Was keiner im Abschlussbericht schreibt! Mit Stefan Münch | Bird & Bird (#51)
Shownotes
In der 51. Ausgabe von Finance | Data | People spreche ich mit Stefan Münch, Partner bei Bird & Bird.
In Sierra Leone geboren, aufgewachsen zwischen Ungarn, Bonn, Brasilien und München – Stefan Münch hat Neuanfänge früh kennengelernt. Heute ist Stefan Transaktionsanwalt mit über zwei Jahrzehnten Cross-Border-Erfahrung, einem tiefen Gespür für kulturelle Differenzen und der festen Überzeugung, dass der beste Deal einer ist, den beide Seiten unterschreiben wollen.
In dieser Episode erfährst du mehr über
- Stefans Werdegang vom Diplomatenkind über das Jurastudium in Passau und München bis zum Partner bei Bird & Bird – und warum er seit 2003 bei der selben Kanzlei ist
- was ein dreimonatiger Aufenthalt im Silicon Valley mit ihm und seinem Gespür für Netzwerken gemacht hat
- wie amerikanische Cross-Border-Transaktionen funktionieren, was sie von europäischen Deals unterscheidet – und warum das Volumen in den letzten zwölf bis achtzehn Monaten spürbar zurückgegangen ist
- warum Deals scheitern – nicht immer wegen der Zahlen, sondern oft wegen der Menschen: fehlender Mittelbau, persönliche Befindlichkeiten, mangelnde Compliance
- was einen guten M&A-Anwalt ausmacht: juristische Qualität als Voraussetzung, kulturelle Brückenfunktion als eigentlicher Unterschied
- wie Bird & Bird die Gewinnverteilung unter Partnern organisiert
Darüber hinaus sprechen wir über den Einsatz von KI in der Anwaltspraxis, die Frage welche Fähigkeiten künftig zählen werden – und warum Stefan überzeugt ist, dass People Skills im Zweifel wichtiger werden als juristische Spitzenleistung allein.
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Finance | Data | People mit Dr. Sascha Haggenmueller erscheint wöchentlich jeden Freitag um 08:00 Uhr. Überall, wo es Podcasts gibt.
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Media: Sebastian Pleyer
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich glaube, dass meine Generation im Moment noch nutzen ist in der Situation.
00:00:05: Weil wir jetzt die KI einsetzen können wie First Secondary Associates.
00:00:09: Sie ist innerhalb von Sekunden verfügbar und die Ergebnisse gucke ich mir genauso an, wie ich mit das Ergebnis eines Associates den ich losgeschickt habe.
00:00:16: Dann wird, glaube ich eine Phase kommen wo vielleicht die etwas jüngeren Kollegen straucheln werden und sich irgendwie reorientieren müssen.
00:00:22: Und ich glaube dass sich die Anwaltsfirma als solche insgesamt nicht vielleicht nicht neu erfinden müssen aber sich genau angucken müssen wie der Markt sich entwickelt wie sie auch die Preisgestaltung entwickeln wird.
00:00:31: Wo sich dann noch die absolute spitzneuristische Fähigkeit bewähren wird?
00:00:37: Ich glaube das müssen wir noch herausfinden.
00:00:39: Wie blickst du jetzt so auf die nächsten ein zwei drei Jahre?
00:00:41: was steht so bei dir an?
00:00:43: Was hast du vor?
00:00:46: Maximaler Fokus auf Kali.
00:00:50: Herzlich willkommen zu einer weiteren Episode von Finance Data People!
00:00:54: Mein Name ist Sascha Hagen-Meylon, in dieser Episode spreche ich mit Stefan Münch.
00:00:58: Stefan München ist seit fast zwanzig Jahren Partner bei Bird & Bird und Boardmember und einer der ausgewiesenen Experten für US Cross Border Deals.
00:01:08: Was mir in dieser Folge besonders hängen geblieben ist, dass Stefan ein ausgiebiger Netzwerker ist sowohl in Deutschland als auch in den USA wahnsinnig aktiv ist.
00:01:19: Wenn ihr wissen wollt, wie das in der Praxis funktioniert dann bleibt jetzt unbedingt dran.
00:01:23: viel Spaß beim Zuhören und beim Zuschauen.
00:01:25: Stefan ganz herzlich willkommen mit München bei uns!
00:01:27: Vielen Dank, freut mich sehr dass ich hier sein kann.
00:01:29: Ich freue mich auf ein spannendes Gespräch zu deinem Werdegang und zum Thema M&A Transaktionen insbesondere auch Cross-Border-Geschäft USA, Deutschland oder Europa.
00:01:40: Wir fangen mal ganz von vorne an bzw.
00:01:41: fange ich mit meinen Gästen immer ganz von vorn heran, du bist jetzt nicht in München geboren sondern tatsächlich in Sierra Leone.
00:01:49: Wie kam es dazu?
00:01:51: Ja das ist jetzt natürlich schon eine etwas längere Geschichte.
00:01:54: Mein Vater war Diplomat und hatte in den siebziger Jahren Eine Station als Botschafter in Freetown in Sierra Lone.
00:02:01: Es waren auch sehr aufregende Zeichen zeigten wo sich DDR und BRD rivalisiert haben und man sehr viel Geld in ihren Weglungsländen gesteckt hat.
00:02:09: Und in der Zeit, in der er die Fähre dort verbracht hatte, bin ich da auf die Welt gekommen.
00:02:13: Wie war das so?
00:02:15: Das weiß ich nur von meinen Eltern, weil ich eigentlich zu klein war, aber es war aufregend!
00:02:19: Ich bin tatsächlich in einem Buschrankenhaus bei offenem Fenster zur Welt gekommen und mein Vater beschrieb das immer nur mit einer schwarzen Fliege, die um das Licht schwebte... ...und das erste Gesicht was ich sah war natürlich ein tiefschwarzes Gesicht, dass das Arzt es denn nicht um die Welt gebracht hat.
00:02:36: Das sei ja sehr eindrücklich gewesen Und dann später war ich leider ein bisschen zu klein.
00:02:40: Ich sehe heute noch die schönen Fotos, Traum auf der Strände.
00:02:43: Das Ganze war noch vor den Zeiten der Realisierenden Banden und wo es ja inzwischen auch Filme drüber gibt.
00:02:48: Es waren sehr schöne Zeit für meine Eltern.
00:02:50: Das
00:02:50: heißt ihr wartet so nicht mehr dort?
00:02:52: Nee,
00:02:52: leider nicht!
00:02:54: Wir haben noch Freunde, die wir unterstützen dort... ...es ist hier ein sehr, sehr armes Land aber selbst bin ich nicht mehr hingekommen.
00:03:01: Klare ich noch ein, aber das ist natürlich schon sehr abenteuerlich, auch heute noch sehr abnteuerlich da hinzufliegen.
00:03:06: Und dann ging's zurück nach München Als du ...?
00:03:09: Nein,
00:03:09: noch nicht.
00:03:10: Mein Vater war Diplomat.
00:03:12: Da ging's erst mal nach Ungarn und nach Bonn in der Ausbildungstätte.
00:03:16: Dann ging es nach Brasilien, da hab ich noch vier Jahre verbracht.
00:03:19: Und bin dann erst zum letzten Abschluss meiner Schulzeit nach München gekommen.
00:03:22: Okay, also hast du mehrere Länder quasi in der Schule.
00:03:25: Plastisch ist Diplomaten liegen mehr.
00:03:27: Was?
00:03:27: Wie ist das so?
00:03:30: Sehr familienverbindend.
00:03:32: mit unserem Fall sind wir alle vier Jahre mehr oder weniger aus dem Umfeld rausgerissen worden.
00:03:38: Das hat aber ihm auch dazu geführt, ich habe noch zwei Brüder.
00:03:40: Dass wir einen sehr engen Familienbund haben bis heute ein sehr enges familiäres Verhältnis haben und natürlich dieses Gefühl der Entwurzelung und dann erneuten Verwurzelungen sehr oft erlebt haben.
00:03:52: Was jetzt sie ja auch dazu führte dass ich am Schluss nicht mehr so richtig aus München weggekommen bin weil ich die Sehnsucht nach Heimat hatte.
00:03:59: Mit München ist man natürlich ganz gut aufgehoben gewesen.
00:04:01: Okay, das heißt Schule dann in München beendet und dann
00:04:05: bis
00:04:05: ins Jura-Studium?
00:04:06: Ja, Jurastudien habe ich noch mal zwei Jahre nach Passau gebohnt, stand meines Vaters und danach wieder zurück und dann auch in Münchchen angefangen zu arbeiten.
00:04:14: Wie kam es zu Jura?
00:04:16: Das ist eine gute Frage.
00:04:18: wie viele etwas einfältige Akademiker oder Angehendeakademiker hab' ich mir immer gefragt soll's BWL oder Jura sein?
00:04:26: wie so oft haben die Eltern einen daran erinnert, dass man sehr gerne Recht hat.
00:04:29: Und das ist vielleicht mit den Zahlen nicht ganz so leicht fällt und so ist dann die Entscheidung auf Jura gefangen.
00:04:35: Hast du in München dann Jura studiert oder?
00:04:37: Erst Passau abgefangen natürlich.
00:04:40: Dann war es noch abgeschlossen hier in Münchi mein erstes Staatsexamen im München gemacht.
00:04:43: Mein zweites Staatsexamin im Münchchen gemacht und dann erstmal angefangen zu arbeiten.
00:04:47: direkt im M&A umfällt?
00:04:49: Ja,
00:04:49: richtig.
00:04:49: Das war schon ein roter Faden in meiner Laufbahn, dass ich mich immer für gesellschaftsrechtkapitalmarkt, recht kapitalgesellschaftsrechte interessiert habe und hatte erst mal bei einer amerikanischen Firma angefangen die ersten zwei Jahre Und dann sagen wir ist es zum ersten beruflichen Wechsel gekommen?
