, dass man mit einer Wahnsinnsleidenschaft ausführt und... wo man bereit ist, wahnsinnig viel Zeit zu investieren, aber wo man auch nicht gegen seine Prinzipien arbeitet.

00:35:48: Und deswegen sage ich immer, du kriegst kein Burnout, wenn du es in stunden Tage hast und richtig Bock hast, weil du dann einfach das machst, wo für du stehst, kriegst ein Burnout, wenn du zehn Stunden gegen deine Prinzipien arbeitest.

00:35:58: Ja, und das ist ja das, was eine, was eine Firmengründung, wo die, wo die Firmengründung eine Chance ist, dass du dir die Welt halt so baust, wie die deinen Prinzipien und Idealen entspricht.

00:36:08: Ja, und wenn das dann idealerweise auch noch ... Prinzipien und Idealen von ... ... twenty, dreißig Mitarbeitern entspricht, ... ... was wir ... ... Job verfolgt, ... ... glaube ich, einigermaßen gut hinbekommen haben.

00:36:18: Ja.

00:36:19: Dann ist, ... ... sag ich mal, ... ... Verantwortung zu haben, ... ... eines der most rewarding Dinge, ... ... die du eigentlich ... ... haben kannst.

00:36:25: Also ich ... ... kann mir nichts anderes mehr vorstellen, ... ... als unternehmerisch tätig zu sein.

00:36:29: Das ist ... ... kriegst du, glaube ich, ... ... nennst du woanders.

00:36:33: Ja.

00:36:33: Da bin ich voll bei dir.

00:36:36: So, jetzt haben wir Ende zu ... ... twenty, ... ... wie gesagt krasses Jahr.

00:36:40: Ja, wofür wir beide, glaube ich, sehr dankbar sind, wo wir auch zurückschauen und sagen, wow.

00:36:46: Also für mich fühlt es sich teilweise noch an wie so eine Achterbahnfahrt, wo du jetzt mit zerzausten Haaren gerade aussteigst und sagst, hoppla, was war das jetzt?

00:36:55: Im positiven.

00:36:56: Schauen wir mal ein bisschen nach vorne.

00:36:58: Was erwartest du für zwanzig, sechsundzwanzig?

00:37:03: Ich glaube, wir haben unheimlich viel an der Foundation wieder geschraubt dieses Jahr.

00:37:08: Wir haben Leute reingeholt im Bereich Marketing, im Pipel und Kaltscher Bereich, mit denen wir noch mal schneller Wachsen und skalieren können, wo wir Sei es noch mehr nach Außendarstellung, intern nochmal mehr Themen aufbreiten können.

00:37:28: Wir haben jetzt Odo, das glaube ich ein Quantensprung ist, von der internen Thematik, was wir damit machen können, wie wir uns da die Prozessblows die letzten Monate gebaut haben.

00:37:40: Wir haben eine neue Webseite, die extrem professionell geworden ist und super aussieht.

00:37:46: Also wir haben glaube ich unheimlich viel gemacht, was jetzt die Basis legt.

00:37:51: dass wir nächstes Jahr eigentlich noch schneller weiter umsetzen können, Projekte machen können.

00:38:01: Und wo ich schon sehe, dass wir auch nächstes Jahr extrem schnell wachsen können.

00:38:07: Der Nied am Markt ist immer noch da.

00:38:09: Und die Qualität, die wir abliefern, ist sehr hoch.

00:38:14: Die Kunden sind nach wie vor alle sehr, sehr zufrieden.

00:38:18: Die Firma hat sich weiter umgesprochen und wir können jetzt davon eigentlich wieder den nächsten Sprung machen und das wird sicherlich in Teilen auch Amerika betreffen, wo wir jetzt ja auch eigentlich die Foundation gelegt haben seit Anfang des Jahres.

00:38:35: Wir sind da soweit komplett aufgesetzt, können direkt loslegen und wir werden sicherlich auch nochmal einen Tech und AI Hub auch noch mal was machen, wo wir Leute einstellen und auch noch mal mehr IT Know-how und Entwickler reinholen wollen, um weiter auch in den Produkten arbeiten zu können, die wir anbieten.

00:38:57: Ich glaube, da müssen wir die Zuhörer kurz aufklären, weil ich bei einem Karriere Insider-Podcast bei der Arbeit der Überländer von Griechenland erzählt, als Tech und AI Hub.