00:05:04: Verstanden
00:05:05: welchem Jahr befinden wir uns jetzt ungefähr nach deinem Berufseinstieg?
00:05:09: war wann?
00:05:10: Oh ja Das ist ja eine persönliche Frage, jetzt kann man das dann zurückrechnen.
00:05:13: Ich hab' in den Amerikanischen Kanzleitser arbeiten angefangen und bin dann im Jahr zum jetzigen Arbeitgeber zu der jetzige Firma bei der ich arbeite gekommen
00:05:23: bin.
00:05:23: Okay also...dreiundzwanzig Jahre jetzt?
00:05:27: Scheint's daher nicht so verkehrt zu sein?
00:05:28: Nein!
00:05:29: Ich habe fünfzehn Jahre gebraucht um mich daran zu gewöhnen aber inzwischen genieße ich es.
00:05:34: ersten fünfzehn Jahren passiert.
00:05:36: Klassisch M&A Transaktionen.
00:05:38: hast du da schon viel mit US-Geschäft gemacht, internationales Geschäft?
00:05:42: Ja sagen wir das internationale Geschäft stand immer am Vordergrund.
00:05:45: man durchläuft natürlich als Assoziate in einer großen amerikanischen Kanzlei dass waren die ersten Jahre einen klassischen Ausbildungsweg.
00:05:53: man beschäftigt sich mit entweder vorzeit Zehmandaten, M& A Transaktion macht man macht sehr viele due diligence.
00:05:58: Das war damals noch sehr klassisch.
00:05:59: Wir haben noch dreieinhalb Seiten starke Reports geschrieben
00:06:03: Ohne KI
00:06:04: Ohne Kajin natürlich.
00:06:06: Wir haben auch zum Teil wahnsinnig stupide Dinge aufgenommen, ich kann mir mal erinnern dass ich also noch ein Bericht darüber geschrieben habe das es einen Aquarium-Wartungsvertrag gab.
00:06:15: Ich bekam die Schelte von meinem damaligen Chef warum ich so was aufnehmen würde Und die Mandantin nahm mich ins Schutz und sagte, sie haben dieses Aquarium nicht gesehen.
00:06:24: Das hatte also ein Wartungsvertrag zu gelogen von über fünfzehtausend Euro, war es damals schon ja.
00:06:28: Es war so ein riesiges Aquarium was in einem Büro drin stand.
00:06:31: Insofern war's richtig dass ich das auch genommen habe.
00:06:33: Aber es war tatsächlich trotzdem... ...das waren die Zeiten wo man noch über jeden Mist berichtet hat.
00:06:37: Ja aber das prägt natürlich auch immer lernt ne?
00:06:40: Ja man
00:06:40: lernt genau!
00:06:41: Also wir schreiben heute die Berichte sicherlich nicht mehr.
00:06:43: der Ausfälligkeit
00:06:44: Verstanden nennt man so einer langen Laufbahn ja auch einige Ups and Downs in der Weltwirtschaft mit.
00:06:51: Das war dann dort Kompasseblase, das war wahrscheinlich schon rum... Richtig!
00:06:54: Also mit dir sind wir im Jahr ... ... noch gestartet und wir haben damals sehr viel VC-Geschäft gemacht.
00:07:00: Das platzte dann, das führte eben auch dazu dass ich, sagen wir mal aus persönlichen Gründen irgendwann einen Wechsel anstrebt und von der amerikanischen Kanzlei zu meiner heutigen Firma Bird & Bird gewechselt bin.
00:07:11: Wir haben damals das Münchener Büro ... ... aufgemacht.
00:07:14: Das war schon knapp hinter dieser ersten Salimakise und ich bin sehr viel stärker ins MNA-Geschäft eingestiegen.
00:07:19: Ich habe vorhin bis heute noch mehr oder weniger so als Hobby weitergemacht, mich aber schwerpunktmäßig auf das MNA Thema, Transaktionsthema und dort eigentlich immer mit einem internationalen Kontext mandatemaliger Chef hatte eben auch internationale Mandanten.
00:07:34: Und so sind wir sehr stark in die amerikanisch-, europäische, also werden auch sehr viele italienische Mandanten China reingewachsen ... und als ich dann im Jahr zwei tausend acht Partner geworden bin, bei Bird & Bird habe ich mich also schwerpunktmäßig auf das internationale... ...und dann zunehmend US-zentrische Geschäft
00:07:53: konzentriert.
00:07:54: Muss ich fragen nach fünf Jahren Partner?
00:07:56: Das ist jetzt ja auch nicht so... Na ja,
00:07:58: jetzt unterstelligst du die ersten zwei Jahre, die ich noch bei deiner Kanzlei hatte.
00:08:00: Ja aber sind wir es jetzt auch nicht solange?
00:08:02: Stimmt,
00:08:02: stimmt!
00:08:04: Wenn man bedenkt wie lange es heute dauert war vielleicht der Letzt den er noch diesen Fast Track gemacht hat.
00:08:10: Ich hab noch das Glück gehabt, ich bin im Mai.
00:08:13: Im nächsten Jahr hättest du mich nicht mehr zum Partner gemacht, da haben wir gerade die große Krise hinter uns gehabt.
00:08:17: Jetzt ist aber meine Firma relativ breit aufgestellt und lebt nicht nur von einem M.A.-Geschäft.
00:08:22: Das heißt, das Litigation-Geschäft läuft eigentlich immer und ist relativ unabhängig von der Konjunktur so dass die Firma eigentlich nicht diese starken Schwankungen hat, dass wir glorreiche Jahre haben und viel Profit generieren und wachsen wie Blöd und müssen dann wieder zu Seucht schrumpfen Sondern es ist eigentlich ein Steady-Grow.
00:08:40: Wenn wir kurz auf Bird&Bird eingehen, als ich dich kennengelernt habe, hast du mir die Visitenkarte von euch gegeben und gesagt, das ist ja cooles Branding für eine Anwaltskanzlei.
00:08:50: Das sprüht so ein bisschen, weiß nicht, Kreativität auch mit Two Birds in der E-Mail Adresse und so.
00:08:56: Er hat also ein bisschen Litz schon fast... Ist das was, was euch auch kulturell so ein bisschen ausmacht?
00:09:01: Sicherlich.
00:09:01: Ich glaube, dass wir uns schon etwas anders wahrnehmen und ich denke auch, dass jemand dann uns etwas anders warnehmen.
00:09:07: Ich möchte uns die Seriosität natürlich nicht absprechen aber wir nehmen vielleicht manche Dinge mit etwas mehr Leichtigkeit, mit etwas verbindlichkeit versuchen natürlich irgendwie auch eine persönliche Nähe zu unseren Mandatsbeziehungen aufzubauen.
00:09:20: Wir sind sicherlich auch Personen angeht, die wir selber einstellen etwas breiter und vielfältiger aufgestellt.
00:09:28: Das Ganze wird natürlich noch mal befeuert durch unsere Internationalität.
00:09:31: Ich merke immer wenn ich auch in unserem Partnerveranstaltung bin das ist natürlich die stelle Typik des deutschen Partners ergibt und da gibt es die Holländer und da gibts die Franzosen oder die Daliener.
00:09:40: Und in den ersten Tagen unserer Veranstaltungen vermischen wir uns und ganz am Ende ist man doch wieder ein bisschen mehr in der deutschen Ecke und sucht seine eigenen Kulturen.
00:09:48: aber insgesamt ist das ein schönes Potpourri an vielfälzigen Kultureen ... in einer Firma, ein One-Firm.
00:09:54: Auch von unserer Gewinnorientierung sind wir eine Firma... Wir arbeiten alle in einem Pot rein und das verbindet sehr stark.
00:10:02: Wie viele Länder gibt's?
00:10:05: Oh!
00:10:05: Das ist ne gute Frage.
00:10:07: Ganz aktuell sind wir noch vierunddreißig Ländern.
00:10:10: Das mag sich jetzt vielleicht noch verändern.
00:10:13: Tögen, vierund dreißig Offices in zwanzig verschiedenen Ländern.
00:10:18: Und sind auch in den USA dort aber nur mit einem representative office vertreten.
00:10:23: Das heißt, wir beraten nicht im amerikanischen Recht.
00:10:25: Aber sonst sind wir eine sehr stark europäische ausgerichtete Firma die dann noch einen sehr starken asiatischen Hintergrund hat mitten zwischen fünf Büros in China, Singapur, Australien also sehr international und nicht amerikanisch.
00:10:39: Und das ist international wirklich one firm?
00:10:42: Ja jeder arbeitet aufs gleiche Ziel.
00:10:43: Genau
00:10:44: eine Partnerschaft.
00:10:45: Also kein Verein.
00:10:46: es gibt ja auch andere Filme, die eher so ein Vereinsansatz haben.
00:10:50: Aber wir sind worden firm.
00:10:51: Verstanden!
00:10:52: Okay... Jetzt auf deinem Werdegang war es schon angesprochen viel internationales Geschäft.
00:10:56: du warst ja auch mal in der USA glaube ich mit deiner Familie vor Ort und hast da auch gelebt und so Sachen.
00:11:02: was waren so die wesentlichen Meilensteine?
00:11:05: oder sagst das waren so Weichenstellungen für mich dass sich das auch innerhalb von sieben Jahren irgendwie hinbekommen habe?
00:11:11: Ich meine so eine Karriere in der Großkanzlei ist jetzt auch kein nine to five Job könnte ich mir vorstellen.
00:11:16: wie Wie war das so in den Anfängen?
00:11:21: Ich sag mal, die ersten sieben Jahre sind bei mir noch ohne Familie gewesen.
00:11:25: Sie konnten mich darauf konzentrieren, viel zu arbeiten und möglichst erfolgreich zu sein, was man tut, ein guter Jurist zu sein.
00:11:32: Ich denke auch, dass ich es in den ersten Jahren gut hinbekommen habe.