00:39:06: Wir sind jetzt ja nicht mehr in Griechenland.

00:39:10: Wir waren in Griechenland, wir hatten damals vor, nach Griechenland zu gehen.

00:39:15: Wir hätten das quasi dort über eine eigene Firma machen können und hatten uns damals dafür entschieden, weil es gute Arbeitskräfte dort gibt, weil wir Verbindungen darüber hatten und weil wir dachten, dass das alles relativ gut organisierbar ist, auch innerhalb der EU.

00:39:37: Was uns wichtig ist, auch für das Datenschutzniveau einfach, dass wir sicherstellen wollen.

00:39:42: Wir haben dann leider gemerkt, dass es doch extrem bürokratisch ist in Griechenland und es, den nicht gerade leicht gemacht wird, als ausländischer Investor da aktiv zu werden.

00:39:54: Das ging über mehrere Monate und wir haben dann irgendwann gesagt, okay, das ist jetzt dann einfach an einem Punkt, wo sich für uns nicht mehr lohnt.

00:40:02: Natürlich hätten wir irgendwann diese Firma haben können, aber Wenn du dann jetzt in der Gründung so viele Probleme hast und auch schon absehbar manche dieser Themen dann im Nachgang noch fortlaufend hast und jeder Zeitnachweis von dem Steuerberater nochmal abgestempelt werden muss, dann ist das einfach nicht das, wo wir hin möchten und wo wir dann vielleicht auch nicht die richtige Wahl getroffen haben.

00:40:29: Deswegen haben wir da nochmal den Reset-Button gedrückt.

00:40:32: Und haben nochmal ein bisschen uns umgeschaut.

00:40:34: Für uns war klar Europa eben wegen dem Datenschutzniveau.

00:40:38: Und wir sind jetzt dabei, dass wir uns in Bulgarien registrieren und dort gute Fachkräfte dann bei uns einstellen und denken, dass wir damit einen besseren Standort gefunden haben.

00:40:53: Und am Ende ist aber auch das wieder einfach eine unternehmerische Sache.

00:40:58: Wir müssen das jetzt machen.

00:40:58: Wir haben das mit Griechenland in Teilen ausprobiert.

00:41:02: Wir probieren das jetzt in Bulgarien aus, ob es funktioniert oder ob wir im Winter sechsundzwanzig hier sitzen und darüber diskutieren, warum wir es jetzt in wo auch immer in Estland machen, das müssen wir gucken.

00:41:16: Da

00:41:16: macht es die KI.

00:41:19: Schauen wir mal.

00:41:20: Vielleicht auch im Podcast.

00:41:22: Schauen wir mal.

00:41:22: Irgendwann einen Agenten wird es dann schon geben.

00:41:25: Nee, Spaß beiseite.

00:41:26: Aber das sind auch wieder so Beispiele, glaube ich, wo man durch ausprobieren halt einfach weiter kommt.

00:41:31: Natürlich versenkt man dann mal irgendwie einen kleinen fünfstelligen Betrag in sowas.

00:41:35: Das passiert halt dann, aber dann lernt man daraus und iteriert es halt weiter, bis es am Ende zur Perfektion führt.

00:41:42: Und wenn jetzt Bulgarien ... Funktioniert, dann haben wir da nächstes Jahr vielleicht irgendwie eine Hand vor Leute sitzen, die dann quasi unsere Data Engineering, Data Warehousing, ELT, ETL Prozesse aufsetzen.

00:41:53: Natürlich deutlich effizienter und auch kostengünstiger und wir dadurch natürlich wieder den Kunden nutzen erhöhen.

00:41:59: Das ist ja, sag ich mal Sinn der Sache.

00:42:02: Wo mich jetzt auch viele ansprechen ist, warum Amerika?

00:42:08: Ja, ich glaube... Ich glaube tatsächlich, dass es immer gar nicht so schlecht ist, antizyklisch zu agieren.

00:42:18: Wenn gerade alle nach Amerika expandieren, dann fragte ich das keiner, aber dann diesen Trend mitzunehmen, ist eigentlich schon wieder schwierig.

00:42:27: Ich glaube, jetzt, wo die allgemeine Verunsicherung ein bisschen höher ist und man auch nicht weiß, wie sich das ganze Thema gerade entwickelt, ob noch mehr Zölle kommen und ist gar keine so schlechte Zeit, das jetzt einfach aufzubauen.

00:42:41: Wir haben das jetzt gemacht.

00:42:42: Wir haben darüber investiert, dass wir diese Niederlassung haben.

00:42:46: Wir sind soweit vorbereitet und in dem Moment, wo es eigentlich wieder geht, sind wir halt da und können direkt loslegen.

00:42:53: Und auf der anderen Seite ist das natürlich ein extrem großer Markt, wenn nicht gar sogar die Königsklasse eigentlich, die man da hat, wo uns sicherlich in vielen Bereichen Sowohl was die Assets dort drüben angeht, als auch, wie Deals gemacht werden, in vielerlei Hinsicht schon voraus sind und wo für uns auch nochmal einfach das Thema ist, dass wir uns das beweisen wollen, dass wir auch viel, was wir dort sehen, mitnehmen können, auch wieder hier einbauen können, dass wir im Cross-Border-Bereich natürlich super gut unterstützen können, weil da gibt es aktuelle viele Investitionen von deutschen Firmen in Amerika und auch umgekehrt.

00:43:34: Das sind Themen und von daher glaube ich, dass es da ja kein richtig oder falsch gibt, den Zeitpunkt, der ist nicht schlecht.

00:43:44: Und wir müssen jetzt einfach gucken, dass wir das nach und nach aufbauen und dass das jetzt kein Schnellschuss ist, sondern eher ein bisschen ein Marathon, bis man da drüben wirklich Fuß gefasst hat.

00:43:57: Das ist natürlich noch mal viel schwieriger als hier.

00:44:01: Fremde Sprache, fremde Kultur.

00:44:04: nicht so viel vor Ort sein, gar kein Netzwerk haben.

00:44:08: Das wird natürlich viel länger dauern, als es hier gedauert hat.

00:44:11: Aber das ist uns auch klar, wenn man muss irgendwann auch damit einfach anfangen und dann konstant dranbleiben und dann wird sich das auch irgendwie in dahin entwickeln, wo wir es haben möchten.

00:44:22: Und das kann noch sechs Monate oder anderthalb Jahre dauern, aber es wird jetzt mit der Zeit dann bekommen.

00:44:29: Ja.

00:44:30: Eine Grundregel gibt es stetig Tropfen, hüllt den Stein.

00:44:33: Das wollen wir auch da wieder machen und alles geben.

00:44:36: Und auch da gehe ich davon aus, dass das am Ende klappt.

00:44:39: Wir haben jetzt im Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr-

00:44:53: und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr-.

00:44:54: Also wir wussten ja immer das Nein, Quatsch.

00:44:59: Wir hatten damals tatsächlich überlegt, welcher Rechtsform wir gründen können und es ist jetzt berufsrechtlich ein bisschen schwierig, weiß wahrscheinlich auch nicht jeder, aber in einer reinen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft können nur Wirtschaftsprüfer beteiligt sein oder ausländische Berufsangehörige, wenn die gleichgestellt sind.

00:45:21: Und wir hatten damals überlegt, ob wir eine Beratungsgesellschaft machen oder eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

00:45:27: Und wenn wir FIFTY FIFTY hätten beteiligt werden wollen, dann hättest du entweder noch einen Steuerberater, einen Wirtschaftsprüfer oder eben den US-CPA machen müssen, dass das funktioniert.

00:45:40: Wir haben dann relativ spontan gesagt, okay, dann machen wir einfach beide den CPA, vielleicht brauchen wir den ja nochmal für irgendwas.

00:45:49: Und dann haben wir tatsächlich nach sechs Monaten gemerkt, dass wir mit dem Konstrukt, so wie wir es uns vorgestellt hatten, tatsächlich doch keine nicht-fifty-fifty an der deutschen Wirtschaftszurufungsgesellschaft beteiligt sein können als Drittstaaten-BPs.

00:46:07: Deswegen war der damals eigentlich tatsächlich unnötig, hat, ich glaube, sechs bis siebenhundert Stunden von unserer Zeit, neben Gründung und alle möglichen anderen gefressen, waren vier größere Termine, in denen wir diese Klausuren geschrieben haben.