00:11:35: Da bin ich von Jahrzehntausend bis Zehntaußundsechzehn einfach ein solider Partner gewesen, der an einer internationalen Kanzlei arbeitet sich langsam intern vernetzt ... Dann habe ich in den Moment noch mal etwas gemacht, was jetzt rückblickend strategisch aussieht.
00:11:48: In dem Moment aber eher impulsiv war, dass ich nochmal für drei Monate die Entscheidung getroffen hab das Billen sein zu lassen.
00:11:55: Das heißt mich tatsächlich an den Entzug des Nicht-Zeit-Erfassens begeben habe.
00:11:59: Es hatte damals teilweise auch Sport bei einer Kollegin erkannt oder habe ich geerntet, die sich gefragt haben Stefan jetzt bist du eigentlich schon so ein gestandener Partner warum machst du sowas?
00:12:08: Dass du überhaupt noch einmal woanders hingehst?
00:12:10: Ich habe dann bei einer amerikanischen Kanzlei ein Büro bekommen und von dort aus einfach Netzwerk betrieben.
00:12:16: Bin im Silicon Valley rumgereist, das war auch die aufregende Zeit wo das Silicon Valley, da gab es ja auch einen Bücher dazu als der Ort beschrieben wird, wo man mal hingehen muss, wo etwas passiert.
00:12:29: Ich hatte meinen einjährigen Sohn und meine Frau mitgenommen und es ist tatsächlich was passiert.
00:12:33: ich hab mich einem anderen kulturellen Umfeld ausgesetzt, eine andere Art des Netzwerkes.
00:12:40: Ich betrachte das heute fast als eine Art Gehirnwäsche weil es mich sehr viel mehr amerikanisch hat denken lassen die Leichtigkeit auf Leute zuzugehen in ein Ökosystem hinein... ...zu wirtschaften Kontakte herzustellen auch dem Ökosesystem als solches etwas Gutes zu tun gar nicht so sehr an seine eigene Gewinnmaximierung zu denken sondern sich als Bestandteil eines florierenden Systems zu betrachten.
00:13:04: Das deshalb floriert, weil alle dazu beitragen, dass das florieren kann und es ist mir irgendwie so erst in Amerika klar geworden.
00:13:10: Und es funktioniert in Amerika sehr viel besser.
00:13:13: Fun Fact für mich war, dass ich danach, also ich war ja gesagt acht Wochen im Silicon Valley, da war ich noch zwei Wochen in Delmar San Diego und zwei Wochen In Washington habe dort insgesamt zweihundert Kontakte, also registriert für mich registrierte Kontakte geschlossen die ich vorhin nicht kannte Hab darüber auch einen kurz Zusammenfassung geschrieben, also jedes in meiner Meetings erfasst.
00:13:34: War mir sicher das ihr jetzt weiß wie es geht?
00:13:36: Wie man Netzwerkt und wie man Menschen erschließt und welche Fragen man stellt.
00:13:39: Ich bin zurückgekommen.
00:13:40: ich war dann auf einem Event der großen vier BP-Gesellschaften... ...und dachte ich will jetzt hingehen und wüsste ganz genau wie's geht so wie man jetzt Leute anquatscht und wie Man Kontakte herstellt.
00:13:51: In der ersten Minute, wo ich wieder diesen Raum betreten habe.
00:13:53: Wo die ganzen Samen noch Anzugsträger mit Krawatten gesehen haben war... ...die ganze Zuversicht und diese Leichtigkeit... ...war verschwunden.
00:14:01: War das eine Art Secondment?
00:14:03: Wo man dann gesagt hat du machst jetzt mal hier ein bisschen Networking in Amerika... ...vom Unternehmen aus oder was?
00:14:08: Nein!
00:14:08: Das war überhaupt nicht organisiert von der Firma.
00:14:10: Das ist der Schöne.
00:14:10: meine Firma hat mir die Flexibilität gelassen.
00:14:12: wir hatten zwei... Also Medical
00:14:14: Air dann oder
00:14:14: was?!
00:14:15: Nein, kann ich gleich noch erzählen was es für mich bedeutete.
00:14:18: aber Wir hatten zwei Partnerkollegen dieser Kanzlei, die mal bei uns gewesen sind.
00:14:23: Und die hatte ich in unserem Münchner Büro gehostet mit denen aufregende Dinge hier gemacht.
00:14:27: während wir im München waren habe er festgestellt dass sie in den zwei Wochen nur für ihre amerikanische Mandanten gearbeitet haben.
00:14:32: und da ich dachte also so würde ich es ja nicht machen wenn dies machen würde.
00:14:35: und dann kam die Idee auf warum mache ich das nicht selber?
00:14:38: Und zwei Wochen reicht gar nichts und ich will etwas lernen dabei!
00:14:41: Das war die Entscheidung dieses Ökosystem einzutauchen mir das Ticket zu holen das Budget von der Firma Und dann mit den richtigen Leuten zu sprechen, die Büros zu bekommen.
00:14:51: Die verschiedenen Offices zu determinieren an denen man aus seiner Zeit verbringt.
00:14:57: Entsprechende Visa zu kriegen um in ihrem Nach Amerika zu reisen war noch ein ganz spannendes Thema damals weil Obama gerade seine Policy verändert hatte und Leute die vorher im Iran gewesen sind nicht haben einreisen lassen.
00:15:11: Wir hatten nur noch vier Tage Zeit unsere Reisepläne zu ändern denn just war ich Genau vier Monate vor in Iran.
00:15:19: Und konnte mit dem Pass nicht mehr einreisen, dann mussten wir alles über einen Haufen schmeißen und haben innerhalb von vierundzwanzig Stunden die Reisepläne geändert sind.
00:15:25: Früher nach Amerika eingereist hat noch nicht mal eine Übernachtungsmöglichkeit.
00:15:28: also so ging es ja ganz der Trip los.
00:15:31: Mit der Familie zusammen?
00:15:32: Mit der Family.
00:15:33: Wir sind am Flughafen angekommen und wussten nicht wo wir übernachten würden.
00:15:36: So spontan war das.
00:15:37: Es gab auf damals keine Reiseberußwahr von Sonntag auf Montag dass wir diese Reisung buchen mussten.
00:15:41: War sehr spannend!
00:15:42: Wie alt war dein Nachwuchs?
00:15:44: Der war ein Jahr
00:15:45: alter.
00:15:46: Okay, krass!
00:15:47: Und deine Frau, die hat dann ...
00:15:51: Die war noch in älter Zeit und insofern hat sie US-Kind gekümmert.
00:15:55: Ich hab die Zeit benutzt natürlich erst mal bei einer amerikanischen Firma.
00:15:59: Habe ich, glaub ich, siebzehn verschiedene Partnerinterviews.
00:16:02: Es ist ja auch schön, wenn man den amerikanischem Partner fragt was das Geheimnis seines Erfolgs ist.
00:16:06: Dann kommen die ins Reden.
00:16:07: Da habe ich eine Menge gelernt und die haben mich da immer gleich mitgenommen zum Mittagessen damit ich ihre Remandanten kennenlerne.
00:16:13: Also ich war sehr entwaffnend, weil ich nicht als Konkurrent aufgetreten bin.
00:16:16: Und das Gleiche war dann... Das ist eben der schöne Amerika funktioniert so man trifft jemanden, man schwärmt sich gegenseitig vor und dann hat er nächste schon wieder drei Ideen wie ihn er vorstellen könnte.
00:16:27: ja und da bin ich noch nie mehr zurück gewesen in meinem Büro oder die Schulter zwei neuen Mittagseinladungen und das gleiche für den Abend und man wird mitgenommen auf Events und man geht mir zum Gold spielen.
00:16:36: Die öffnen einem die Welt.
00:16:37: Das verschwindet das Beruf mit den Privaten, als in Deutschland.
00:16:41: Und das war auch der Schlüssel zum Erfolg.
00:16:44: Weil sich bis heute viele Mandatsbeziehungen über sehr persönliche Beziehungen aufgebaut haben und ... Bis heute hab ich von Mandanten teilweise die Kinder bei mir zu Hause weil sie irgendwie eine Oper-Erfahrung machen oder zum Urlaub rüberkommen.
00:17:00: Das funktioniert in Amerika.
00:17:01: Ja, die schotten
00:17:01: sich nicht so ab ne?
00:17:02: Also ich hab eine Frau aus Delmar tatsächlich.
00:17:06: Also San Diego, die ist gebürtig aus der Ecke.
00:17:09: Deswegen habe ich auch viele in Amerika zu tun und wird die amerikanische Kultur cool.
00:17:15: Viele Deutsche sagen immer ja, die werden so oberflächlich da drüben aber ich hab irgendwie deutlich weniger Probleme wie du auch sagst, net ins Gespräch zu kommen und sich gegenseitig zu erhelfen.
00:17:25: Da sind diese Berührungsängste nicht so da, dass man sagt hey, ich hab drei Kontakte für dich, quatscht doch mal mit denen!
00:17:31: Da ist ja der Deutsche manchmal gleich so.
00:17:32: Ja, genau.
00:17:34: Weil man schon hinterfragen muss... Ich hab auch immer gefragt wenn ich dann zur Barbecue eingeladen wurde ob das jetzt eine deutsche und amerikanische Einladung.
00:17:39: Das haben sie natürlich mal gelacht.
00:17:40: Wir konnten sie auch nicht mehr zurückziehen.
00:17:42: also ich bin immer hingegangen.
00:17:44: Was hast du sonst zu etwas Netzwerken gelernt?
00:17:46: oder vielleicht da über dich?
00:17:47: Oder was man jetzt auch anderen mitgeben könnte in Sachen Networking?
00:17:50: Gut!
00:17:50: Das ist natürlich eine sehr persönliche Sache und am Schluss kann man vielleicht aus einer Persönlichkeit nicht verstellen aber ich glaube schon dass wir mich an dem Punkt verändert habe bewusst verändern wollte.
00:18:01: Meine Herangehensweise wäre immer Teile auch persönliches.
00:18:04: Das können aber andere Menschen nicht, manche sind sehr verschlossen oder sind sehr misstrauisch.
00:18:08: Ich sehe eigentlich immer die Chance darin dass mein Informationen teilt.
00:18:11: natürlich sagen wir es ist nicht Madatsgeheimnisse teilen.
00:18:13: Aber was mich persönlich betrifft teile ich gerne weil es irgendwas machen wird.
00:18:20: bei meinem ging über und so wie du mir jetzt fragen stellst, da dich der Information gebe funktioniert das ja auch im Warnleben und dem Gespräch.
00:18:27: Und es ist mir eigentlich noch immer passiert, dass ich aus diesem Meeting rausgekommen bin und mir danach gedacht habe toll, was wir darüber geredet haben ein schöner Ansatzpunkt um daraus etwas Neues zu machen und da hat man einen Follow-up gehabt.
00:18:38: Das ist ohnehin eine der, sag' ich mal Netzwerkregeln, dass man das Gespräch so gefälliges isst am Schluss immer damit beendet, dass Man schaut, dass Mann ein Thema machen kann, wo man, sagen wir mal, einen Anknüpfungspunkt hat.
00:18:50: Wo man sich irgendwie noch vornimmt, da hake ich nochmal nach oder den stelle ich dir vor Und ich bin nie damit mit der Vorstellung reingegangen, dass ich was von einem anderen will.
00:18:58: Sondern ich fange eigentlich an, dass vielleicht etwas zu geben habe und was das sein könnte muss ich durch mein Gespräch herausfinden.
00:19:05: Wenn es beide machen dann passiert einfach wahnsinnig viel.
00:19:08: Ja kann ich zu hundert Prozent unterschreiben.
00:19:10: Das ist auch wahnsinnige wichtige Input glaube ich weil das Netzwerken hat ja oft so negativen Charakter aber am Ende kann sehr mehrfach Wind sein auf beiden Seiten.
00:19:19: Ich glaub uns hat er auch in amerikanischer Kollege damals vernetzt Na ja, gesagt
00:19:24: Redler.
00:19:25: Aber die habe ich mir gefragt, wenn er den da getroffen hat wer besucht ihn denn in Chicago?
00:19:29: Das hat mich sehr interessiert.
00:19:30: Dann viele eben der Namen haben uns da gleich getroffen und war ja auch nicht Sinn und Zweck dass wir uns heute verabreden.
00:19:36: das ist aber dabei rausgekommen.
00:19:39: Ja genau.
00:19:41: Sehr schön.
00:19:42: Gehen wir mal ein bisschen ins Crossboarder M&A-Geschäft rein.
00:19:46: USA ist ja durchaus spannend was da gerade los ist.
00:19:48: insgesamt.
00:19:50: Es gibt jetzt meines Wissens nach auch dennenziell ein paar weniger Aufträge, die aus den USA kommen.
00:19:55: Was sind so die Besonderheiten von diesem Cross-Border Markt?
00:19:59: USA Deutschland Europa?
00:20:01: Was siehst du da?
00:20:02: Jetzt
00:20:03: sprichst natürlich erstmal den zurückgehenden Markt an.
00:20:05: das ist die Frage, die mich im Moment am stärksten treibt weil ich traditionell, ich will nicht sagen vom amerikanischen Markt abhängig bin ihm aber sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt habe vor dem Hintergrund dass der dass die amerikanische Transaktion, das sind ja meistens Fälle wo es einen amerikanischen Käufer gibt den ich potenziell berate oder ich verkaufe an einem amerikanischem Käuffer.
00:20:26: Der ist gekennzeichnet durch sehr zielstrebige Transaktionen in einer kurzen Zeit abgewickelt werden.
00:20:35: also wenn der Amerikaner etwas will dann zieht er es auch relativ schnell durch.
00:20:38: er ist nicht zürgerlich Er zahlt vielleicht ein bisschen mehr.
00:20:42: Ich habe überwiegend strategen weniger PI sondern überwiegen Strategien beraten Und die gucken sich ein Target an, dass gar nicht mal vom deutschen M&A-Berater vermittelt wird.
00:20:54: Sondern das hand ich schon auf ihrer Liste weil es vielleicht eine Kunde ist oder einen Geschäftspartner, einen Lieferant der irgendeine Add-on Transaktion darstellen kann und dann geht das schnell.
00:21:04: Dann bin ich natürlich als Berater gefordert auch die kulturellen Differenzen, die potenziell entstehen können in der amerikanischen Erwartung schnell auf Englisch ein Deal durchzuziehen Versus ein Unternehmer, der sich vielleicht noch nicht so richtig traut und noch nicht ganz entschlossen ist sein Unternehmen abzugeben.
00:21:21: Und in dieser Gemengenlage nehmen den juristischen Beratungen auch die, also neben der fraglichen Beratung letztlich auch diese kulturelle Hürde zu überwinden.
00:21:30: das ist dann letztlich glaube ich der Beitrag eines guten Beraters.
00:21:34: So hat es sich geändert ja?
00:21:36: Also dass sehr beratungsintensive fairerweise zu sagen auch sehr gut bezahlter amerikanische Beratungsgeschäft ist innerhalb kurzes der Zeit verpufft.
00:21:47: Und jetzt frage ich mich selbstkritisch, wo man liegt.
00:21:50: sind vielleicht meine Kontakte nicht mal stark genug?
00:21:53: Sind die Mandate, die ich besser betreut habe als überwiegend Strategien sind?
00:21:59: Vielleicht das mit anderen Anwälten unterwegs kann ja alles sein.
00:22:01: Ich bin ja nicht unglücklich wenn es ein Grund ist an dem ich arbeiten kann.
00:22:06: Ich habe noch nicht die Antwort darauf gefunden, ich höre natürlich von vielen Kollegen mit denen ich spreche das einfach insgesamt weniger Arbeit da ist.
00:22:13: Dass der Amerikaner weniger europäisches Geschäft kaufen möchte.
00:22:17: zurzeit man konzentriert sich mehr auf den beherrschbaren amerikanischen Markt.
00:22:21: Man darf ja auch nicht vergessen dass die Märkte sich insgesamt anfangen zu verschließen und man hat immer höhere Investitionskontroll Momente, wo dann Ausländer anders behandelt werden als die Windländer.
00:22:32: aus europäischer Sicht und auch in Amerika kann man nicht mehr ganz so leicht einkaufen.
00:22:37: Das könnte ein Grund sein und dann sind natürlich auch noch die finanziellen Rahmenbedingungen nicht so dass die Zinsen gesunken sind und irgendwie leichteres Kapital am Markt verfügbar ist das man größere Investitionen tätigt.
00:22:50: Das sind alles Faktoren, die aus meiner Sicht dazu beigetragen haben, dass weniger Cross-Border Transaktion stattfindet.
00:22:56: Es ist aber auf individuell so, es reicht ja schon das zwei, drei gute Kontakte die man hat.
00:23:00: Die vielleicht bei Amerikanischen ganz lange gearbeitet haben.
00:23:02: Wechseln zum Wettbewerber wechseln... ...die dann selber wiederum Büros in Europa haben.
00:23:07: Dann ist natürlich auch eine Quelle mal weg.
00:23:08: also es gibt immer die individuellen Schlüsselmomente die dazu führen dass irgendwie ein Aufschrung oder ein Abschrungen entsteht.
00:23:15: Aber insgesamt ist die Marktlage auch so, dass weniger investiert wird und so hat sich letztlich in den letzten zwölf bis achtzehn Monaten das Geschäft auch sehr viel stärker.
00:23:25: die Richtung europäische Transaktion oder rein deutscher Sachverhalt auch schön, aber nicht ganz so spannend.
00:23:31: Das heißt deine Mandanten waren dann tatsächlich die US Corporates?
00:23:35: Die in Europa oder Deutschland was zugekauft haben?
00:23:39: Traditionell
00:23:41: das würde ich mal sagen habe ich jetzt mal fünfzehn bis zwanzig Jahre lang gemacht.
00:23:44: Jetzt bin ich selber ein bisschen älter geworden und ich bin auch öfter auf die Verkäuferseite gewechselt hab natürlich jetzt auch traditionell es geht ja auch sehr viel über Reputation immer mehr deutsche Unternehmen, die verkaufen wollen an PE oder an Strategien.
00:23:58: Sodass ich sage, dass sich das insgesamt die Waage hält auf Käufer- oder Verkäufer tätig zu sein.
00:24:04: Okay und diese Amerika Engels hast du ja schon gesagt, ihr habt da eine Partnerkanzlei?
00:24:09: Ihr habt dann nicht selber jetzt Standorte oder irgendwas?
00:24:12: Da muss
00:24:12: ein Netzwerk da sein, oder?
00:24:14: Dass du diese Geschäfte überhaupt machst weil die Amis müssen ja auf dich zukommen.
00:24:18: Richtig
00:24:19: also seit dem Jahr nicht eine Partner Kanzlei.
00:24:22: Wir gucken immer, dass wir für die entsprechenden Sektoren und für die Transaktionsspezifika die richtige Kanzler künden.
00:24:29: Wenn du meine IP-Kollegen fragst, sie arbeiten sicherlich mit anderen Kanzleien zusammen als wir jetzt auf der Transaktionseite arbeiten.
00:24:36: Es gibt sicherlich Firmen-Tendenzen, also Best-Friends, mit denen wir vermehrt zusammenarbeiten.
00:24:42: Und dann gibt es auch noch mal individuelle Präferenzen Dass man mit dem einem oder dem anderem Kollegen einer bestimmten Kanzlei gerne zusammenarbeitet Aber wie du schon gesagt hast, dass das echt wichtig ist, dass man vor Ort ist.
00:24:52: Dass man diese persönliche Beziehungen aufbaut.