00:46:27: Aber jetzt haben wir den tatsächlich, ja das war jetzt vielleicht auch ein bisschen Glück, wenigerweise voraus sich damals, aber es hat sich tatsächlich jetzt ganz gut ergeben und ist natürlich, wenn wir dort an Amerika denken und da drüber nachdenken, dort wirklich aktiv zu werden, ist das natürlich ein Riesen-Asset, dass man zumindest sagen kann, okay, wir kennen den Markt und wir sind auch vom Fach hier und sind anerkannt.

00:46:52: Ja, ich glaube da immer dran, dass das ist irgendwie wie so ein Magnet zum Ziel, glaube ich.

00:46:56: Ich glaube, es hat damals schon so zu Null, fünf Prozent in uns geschlummert, dass es in irgendeiner Form einen Fable gibt, irgendwann mal da was zu machen.

00:47:05: Ich glaube, sonst hätten wir den nicht durchgezogen, ehrlicherweise.

00:47:08: Ich glaube, sonst machst du sowas nicht.

00:47:10: Nee, wahrscheinlich nicht.

00:47:12: Hast ja kein Bock drauf, irgendwie siebenhundert, achthundert Stunden daneben mehr zu investieren, ohne dass da irgendwie vielleicht was in dir schlummert, was du in dem Moment vielleicht noch gar nicht wahrnimmst.

00:47:20: Ich meine, ich war zwei Jahre in Amerika und ich hab den da nicht gemacht.

00:47:24: Ich war damals da drüben und klassisch noch Prüfung, dann bist du den ganzen Winter eigentlich eh am Arbeiten.

00:47:32: Kannst auch froh sein, weil in Chicago, wo ich war, es ist halt einfach todeskalt für sechs Monate.

00:47:39: acht Monate.

00:47:40: Und dann wollte ich nicht die Sommerzeit, wo ich dann weniger arbeiten muss, damit nutzen, dass ich jetzt dann in meiner Wohnung Sitzung für den CPA lerne.

00:47:51: Aber es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, dass wir das damals so gemacht haben.

00:47:55: Und ja, ich glaube, wir konnten uns das damals im Entferntesten auch schon vorstellen, dass wir sowas mal haben, aber es ist halt kilometerweit.

00:48:08: Lichtjahre weit weg,

00:48:08: aber ich muss nur da fairerweise eine Lanze brechen.

00:48:11: Ich meine, das war damals von dir glaube ich ein brutales Commitment zu sagen.

00:48:14: Ich leg den Wirtschaftsprüfer Titel jetzt mal irgendwie erstmal auf Eis, dass wir überhaupt in der Lage waren, eine normale GmbH zu gründen.

00:48:24: Weil der Gründungsgedanke immer war, wenn wir das machen, machen wir das Fifty-Fifty.

00:48:28: Und ich glaube, das ist eine wichtige Message auch für Leute, die vielleicht mal gründen möchten, gerade als Gründer Paar.

00:48:34: Ich glaube, das ändert schon was.

00:48:35: Ich glaube, wenn wir damals einen Kompromiss irgendwie gemacht hätten, dass wir gesagt hätten, ja du, Einenfünfzig, ich, Neunfünfzig oder sowas, das hätte nicht zum Gesamtkonstrukt gepasst, weil wir alles Fifty-Fifty machen.

00:48:46: Da wird einfach, wir wissen beide, jeder gibt alles für diesen Laden, jeder auf seine Art und Weise.

00:48:54: Ob dann der eine mal mehr da bringt oder der andere mehr da spielt einfach keine Rolle, weil jeder weiß, jeder gibt hier Vollgas und das Commitment ist immer fünfzig Prozent plus fünfzig Prozent.

00:49:05: Und das ist für mich im Nachgang schon so ein Mega Learning bei sowas irgendwie keine Kompromisse zu machen.

00:49:11: Ich glaube in dem Moment, wo wir irgendwie gesagt hätten, jetzt macht jeder sich so in so einer, keine Ahnung, Partnerschaft oder so und jeder hat seinen eigenen Umsatz, Topf oder jeder hat sein eigenes, seine eigene kleine Welt mit Entnahmekonto und so Sachen.

00:49:24: Das ist im Nachgang für mich wirklich eins der größten Learnings, sowas nicht zu tun, wenn du von der Einstellung her das gleiche Ziel verfolgst, weil dann verfolgst du es umso mehr.