00:24:55: Ich sag mal wenn man einen amerikanischen Mandanten oder Multiplikator also ein M&A-Berater oder auch Anwalt trifft dann ist man realistischerweise einer von vielen und die Aufmerksamkeit hat man dann vielleicht drei bis sechs Wochen in dieser Spanne.
00:25:10: nach einem Besuch passiert etwas und man klickt das Referral Ja, wenn das irgendwie acht oder zehn Wochen später ist und man bleibt nicht im Gespräch.
00:25:17: Man hat nicht ein interessanter Themen.
00:25:19: Man kann nicht immer wieder die gleiche Bühne bespielen.
00:25:22: Dann gräbt man auch sehr schnell in Vergessenheit.
00:25:23: also es ist leichter in Kontakt zu treten.
00:25:26: Man verliert aber auch den Kontakt schneller.
00:25:28: dürfen nicht vergessen dass die amerikaner wahnsinnig viele Besucher hatten.
00:25:31: Also ich bin mir sicher dass es von meiner Spielzis ganz ganz viele gibt.
00:25:35: wie versuchen amerikanische Mandanten amerikanischer Anwälte zu besuchen ja?
00:25:39: Das ist ein Massentourismus.
00:25:41: da muss man natürlich auch so ein bisschen überlegen muss es regelmäßig machen, darf das nicht so oft machen.
00:25:46: Man braucht auch einen besonderen Zuschnitt und ein besonderes Thema um die Aufmerksamkeit zu
00:25:52: bekommen.".
00:25:52: Das
00:25:52: heißt aber du warst schon alle zwei drei Monate in den USA und hast da deine Kontakte gepflegt?
00:25:56: Nein, so oft nicht!
00:25:57: Also ich schaue mal dass sich zwei Zahlen pro Jahr hinduern.
00:26:00: Man brauche auch immer ein Budget, man braucht auch die Zeit... Ich muss ja auch noch arbeiten, man hat auch noch die Familie und wenn mir die USA fliegt ist mehr eigentlich schon eine Woche unterwegs.
00:26:10: Das heißt, ich versuch einmal an der Westküste und der Ostküße zu sein.
00:26:13: Verstanden!
00:26:13: Und das schon immer jetzt in deiner Tätigkeit für Bird & Bird?
00:26:16: Ja,
00:26:19: meine Firma bietet ja auch viele Entwicklungsmöglichkeiten und ich habe mich eben sehr stark für diesen amerikanischen Markt interessiert.
00:26:25: Ich nehme da auch innerhalb meiner Firma gewisse Positionen ein, dass ich mich also ... Auch um das amerikanische Repräsentationsbüro mit kümmerer und so bisschen versuche den Kontakt zu halten ... den Entwicklungen mitzusteuern.
00:26:39: Also es gibt dann auch gewisse Steering Committees, in denen man sitzen kann.
00:26:41: Mhm.
00:26:42: Warst du dann relativ bräuchtenagnostisch unterwegs?
00:26:44: Oder war jetzt irgendwie eine Brauche ganz besonders spannend für amerikanische Käufer?
00:26:49: Also als M&A-ler traditionell breit aufgestellt, Bird & Bird als Firma sehr stark Industrie, wir nennen das dann Sektor spezifisch unterwegs, der schön ist und das ist vielleicht auch am selling point dass wir Kollegen haben, die aus dem regulatorischen Umfeld einer bestimmten Industrie kommen.
00:27:06: Die teilweise selbst in der Industrie gearbeitet haben bevor sie zu uns gekommen sind.
00:27:10: und das erlaubt uns schon bei der Unternehmensprüfung sehr viel spezifischer in die Kernprobleme der Unternehmen reinzugucken.
00:27:16: und da sage ich je nachdem welcher Branche war unterwegs ist pick ich mir halt auch die richtigen Kollegen zusammen.
00:27:21: dann haben wir innerhalb unserer M&A Gruppe also auf der gesellschaftsrechtlichen transaktionsrechtlichen Seite noch gewisse Perferenzen so dass sich mehrso eher für Technologie Themen, AI-Themen einerseits und dann noch Life Sciences.
00:27:32: Kein andererseits kümmerer den anderen Kollegen beispielsweise eher die Energiethemen überlasse.
00:27:37: da gibt es auch noch wieder um Spezialisten die sich mehr mit dem Automotive Bereich kann man nicht ganz auszuschließen bleibt, wenn man einen sehr persönlichen Kontakt in einem bestimmten Branche hat.
00:27:46: Dass man es dann auch selbst macht weil irgendwann kommt der Punkt wo die persönliche Beziehung zum Mandanten vielleicht doch wichtig ist als der Industriefokus.
00:27:52: aber wichtig ist dass man immer noch die richtigen Kollegen aus dem Netzwerk mit an Bord nimmt um den fachlichen Rat geben zu können.
00:27:59: Verstanden und die Dealgrößen die ihr begleitet sind?
00:28:01: Die
00:28:02: können stark variieren.
00:28:04: das Interessante an einem größerem Deal dass der Beratungsaufwand auch leichter abbrechenbar wird.
00:28:12: Je kleiner das Dealvolumen wird, heißt überhaupt nicht, dass die Komplexität abnimmt.
00:28:16: aber die Bereitschaft des Mandanten dann auch die Preise zu zahlen, die man als Anwaltskanzler aufruft nimmt natürlich ab.
00:28:21: und deshalb sage ich komplexität hat mal schon bei einem ein Euro-Deal.
00:28:25: ja weil die die Transaktionsgröße sind bei uns in der Regel von Smalls mit Cap also von null bis ungefähr fünfhundert Millionen.
00:28:32: Wenn du das mal zurückschaust auf deine letzten zwei Jahrzehnte, sind da irgendwie ein-zwei Projekte besonders hängen geblieben.
00:28:37: wo du sagst dann musst die mir richtig die Zähne ausbeißen oder da haben wir mit einem guten Kniff
00:28:43: des Schiffens
00:28:44: gedreht.
00:28:46: Was ich interessant finde kommt so ein bisschen wieder auf die Frage zurück welchen Stil man eigentlich verfolgt wenn man ein bestimmtes Projekt begleitet.
00:28:55: es gibt sicherlich Anwälte die eher wie Prozessrechtler auftreten sich durchsetzen wollen die weniger auf Harmonie getrimmt sind oder auf Alignment.
00:29:06: Und dann gibt es wiederum auch Anwälte, zu denen ich mir jetzt erzähle, die also eher versuchen einen Deal zu finden der für beide Seiten gut ist.
00:29:13: in Rücksprache mit dem Mandanten natürlich man muss das Interesse vertreten aber ich berate Mandanten grundsätzlich in die Richtung dass sie sagt wir müssen eine Position finden mit der auch die andere Seite leben kann selbst wenn er einer starken Verhandlungsposition ist.
00:29:25: Und ich erinnere mich immer an eine Transaktion, die wir für einen Strategien gemacht haben.
00:29:29: Den Zwischenleiter aufgekauft ist aber damals extrem acquisitiv unterwegs war und der musste unbedingt einen bestimmten Zulieferer kaufen weil sein wichtigster Kunde gesagt hat wenn du den nicht kaufst kann ich dich nicht mehr weiter nehmen.
00:29:43: ja das heißt der Deal war für diese wichtige wohl ja gar nicht, glaube es ging um zwanzig Mio vielleicht so als er und es hat dazu geführt dass die vier Jahre lang diesen Unternehmer bearbeitet haben.
00:29:52: Die sind aber sehr amerikanisch aufgetreten Also sehr dominant.
00:29:56: Auch unsere Verträge waren wahnsinnig kompliziert und komplex, also selbst ich habe gemerkt dass wir zu sehr aus einer deutschen Transaktion amerikanische Transaktionen gemacht haben.
00:30:04: das bedeutet ja meistens zweieinhalb Seiten und wahnsinnige viele Anlagen.
00:30:08: Und am Schluss sagen wir in diesen vier Jahren hab ich sehr stark dazu beigetragen den Amerikaner verstehen zu lassen warum sie diesen Deal benötigen und wie wen hinbekommen sind also wieder mehr in Richtung deutsche klassische Notarzturkunde gekommen.
00:30:20: und als wir dann nach vier jahren diesen Deal geseint haben, er sich der Vertreter, sondern kommt der Mandant.
00:30:27: Der Gegenseite, der verkäufert Unternehmer auf mich zu und sagt für Münch.
00:30:30: Sie wissen, dass ich diesen Deal nur unterschrieben habe, weil ich ihn vier Jahre angefangen hab, ihm zu vertrauen.
00:30:35: Eine komische Situation ist eher ziemlich.
00:30:37: Ich muss natürlich aufpassen, ich hab andere Interessen.
00:30:39: Aber es war ein Stück Wahrheit drin, weil diese kulturellen Differenzen die bestanden.
00:30:43: Zwischen dem sehr Forscher auftreten in Amerikaner und diesem sehr empfindsamen leicht melancholischen Veräußerer, der nur sein Lebenswerk da abgegeben hat.
00:30:53: Dass ich die irgendwie so zusammengebracht hab und mein Berater war total ... Da hat sich nicht um die Psychologie gekümmert.
00:30:59: Das habe ich am Schluss noch beigesteuert.
00:31:01: Super spannend!
00:31:02: Und ja, sowas bleibt dann natürlich hängen.
00:31:06: das Feedback was man eigentlich möchte?
00:31:07: Das ist immer der Spannste, das Feed-Back von der Gegenseite.
00:31:11: Ist erst mal komisch aber
00:31:13: irgendwo... Ja, man erlebt's auch dass, sag ich mal Das ist ja nicht das Schönste.
00:31:18: Das ist die schönste Auszeichnung, die man bekommen kann wenn der Mandant der Gegenseite bei den nächsten Transaktionen zu einem selbst kommt.
00:31:25: Es kann natürlich auch immer anders um passieren dass man seinen Mandanten verliert Aber ich erinnere mich gerne an die Momente wo Der Mandant so zufrieden war auf der der Mandante gegenseitig So beeindruckbar von einer ganzen Verhandlungssituation.
00:31:36: erst gesagt als nächstes Mal macht es mit Bert und Bert
00:31:38: Sehr schön.
00:31:40: Andere Seite nochmal, wenn das Deals üblicherweise scheitern... Das kommt ja leider Gottes in unserer Branche auch immer wieder vor.
00:31:46: Gibt es da aus deiner Sicht drei-vier Dinge wo du sagst, das sind so typische Punkte die, wo's dann kritisch wird?
00:31:52: Wo es dann wahrscheinlich nicht zum Deal kommt?
00:31:54: Also die jetzt können ich aus zwei Gründen scheittern.
00:31:56: Der eine Deal scheitert weil er nicht zustande kommt und der andere Divel scheitert, weil er zustande gekommen ist und danach scheitern.
00:32:05: Also ich denke du spielst jetzt eher den Fall an dass es in der Verhandlung zu einem Zerwürfenes kommt.
00:32:11: Ja das ist auch immer wieder interessant, weil wir natürlich auch immer fragen manchmal klingen das als Anwalt ja gar nicht mit, weil sich irgendwie bei dem Finanzkennzahlen also oft sind's die Zahlen die dann nicht stimmen.
00:32:20: Wir haben aber auch schon Situationen erlebt und das finde ich spannend und das kann ich auch noch gleich mit einem weiteren Beispiel belegen.
00:32:27: Es gibt eine Situation einfach die Chemie nicht stimmt.
00:32:30: Also gerade bei diesen kleineren Deals, wo man auch vielleicht mit einem Verkäufer zu tun hat der noch eine gewisse Zeit dabei bleiben soll, der noch überführen soll hatte ich eine Transaktion.
00:32:40: sehr professionelle amerikanische Käufer haben eine Tolle die Diligence gemacht.
00:32:44: Geld hat auch keine Rolle gespielt.
00:32:45: wir haben also alles wunderbar geprüft werden ewig an diesem Kaufvertrag gebastelt.
00:32:51: die waren sehr detail versessen und dann war plötzlich on hold.
00:32:54: Und auf die Rückfrage warum jetzt diese Die geschaltet ist hat dann der Amerikaner erklärt, wir sind mit den zwei Veräußerern nicht zurechtgekommen.
00:33:02: Das waren sehr intellektuelle leicht herrschsüchtige klassische deutsche Unternehmer die überhaupt gar kein Mittelbau aufgebaut hatten.
00:33:12: ja das war die Führungsebene und dann fehlte er das mittlere Management um.
00:33:15: was danach kamen war nicht brauchbar.
00:33:18: Und es fand ich schon interessant dass sich der amerikaner darüber diese Gedanken gemacht hat.
00:33:21: deshalb sage ich der Deal ist nicht gescheitert sondern sie haben einen der noralgischen Punkte erkannt Und den Rückschluss gezogen, dass wir dieses Unternehmen trotz der des vielleicht interessanten Kunden stammen müssen.
00:33:31: Das ist vielleicht nicht ganz uninteressant ein technologischen Ansatz, den die gewählt haben.
00:33:35: Sie haben es aber am Schluss trotzdem nicht gemacht weil die Gründer und also Geschäftsführergesellschaften nicht in der Lage gewesen wären sich in eine neue Organisation einzufinden und die Übergabe zu machen.
00:33:50: Also das gibt mehr um das persönliche.
00:33:52: Ja, also hören wir auch relativ oft, ich schreibe mal gerade eine Größe will Studie zum Thema Value Creation und Private Equity und Übernahmen usw.
00:34:00: Und es ist eigentlich immer ein Knackpunkt, dass irgendwie altes Management oder ehemalige Eigentümer mit neuer Struktur nicht so gern zurechtkommen.
00:34:09: Mein Unternehmer tun sich bekanntlich sehr schwer in neuen vorgegebenen Strukturen zurückzufinden was ja nachvollziehbar ist.
00:34:16: aber wenn sie verkaufen wollen dann sollten Sie sich das schon überlegen, dass es vielleicht dazu kommt?
00:34:21: Genau.
00:34:22: Aber ich hatte da noch, sagen wir der umgekehrte Fall, es war immer sehr interessant.
00:34:24: Ich hatte mal für ein... jetzt muss ich ein bisschen aufpassen, das ist schon lange Zeit her.
00:34:29: Ich habe mal für einen ausländischen Unternehmen ein deutsches Unternehmen gekauft und es war sehr heikel weil klassischerweise der Käufer, der aus einem bestimmten Land gekommen ist in diesem Land, in dem das deutsche Unternehmen maßgeblich tätig war eigentlich nicht einkaufen durfte.
00:34:45: Ja, das ziemte sich damals nicht.
00:34:48: Man hat mir so eine hingeschickt man wollte das unbedingt machen das Geschäft.
00:34:51: also hat man sich dieses deutsche Unternehmen als Strom angesucht über was ich noch nie gemacht hatte.
00:34:55: Ich hatte einen Psychogramm über den Veräußerer geschrieben und habe reingeschrieben dass ich der Auffassung bin Dass er seine Geschäfte eigentlich nur mit fettern wirtschaft bestenfalls ausgedrückt haben Mit Bestechungen weil ja ausschließlich in Ländern Sri Lanka Algerien und Co.
00:35:08: unterwegs gewesen ist.
00:35:10: Der wusste halt wie man da geschäft macht könne sich aber eigentlich der Käufer nicht leisten, so einen Verkäufer in der Geschäftsführung da drin zu haben.
00:35:20: Sie haben es irgendwie nicht richtig gelesen.
00:35:22: Ich weiß es nicht.
00:35:22: Jedenfalls haben sie das Unternehmen gekauft und drei Jahre später – jetzt sprechen wir wieder über geschaltete Deals – drei Jahre spätere kommen sie zu mir zurück, habe mich also in ihr Land eingeladen, dass wir da an einer Sitzung teilnehmen.
00:35:32: Sie müssen dieses Unternehmen sofort wieder loslassen.
00:35:35: Also Firesale.
00:35:36: im Prinzip waren sehr viele Compliance-Probleme mit denen.
00:35:40: Sie hat mein digitales Bericht gelesen und da sei ja schon alles drin gestanden.
00:35:43: Es war also die Pognose, dass sie sich quasi damit nicht sagen Betrüger sondern jemanden der einfach Art der Geschäfte macht, den man sich mit einem modernem Unternehmen so nicht leisten kann.
00:35:52: Aus heutigen Compliance-Marsch stehen sowieso schon nicht mehr möglich Und da sage ich, da ist der Deal halt erst danach gescheitert.
00:35:58: aus einem Grund War wieder um die Geschäftsführung und der alte Gesellschaft waren letztlich nicht kompatibel nicht compliant.
00:36:04: Ja es ist ja oft so das dann auch trotzdem gekauft werden möchte, ne?
00:36:07: Wenn man denkt, man will jetzt unbedingt den Deal machen und das Bauchgefühl ist vielleicht schon so ein bisschen nicht ganz richtig.
00:36:13: Ja aber man zieht es dann trotzdem durch, fällt halt nur nach.
00:36:15: Das ist die freiliche Kräfte,
00:36:16: die wir Anwälter auch nicht kennen.
00:36:17: also das können und das kann einfach vielleicht einfach nur der höchstpersönliche Incentiv des... Management-Science, die auf der Käuferseite sind.
00:36:27: Dass sie noch einen Umsatz zu kaufen müssen oder ein Ebitter zu kaufen, damit ihr selbst ihre Ausschüttung bekommt.
00:36:32: Man war auch schon erlebt ja.
00:36:33: Auch schon mal gefragt, warum eigentlich gerade so stark gekauft wird?
00:36:36: Warum muss das jetzt noch unbedingt bis zum Jahresende passiert?
00:36:38: Diese zeitlichen Fristen versteht man oft nicht und es kann einfach nur sein, dass muss noch in die Periode fallen, wo man entweder tolle Zahlen ausweist, damit der Aktienkurs nach oben geht oder der CEO halt noch seine Tatjeme kassieren möchte.
00:36:50: Ja ist manchmal immer da nicht ganz involviert aber es hat meistens irgendwas damit zu tun.
00:36:55: Vor Weihnachten will ja jeder manchmal noch die Welt retten und auch das spielt eine Rolle.
00:37:00: Vielleicht nochmal kurz zu deiner Führungsrolle jetzt bei euch, ihr seid dreieinundfünfzig Partner, global ungefähr.
00:37:08: Und du sitzt ja auch in dem internationalen Board, wo die Partner entsprechend vertreten sind.
00:37:14: Das heißt, ihr habt da wahrscheinlich viel internen Austausch.
00:37:16: Wenn ihr in einen Topfreien arbeitet dann wird er connect wahrscheinlich stattfinden.
00:37:21: Wie sieht es deinen Alltag üblicherweise so aus?
00:37:24: Also da muss man noch unterscheiden, es gibt Management-Positionen bei uns in der Firma.
00:37:28: das ist also keine Manage, das Sports ist keine Management Position Das war wiederum andere die unsere CEO unterstützen.
00:37:35: Meine Boardfunktion ist die eines von fünf Mitgliedern und wir sind eigentlich eher so der Aussichtsrat Hüter der Values der Firma und global
00:37:45: dann aber global
00:37:45: richtig haben Und wir sind auch dafür verantwortlich Gewinnverteilung angemessen zu vollziehen.
00:37:53: Das ist natürlich eine sehr spannende Aufgabe, weil sie mir erlaubt von all meinen Kollegen die Business Cases zu sehen und zu analysieren Sie dann mit meinem Boardmitgliedern zu besprechen Und das Ganze wird sehr schön von unserem Management vorbereitet.
00:38:06: Die führen alle Interviews zuvor.