00:49:35: Ja, gebe ich dir recht.

00:49:37: Aber stand für mich auch nie zur Frage, dass wir das irgendwie anders machen könnten.

00:49:41: Ja, aber es ist schon, also ich mein schon, kommentend.

00:49:43: Ich glaube, es gibt jetzt nicht so viele WPs, die sagen würden, ich leg jetzt mal mein Titel weg und dann hoffe ich es beste.

00:49:48: Ich glaube, kannst du ja fünf Jahre oder fünf Jahre, glaube ich, weglegen.

00:49:52: Wir haben ja damals auch wiederum uns beide committed zu sagen, wir schaffen eine Struktur, dass irgendwann beides möglich ist.

00:49:57: Und jetzt haben wir ja die Consulting GmbH und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft quasi neben dran in Deutschland.

00:50:03: Aber das war ja damals alles noch nicht greifbar, dass halt sowas in so kurzer Zeit dann schon möglich wird.

00:50:10: Von dem her war das, glaube ich, schon ein sehr, sehr großes Commitment, dass Radial überhaupt zu dem werden konnte.

00:50:20: Richtung Schluss.

00:50:24: Jetzt haben wir schon einige Themen, glaube ich, besprochen.

00:50:28: Vielleicht noch so, die.

00:50:29: jetzt haben wir in den nächsten Jahr ein paar Leute in Bulgarien angerissen.

00:50:34: Wahrscheinlich wird das deutsche Team deutlich wachsen.

00:50:38: Wir machen wahrscheinlich die ersten Projekte in Amerika.

00:50:42: Über im Jahr zum Jahr zum Jahr, wie stellst du dir Radio in ein paar mehr Jahren vor?

00:50:47: Wir sind jetzt bekanntlich nicht diejenigen, die irgendwie fünf Jahrespläne machen und dann achtzig Seiten Powerpoint machen, damit sie sich beschäftigt fühlen.

00:50:55: Das macht ja der ein oder andere auch.

00:50:57: Wir geben halt weiterhin Gas, aber was schwebt dir vor für die Firma?

00:51:05: Ich glaube, wir haben auch da, Gott sei Dank, eine ziemlich ähnliche Vision.

00:51:08: Wir wollen radial zu einer... weltweit bekannten Marke aufbauen, die man kennt, die für absolute Qualität und führende Beratungsleistungen im PE-Umfeld steht.

00:51:23: Wir werden weiter einzelne internationale Metropolen uns raussuchen, wo es sinnvoll ist, für uns hinzugehen, wo die Märkte sind, wo die Leute sind und wo wir denken, dass Ein Bedarf besteht an Beratung, so wie wir sie anbieten.

00:51:46: Und wir werden das einfach auch international weiter ausbauen und skalieren.

00:51:53: mit dem Backbone, den wir hier in Deutschland haben und den wir in Bulgarien aufbauen und dann gucken, dass wir das weiter klonen und auch in andere Finanzmetropolen bringen, wo es sinnvoll ist.

00:52:07: Und da glaube ich stark dran, dass wir auch die nächsten Jahre sehr erfolgreich das umsetzen können.

00:52:14: Und jetzt ja Schritt für Schritt, nicht alles auf einmal, aber immer selektiv neu merkt, dass sich anschauen und ändern.

00:52:25: Cool.

00:52:25: Gibt es noch irgendwas, was du hinzufügen möchtest?

00:52:29: Nee, eigentlich nicht.

00:52:30: Wer baut die Deko wieder ab?

00:52:32: Wir nicht, glaube ich.

00:52:33: Machen wir mal was gegen.

00:52:38: Ja, von dem her, vielen Dank auf jeden Fall über die Zeit für das Gespräch.

00:52:43: Wir haben morgen noch mal eine Folge.

00:52:45: bekanntlich, also nicht nur heute einschalten, sondern auch morgen gibt es vielleicht was zu hören im Radial Weihnachtsspecial.

00:52:52: Und ja, von dem her schon mal vorläufig schöne Feiertage und eine Gerusa mit Zeit.

00:52:58: Und ja, schaltet unbedingt dann auch morgen zur nächsten Folge wieder ein.

00:53:02: Vielen Dank fürs Zuhören und fürs Zuschauen.

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