00:38:09: Wir finden teilweise Interviews und da geht es natürlich darum diesen Gewinntopf zu verteilen Persönliche, sehr intensive.
00:38:17: Natürlich auch sehr streitanfällige.
00:38:19: aber durch das Verfahren was wir in unserer Firma aufgebaut haben meine ich jetzt bin ja schon lang genug bei der Firma dabei eine sehr ausgewogene wohl überlegte angemessene Fähreverteilung.
00:38:31: Darf mal fragen was da so die Themen normalerweise sind oder wie das System an sich funktioniert bei euch?
00:38:37: Oder ist es zu?
00:38:37: Ja,
00:38:38: ja.
00:38:39: Es ist nicht ganz unkritisch aber vielleicht mal.
00:38:40: soweit gesagt wir haben kein Lockstep das heißt man wird nicht automatisch irgendwie immer besser gestellt sondern wir haben im Wesentlichen ein System was relativ lethargisch auf bessere oder schlechtere Jahre reagiert.
00:38:54: und am Schluss geht's darum dass man im Bige eines Punktesystems die Punkte verteilt und jeder Punkt je nachdem wie unser Jahr ausfällt hat mehr der weniger Punkte.
00:39:04: Das hat mehr oder weniger Gewinn hat man dann auf dem jeweiligen Punkt, dass man eben die verschiedenen Leistungen das können finanzielle Leistungen sein.
00:39:12: Es können aber auch Beiträge zu der Firma sein Reputation Steigerung es können auch Management Funktionen sein, die dazu beitragen, dass wir in einer Gesamtschau innerhalb bestimmter Bänder wie man sich bewegt und da noch am Schluss natürlich vergleichen.
00:39:25: zu den anderen Kollegen.
00:39:26: Der Auffassung ist, dass jemand eine etwas höhere oder eine etwas niedrig gewinnende Arme im Verhältnis zum vorherigen Jahr haben sollte.
00:39:34: aber da
00:39:36: entscheidet ihr eure eigene im Prinzip auch.
00:39:39: Nein,
00:39:41: ich entscheide natürlich nicht über meine, das ist ein wichtiger Punkt, sondern ihr musst den Raum verlassen dann wenn es am Schluss darum geht und jedes Mitglied muss am Schluss den Raum verlassen.
00:39:50: und fairerweise haben sich vorher so viele Leute an dieser Entscheidungsfindung beteiligt dass wiederum unsere Aufgabe überschaubar ist.
00:40:00: also wir sind das letzte Korrektiv.
00:40:03: Jetzt kenne ich es nicht, wie's bei anderen Filmen läuft.
00:40:05: Aber ich glaube das ist eine sehr, sehr faire Herangehensweise und ich sag mal der niedlige Churn in unserer Firma.
00:40:12: also wir haben relativ wenig Partnerabgänge.
00:40:15: Wir sind auch sehr vorsichtig bei der Partneraufnahme Ist glaub' ich auch belegt dafür dass die Leute, die man zu Bird & Bird gekommen sich dort aus der Wohlfühlen.
00:40:22: holt ihr auch einen externen Partner dazu?
00:40:24: oder entwickeln sie sich alle intern?
00:40:26: Nein, nur beides.
00:40:27: Wir haben external Internet.
00:40:28: also wir nennen das hier dann Laterals die Externa zu kommen.
00:40:32: Die müssen natürlich bestimmte Kriterien erfüllen ist immer hilfreich.
00:40:35: wenn man einen entsprechenden Industrie Fokus hat und dann aus dem Praxisgruppen in den Sektor Gruppen werden natürlich die Bedarfe identifiziert und dann geht man in den Prozess dass man sagt bestimmte Kapazitäten wollen wir erweitern bestimmte Expertisen wollen wir dazu kaufen und dann füllt man die Lücken die man identifiziert hat.
00:40:52: aber gleichermaßen wichtig.
00:40:54: Und das ist natürlich auch für den Nachwuchs sehr wichtig, dass wir gute Möglichkeiten haben, bei uns noch Partner zu werden.
00:40:59: Mhm,
00:40:59: verstanden!
00:41:01: Ja, sehr spannend.
00:41:02: Jetzt werde ich da bei dir vom Führungsstil viel teilen und anderen geben.
00:41:08: Nicht selber so Niedi-Design
00:41:10: usw.,
00:41:12: was ja glaube ich für dich als Person spricht.
00:41:15: Wo jetzt André vielleicht sagen würde, manchmal muss man einfach sich Dinge knallert holen auf gut deutsches, egal was mit den anderen los ist oder so.
00:41:24: Das ist aber nicht der Ansatz, den du verfolgst habe ich so das Gefühl.
00:41:27: Nein also ich denke erstmal Ich verfolge diesen Ansatz nicht für mich.
00:41:30: und ich habe mit Birde wird eine Firma gefunden in der ich den Eindruck hab dass die überwiegende Anzahl meiner Partnerkollegen Und auch Mitarbeiter diesen ansatz nicht verfolgen.
00:41:39: Und das ist auch für mich der große Unterschied warum sich glaube ich so viele solange bei uns wohl fühlen?
00:41:45: weil es sehr teamorientiert sehr kollegial zu geht ... Kollaborativ unterwegs.
00:41:50: Und wir haben jetzt jüngst eine neue ... ... Akquisition, ein Latchel dazugenommen.
00:41:56: Ein Kollege mit dem ich meinen beruflichen Werdegang begonnen hatte bei der ersten Amerikaner und ganz leid.
00:42:01: Das ist also jetzt so nach ... ... zwanzig Jahren schließt sich für mich so der Kreis... ... und ich konnte ihm natürlich sehr authentisch die Werte vermitteln, ... ... für die meine Firma
00:42:07: steht.".
00:42:08: Und ich glaube, das ist für jemanden der lateral dazu kommt sehr wichtig.
00:42:11: Das macht das Gefühl hat, dass man nicht in einen Heilfischbecken fällt, sondern dass wir ein Schwarm sind und dass wir gemeinsam stärker sind.
00:42:17: Obwohl wir beide ein wenig im Wettbewerb stehen, weil wir das Gleiche anbieten am Markt, treten ja als Team auf und können uns auch entsprechend vertrauen.
00:42:26: Das läuft einfach gut auf der Plattform.
00:42:27: Hat
00:42:27: es irgendwann mal bei dir zum Achtteilen geführt?
00:42:31: Erhaltung oder sozusagen sagen, es tut einmal gut vielleicht ...
00:42:37: Nein, ich kenne natürlich die anderen.
00:42:38: Ich schließe nicht außen.
00:42:39: Fairweise muss ich sagen es gibt sehr, sehr erfolgreiche, also finanziell erfolgreicher Partner, die bestimmt der viel größere Business Cases haben als ich und die mögen einen anderen Ersatz gefahren haben.
00:42:48: Die mögen einfach wahnsinnig gut sein in dem was sie sind und was sie tun und verdrängen vielleicht andere.
00:42:53: Und würden Sie nicht verdrangen müssen?
00:42:55: Sie teilen?
00:42:55: oder welcher Business Case vielleicht noch halb so groß.
00:42:58: Das sind unterschiedliche Philosophien.
00:43:00: Ich will die andere Philosophie nicht schlecht machen.
00:43:02: Ich verhalte es für sehr wichtig dass jeder für sich das Becken finden muss, indem er sich wohlfühlt.
00:43:08: Und ich fühle mich wohl wenn ich mich quasi teilen kann und wenn andere sich teilen und wir irgendwie die Dinge gemeinsam machen können.
00:43:14: Sehr schön!
00:43:15: Vielleicht dann nach vorne geblickt so auf den nächsten... Mein Plan kann man ja sowieso nicht mehr in der heutigen Welt.
00:43:21: aber wie blickst du jetzt so auf die nächsten ein zwei drei Jahre?
00:43:24: Was steht so bei dir an?
00:43:25: was hast du vor?
00:43:29: Maximaler Fokus auf KI Das ist eigentlich Selbstredend.
00:43:36: Ich glaube, dass wir schon sehr gut dabei sind.
00:43:38: Wir haben großartige Talente auf junge Leute die das Thema pushen.
00:43:43: Ich weiß aber, dass der Wettbewerb nicht schläft!
00:43:45: Wir haben sehr früh angefangen mit einem der größeren Anbieter eine Kooperation einzugehen also vor drei Jahren eigentlich schon angefangen unsere Karriereaufzubau und ja vor zweieinhalb Jahren ungefähr.
00:43:57: Aber der Wetbewerbs schlägt natürlich nicht.
00:43:58: es gibt inzwischen sehr viel andere Anbiete auch am Markt wie das machen.
00:44:04: Aber das hätte dem Markt verändern.
00:44:07: Es wird die Ausbildung verändern, es wird die Art und Weise wie die jungen Kollegen arbeiten werden verändern.
00:44:15: Ich glaube dass meine Generation im Moment noch nutzen ist, weil wir jetzt die KI einsetzen können wie First Second Year Associates.
00:44:24: Sie sind innerhalb von Sekunden verfügbar Und die Ergebnisse gucke ich mir genauso an wie ich mit des Ergebnis eines Associates losgeschickt habe der dann irgendwie Zeit Tage dafür braucht.
00:44:34: Aber dann wird, glaube ich eine Phase kommen wo vielleicht die etwas jüngeren Kollegen straucheln werden und sich irgendwie reorientieren müssen.
00:44:41: Und ich glaube dass sich die Anwaltsfirma als solche insgesamt nicht vielleicht nicht neu erfinden müssen aber sich genau angucken müssen wie der Markt sich entwickelt wie sie auch die Preisgestaltung entwickeln wird.
00:44:50: das ist das top Thema.
00:44:52: Ich bespreche es mit vielen Leuten aus meiner Branche weil ich glaube jetzt tatsächlich wenn man die ganze operative Arbeit mal selber händisch gemacht hat Dann ist KI jetzt natürlich brutal, weil du weißt ja genau was musst du prompten.
00:45:02: Du weißt genau was soll am Ende rauskommen und du weisst natürlich auch genau wie der manuelle Prozess dahinter funktioniert.
00:45:08: das heißt ich glaube selbst für meine Generation als im Finanzumfeld wir haben uns halt die Nächte mit Finanzmodellen um die Ohren gehauen.
00:45:14: Ich weiß wie jede Zeile, wie jede Formel funktionieren muss da dieses KI wahnsinnig enabler.
00:45:19: aber wie?
00:45:20: Ich weiß es werdet ihr ein Partner-Team wahrscheinlich diskutieren.
00:45:23: Wie schätzt ihr die Ausbildung gerade von so jungen Anwälten ein?
00:45:26: also lernen die dann nur richtige Prompten?
00:45:29: oder müssen die Männern im Examen sind der wahrscheinlich auch nur Bücher wälzen und Fälle bearbeiten, aber
00:45:35: wie sehen sie erst drei Jahre
00:45:36: aus?
00:45:36: Weil du musst ja irgendwann auch dich hocharbeiten können.
00:45:39: Du kannst ja nicht ab Tag eins irgendwie oder ab Tag zwei dein Juniorpartner sein, weil du irgendwie gut prompt bist oder also...
00:45:46: Ja ich kann dir darauf keine Antwort geben, aber ich will einen anderen Blickwinkel darauf geben.
00:45:51: Ich glaube dass der traditionelle Elfpunkte Superjurist künftig nicht mehr den Wettbewerbsvorteil haben wird, denen er durch seine tolle juristische Ausbildung und dem Punktwert, den er erzielt hat.
00:46:04: Sondern dass die Juristen unabhängig von ihrer Punktezahl und dem Nachhäus, das sie juristisch erst rein arbeiten können, die allerdings auch die Fähigkeit haben sich jetzt in diese KI-Welt rein zu denken, die vielleicht, ich will nicht sagen Programmierungsfähigkeiten haben aber wissen wie sie KI-Modelle und Workflows aufbauen können.
00:46:25: Die kreativ genug sind, um dann auch die KI auf neue Anwendungsfälle zu gestalten, dass die einen großen Webberabsvorteil erfahren werden und aufgewertet werden.
00:46:35: Und das meint diese Kombination aus guter Jurist- und technischer Sachverstand Verständnis für Prozesse, für Prozessoptimierung für Einsatz von KI in bestimmten Projekten also bei M&A – es ist jetzt einfach ein Use Cases.
00:46:49: aber sind jetzt nicht die allerbesten Juristen, die auf die Idee kommen und relativ schnell eine Plattform bauen in der man einen Live Chat haben kann über einen Datenraum.
00:46:59: Wo ich einfach die gesamten Daten hochlade.
00:47:01: Die KI meine erste due diligence machen.
00:47:04: lasse also einfach mal durch die ganzen Facts zusammenstellen.
00:47:06: Und wenn außerhalb des Prüfungsauftragtes man dann eine Frage gestellt wird von Mandanten bin ich im live chat und frage nur die KI was ist denn mit diesem?
00:47:15: der ist unterhalb des Schellenwärts.
00:47:17: Der wird sofort geöffnet und die noralische Stelle wird aufgezeigt, man kann im Live-Modus mit dem Mandanten darüber diskutieren.
00:47:24: Da hat man früher einen angerufen, eine Mail geschrieben, dann geht irgendein in den Datenraum, da steht noch ein Spiel nicht auf ... Das sind Prozesse, die sehr schnell gelöst werden können.
00:47:37: Und da glaube ich das einfach der, der Affines, KI Anwendungsaffines, und es muss nicht der beste Jurist sein.
00:47:43: dass der einen Vorteil hat.
00:47:45: Und wo sich dann noch die absolute, spitzenjuristische Fähigkeit bewerden wird ... Ich glaube das müssen wir noch herausfinden.
00:47:53: Zwischenmenschlich?
00:47:55: Nein ich meine einfach, wo man vielleicht an einem noch sagt ist beim Schachspiel irgendwann ist ja der Computer besser geworden als in der Schachspiele.
00:48:00: Meinst du jetzt auch hypothetisch?
00:48:02: also ich vermute wahrscheinlich
00:48:03: zwischenmenschliche.
00:48:04: Ja gut den Verkäufer wird die KI nicht ganz ersetzen können.
00:48:06: Das heißt irgendwie dieses Verkäufer gehen wird man noch haben müssen.
00:48:09: aber ich sage mal heute gibt es einfach nur Juristen Staub trocken.
00:48:13: Wahnsinnig gute Juristen und dafür gibt es ja Bedarf, man muss hoch komplexe Probleme lösen.
00:48:18: das kann eben nicht jeder.
00:48:19: Aber ich glaube dass deren Einsatzgebiet durch die KI immer kleiner wird und die wenigen in der Lage sind das durch was anderes zu kompensieren wohingegen diejenigen jetzt vielleicht nicht die ganz dicken juristischen Bretter gebohrt haben deren Bereich wirklich nicht um den Kleiner oder größer durch die Ki.
00:48:36: aber Die haben vielleicht noch weitere Fähigkeiten, die ihn erlauben dann auch in künftigen Geschäftsmodellen noch unterzukommen.
00:48:42: Ja also ich vermute dass die Peopleskills halt immer relevanter werden können.
00:48:46: Das ist ja das im Endeffekt.
00:48:49: was du auch sagst.
00:48:49: wir diskutieren es jetzt auch gerade in Restrukturierungsthemen und so weiter.
00:48:53: Die Analytik macht dem Zweifel dann ein Tool.
00:48:56: Ja, also was ist ich?
00:48:58: Wo kauft man zu teuer ein?
00:48:59: Da haben wir wieder keine Preisgleich-Klauseln gemacht.
00:49:01: Da schmiert der Deckungsbeitrag ab hier.
00:49:02: Ist irgendwie Sachkosten zu groß.
00:49:05: Hier bündeln mal keine Lieferanten.
00:49:08: Das kriegt in Zweifel die Technik hin.
00:49:10: aber dann ... Die Leute ja auf so eine Reise mitzunehmen von einer Restrukturierungen-Transformation das wird halt Nikai im Zweifeln nicht machen und einen Deal ... Ich weiß nicht.
00:49:17: vielleicht verkauft in zwanzig Jahren auch Nikai ihr Unternehmen an ne andere KI.
00:49:22: Keine Ahnung kann ja alles sein.
00:49:25: Aber ich glaube, auf eine absehbare Zeit wird der nur ein Mensch im Zweifel verkaufen.
00:49:30: Und vielleicht ist man dann einfach mehr das Bindeglied auf der menschlichen Ebene.
00:49:34: Richtig!
00:49:36: Was natürlich trotzdem die Frage aufwirft, muss es dann zwingend ein Jurist sein?
00:49:42: Fair enough.
00:49:43: Das ist dann die Gretchenfrage für die Zukunft.
00:49:46: Ich glaube schon, dass unsere Fachhausbildung, dass wir Juristen ... Vielleicht ist aber auch der Fehler, wer werden lange unserer Fachhausbildung treu bleiben.
00:49:52: Das ist ja nun mal, was wir gelernt haben.
00:49:56: Aber die Ausbildung wird sich sicherlich der neuen Situation anpassen müssen.
00:50:00: Die Juristen sind ja die Schlimmsten weil wir eigentlich immer noch so ausgebildet werden wie vor vierzig Jahren.
00:50:05: Hört man schon etwas in Sachen Staatssexamen und so weiter dass sich da was tut?
00:50:09: Da bin ich zu alt!
00:50:11: Du musst am Glück nicht mehr machen.
00:50:12: Was neu ist das ihr zwischen den Leuten schon ihre Klausuren mit Laptop schreiben.
00:50:16: Hört man ja auch schreckliche Geschichten.
00:50:18: In den ersten Staatsexamen sind dann die Batterien liefen nur drei Stunden, aber die Prüfung dauern ja fünf Stunden.
00:50:24: Das sind natürlich schlimme Geschichten, das davon bin ich weit entfernt, also ich hab noch meine dreißig Seiten mit der Hand geschrieben.
00:50:30: Standen?
00:50:31: Sehr gut!
00:50:32: Haben wir irgendwas vergessen aus deiner Sicht?
00:50:35: Du stellst sie Fragen.
00:50:38: Same as last words...
00:50:40: Nein, ich danke für das Gespräch heute eben auch die Fragen, die mir erlauben.
00:50:45: Ein paar persönliche Dinge zu teilen hat sich für so wichtig und ich hoffe das ist jetzt natürlich meine Hoffnung dass sich der amerikanische Markt wieder öffnet auch als Folge einer gewissen Befriedung wie wir auf der Welt sehen.
00:50:57: Das eine hat bestimmt mit dem anderen zu tun und dass wir etwas mehr lebhaftes M&A-Geschäft sehen.
00:51:05: Unabhängig von den ganzen Friedenswünschen, die ich natürlich auch habe.
00:51:07: Ja
00:51:08: drücke ich die Daumen für uns auch relevant.
00:51:13: Vielen lieben Dank für deine Zeit.
00:51:14: War ein sehr, sehr spannendes Gespräch, sehr offenes Gespräch und freue mich, dass du da warst.
00:51:20: Cool!
00:51:20: Danke Sascha, ich bin ja auch.
00:51:22: Und euch ganz herzlichen Dank fürs Zuhören und fürs Zuschauen wieder mal bei Finance Data People.
00:51:26: Das waren die Folge für cross-border begeisterte Leute und für juristisch begeistertere Leute.
00:51:34: Wenn ihr weiterhin so spannende Einblick gehalten wollt wie jetzt hier dann schaltet auch unbedingt das nächste Mal wieder ein wenn es heißt Finance Data people.
00:51:40: vielen dank fürs zuhören und für's zuschauen.
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